5 Tage in Prag Tschechische Republik

5 Tage in Prag Tschechische Republik

Prag gehört zu den Schätzen Europas! Als kulturelles und politisches Zentrum hat es eine vielseitige Historie und wenn du durch die alten Straßen schlenderst, fühlt es sich an, als würdest du in die romantische Zeit zurückversetzt. Du kannst dort über Wochen jeden Tag etwas neues entdecken! Wenn du allerdings in Sachen Zeit und Budget beschränkt bist, haben wir hier den ultimativen Guide, wie du das meiste aus deiner Reise machen kannst. Hier sind deine perfekten 5 Tage in Prag:

Tag 1  – Karlsbrücke und das Schloss

📸Charles Sharp

Das Beste an Prag ist, dass sich nahezu alles bequem zu Fuß erreichen lässt. Wenn du jedoch ein bisschen fußfaul bist, könnte der öffentliche Nahverkehr kaum effizienter oder benutzerfreundlicher sein.

Nachdem du in deinem Hotel oder Hostel eingecheckt hast, solltest du in einem der vielen Restaurants um die Vaclavske Nameste einen Happen essen. Wenn du eine Vorliebe für Pfannkuchen hast, solltest du unbedingt die Crêpes in der tschechischen Hauptstadt probieren – sie sind riesig und verschwinden fast vollkommen unter einem Berg von Sahne. Das wird dich mit der notwendigen Energie versorgen, um die Altstadt zu erkunden, deinen ersten Anlaufpunkt. Aber verliere dich hier nicht zu sehr, denn während deines Aufenthalts wirst du immer wieder hierher zurückkehren.

Verlasse also die Altstadt über die Karlsbrücke – eine der meistfotografierten Attraktionen in der Stadt – und steuere die burgseitige Flussseite an. Dieser Teil der Stadt ist etwas komplett anderes. Hier ist das Gefühl, als ob die Zeit stillgestanden hätte, am größten.

Es ist ein vierzigminütiger Fußmarsch zur Burg, die aus vier Gebäuden besteht: der berühmte Veitsdom, die St. Georgs-Basilika, der Pulverturm und der Königspalast. Wie du dir vorstellen kannst, ist es ein recht umfangreicher Gebäudekomplex. Nimm dir daher etwa drei Stunden Zeit, um alles zu sehen. Es lohnt sich. Oder du nimmst an der Führung durch die Prager Burg teil, die um 11.40 Uhr beginnt und gegen 15.00 Uhr endet.

Spaziere durch die Altstadt über den Altstadtring und durch die winzigen Straßen. Dabei wirst du wahrscheinlich pünktlich zum Abendessen hungrig werden.

Die Restaurants in der tschechischen Hauptstadt sind in den letzten Jahren deutlich besser geworden. Sie sind nicht nur im Vergleich mit ihren westeuropäischen Gegenstücken extrem günstig, auch die Auswahl ist phantastisch. Das Essen ist recht schwer und die Portionen sind riesig. Daher solltest du nicht zu spät essen, vor allem, wenn du später noch in die Kneipe willst.

Eines der faszinierenden Dinge am Nachtleben in Prag ist die Tatsache, dass die meisten Clubs und Bars auf Kellerniveau liegen. Unter den Straßen von Prag liegt eine komplett eigene Stadt. Das liegt daran, dass Prag im 12. Jahrhundert um ein Stockwerk angehoben wurde. Wenn du also die Stufen heruntersteigst, umgeben von den Schatten der hoch aufragenden umliegenden Gebäude, solltest du dich auf eine Wahnsinnsnacht gefasst machen.

Tag 2  – Karlovy Vary (Karlsbad)

📸Roman Boed

Karlsbad (Karlovy Vary) liegt zirka zwei Stunden von Prag entfernt und ist ein perfektes Ziel für einen Tagesausflug außerhalb der Stadt. Die Stadt wurde 1358 gegründet und ist das älteste Kurbad der Tschechischen Republik. Dank der Bäder in der Stadt ist es seit Jahren ein beliebtes Ziel. Beethoven, Bismarck und Karl Marx sind nur einige der berühmten Badegäste, die es sich hier in der Vergangenheit gut gehen ließen.

Insgesamt gibt es in der ganzen Stadt verteilt 12 Heilbäder und Thermalquellen. In ihnen wird nicht nur gebadet, sondern dank der chemischen Elemente im Wasser lassen sich hier auch Krankheiten medizinisch behandeln. Andere Mineralien im Wasser lagern sich ab und werden zu Steinen, die als Souvenirs verkauft werden.

Neben den Quellen hat Karlsbad auch noch weitere Attraktionen zu bieten, zum Beispiel das Stadttheater, die Weißen Kolonnaden und zahlreiche Aussichtstürme.

Obwohl die Stadt zirka zwei Stunden von Prag entfernt liegt, gibt es organisierte Touren, die Besucher an diesen berühmten Ort und abends wieder zurückbringen. Wenn du so den ganzen Tag auf den Beinen warst, fehlt dir abends vermutlich die Energie für große Unternehmungen.

Tag 3  – Prager Altstadt

📸David Zimmermann

Beginne deinen dritten Tag, indem du zur Altstadt zurückkehrst. Die winzigen Gassen sind vollgestopft mit Souvenirläden aller Art, und es ist schwer sich davon nicht überwältigen zu lassen. Die angebotene Handwerkskunst muss sich nicht verstecken, und dir werden die vielen Puppen oder Marionetten auffallen, für die die Stadt seit dem 16. Jahrhundert berühmt ist. Sie können recht teuer sein, daher schau dich lieber etwas um, bevor du Einkäufe tätigst.

Verbringe den Nachmittag mit einem Besuch des bekannten Jüdischen Viertels, das den berühmten Jüdischen Friedhof, etliche Synagogen und das Jüdische Museum beheimatet.Zufälligerweise wurden die im Museum versammelten Schätze von niemand anderem als Adolf Hitler zusammengestellt. Er hatte sie für eine Ausstellung über eine ausgestorbene Rasse vorgesehen.

Um deine Stimmung danach wieder etwas zu heben, solltest du dem Alten Rathaus mit seinem berühmten Uhrenturm einen Besuch abstatten. Die Stundenanzeige der Uhr zeigt die wandelnden Apostel, und es lohnt sich sehr, den Turm hinaufzusteigen, weil sich von hier der beste Blick über die ganze Stadt eröffnet.

Versuche, möglichst schon am ersten Tag ein paar Eintrittskarten für irgendeines der klassischen Konzerte zu besorgen. Diese finden täglich in verschiedenen Gebäuden in der ganzen Stadt, einschließlich der St.-Georgs-Basilika in der Burg und auf der Treppe des Nationalmuseums statt und sollten bei keinem Besuch in Prag fehlen. Sie beginnen in der Regel gegen 17.00 Uhr und lassen die Klänge von Vivaldi, Mozart und anderen in den jahrhundertealten Gemäuern widerhallen. Es ist eine unvergessliche Erfahrung.

Es ist ziemlich hart, sich hiernach wieder auf das pulsierende Nachtleben einzustellen, aber wir sind sicher, du schaffst das schon.

Tag 4  – Brücke hinter Brücke hinter Brücke

📸SmartEdge Studio

Die Moldau fließt durch Prag und eine Fährfahrt auf ihr ist schon ein Erlebnis für sich. Dabei aber auch noch das Mittagessen zu genießen, ist noch einmal etwas völlig anderes. Nicht nur, dass du etwas zu essen bekommst, sondern zu deinen leckeren Speisen werden dir auch noch ein paar köstliche Anblicke serviert.

Bis zum vierten Tag deines Trips wirst du zwar schon an einigen der berühmtesten Sehenswürdigkeiten der Stadt vorbeigekommen sein, aber es ist schon eine erhebendere Erfahrung, wenn du sie betrachtest, während du von entspannender Musik berieselt die angenehme Brise genießt und keinen anderen Touristen ausweichen musst. Die Karlsbrücke, die Prager Burg und das Nationaltheater sind nur einige der Anblicke, die du bei deiner Flussfahrt genießen kannst. Und eine Bootsfahrt ist außerdem die beste Möglichkeit, alle Brücken der Stadt zu sehen.

Bei Bootsfahrten wirst du normalerweise vor deinem Hotel/Hostel abgeholt und beim Internationalen Hotel in der Nähe des Altstadtrings abgesetzt.

Wenn du ein paar gute Ausblicke auf die Moldau sehen möchtest, findest du direkt gegenüber der Tschechow-Brücke den Letenské Sady. Dies ist einer der vielen Parks der Stadt und eignet sich perfekt für einen faulen Nachmittag, an dem man sich in der Sonne aalen kann (sofern sie scheint natürlich).

Genau wie die Kneipen und Tavernen von Prag, befinden sich auch die meisten Clubs in der Tschechischen Republik in unterirdischen Locations. Entlang dem Fluss findest du eine gute Auswahl an Nachtklubs und Bars wie den Klub Lavka, der an der östlichen Uferseite neben der Karlsbrücke liegt. Ein weiterer der angesagteren Clubs ist das Roxy. Einige der Top-DJs Europas geben hier ihr Stelldichein. Frage irgendeinen unter den Einheimischen nach einem Club, dieser wird Sicherheit genannt werden.

Tag 5  – Oh, die Folter!

📸Ashleigh Nushawg

Es ist nicht unbedingt für jeden etwas, aber das Museum für Mittelalterliche Folter ist bestimmt einen Besuch wert. Es befindet sich in der Nähe der Karlsbrücke, und in ihm werden über 60 verschiedene Folterinstrumente aus ganz Europa gezeigt. Es ist dort ein bisschen gruselig, aber auch ziemlich faszinierend. Und dir wird bewusst, wie verrückt die Menschen damals waren.

An deinem letzten Tag solltest du auch ein bisschen Zeit im neueren Teil der Stadt verbringen, wo sich der berühmte Wenzelsplatz befindet. Dieses Viertel ist zwar als Neustadt bekannt, aber wenn du ultramoderne Architektur erwartest, wirst du enttäuscht sein. Eines der eindrucksvollsten Dinge an Prag ist die Art, in der die alten und die neuen Stadtteile einander perfekt ergänzen. Die Neustadt bietet dir ein etwas konventionelleres Einkaufserlebnis, wenn dir also der Sinn nach einer Einkaufsorgie steht, bist du genau auf dem richtigen Weg.

Sofern das Wetter es zulässt, kann man seinen letzten Tag kaum besser beschließen, als sich noch einmal mit einem schönen kühlen Budweiser in den Altstadtring zu setzen. Wenn du jedoch mitten im Winter hierher kommst, schmeckt das Bier auch drinnen ziemlich gut. Im Sommer ist es allerdings ein hervorragender Ort, um Menschen zu beobachten, und für deine Unterhaltung ist immer auf die eine oder andere Weise gesorgt. In den Kneipen in dieser Gegend gibt es außerdem eine lebhafte Musikszene. Wenn du dich also ausreichend entspannt fühlst, solltest du dort auch noch einmal reinschauen.

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