Nachhaltigkeitsgeschichten: Villa Viva Kapstadt – sauberes Wasser für alle

Erfahren Sie, wie Viva con Agua in Südafrika ins Leben gerufen wurde

Kapstadt, Südafrika. Sonnenschein, Wandmalereien und ein tiefblaues Gebäude, das vom Hang herab strahlt. Das ist die Villa Viva Cape Town – Hostel, kreativer Treffpunkt und soziale Bewegung in einem. Und das Beste daran? Jede Übernachtung hilft jemand anderem, Zugang zu sauberem Wasser zu erhalten.

Keine Spendengläser. Keine Schuldgefühle. Nur Kunst, Festivals, Fußballspiele und Partys, die Viva con Agua unterstützen – die gemeinnützige Organisation, die Projekte für sauberes Wasser von Südafrika bis Nepal durchführt. Das ist Aktivismus, der tatsächlich Spaß macht – die Art, auf die man zwischen einem Braai und einer Jam-Session ganz zufällig stößt.

Hier übernachten, sauberes Wasser finanzieren

Alles beginnt mit dem Mehrheitseigentümer des Hostels, Viva con Agua – einer Organisation, die seit 2006 den Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Einrichtungen verbessert. Man denke an Brunnen, Sanitärsysteme und Hygieneaufklärung in Ländern wie Uganda, Nepal und Südafrika.

Wir haben uns mit Moritz Wrubel, dem Mitbegründer der Villa Viva in Kapstadt, unterhalten, um mehr darüber zu erfahren, wie sie ein Hostel schaffen, das Menschen unter einer großen Idee vereint: „Wasser für alle – alle für Wasser!“

„Viva con Agua war schon immer der Überzeugung, dass soziales Engagement etwas Freudvolles und Offenes sein sollte. Die Idee hinter dem Hostel war es, einen Ort zu schaffen, an dem dies jeden Tag zum Leben erwacht“, erzählt Moritz.

Der Großteil der Gewinne fließt direkt in die Trinkwasserprojekte von Viva con Agua. Aber was ist das wirklich Besondere daran? Jeder Gast wird Teil einer Bewegung – man tauscht Geschichten aus, skizziert Ideen und gestaltet gemeinsam etwas.

Ein Dorf mitten in der Stadt

Man kann es nicht übersehen: ein tiefblaues Gebäude im Herzen des geschäftigen Kapstadt, direkt unterhalb des historischen Viertels BoKaap. Hier wird es dir bestimmt nicht langweilig – schau dir einfach an, was die Villa Viva zu bieten hat:

Innenhöfe, Gemeinschaftsräume, ein Pool mit Blick auf den Tafelberg, eine Bar, eine Medienecke und ein Raum für Künstler – es fühlt sich wirklich wie ein kleines Dorf an. Jedes Zimmer ist nach Freiheitskämpfern, Musikern, Künstlern oder Aktivisten benannt und mit Büchern, Bildern und Informationen zu deren Geschichte dekoriert.

Auch in Sachen ökologischer Nachhaltigkeit lässt die Villa Viva Taten sprechen. Sonnenkollektoren versorgen das Hostel mit Strom. Ein natürlicher Quell liefert einen Großteil des Wassers. Hier wird Abfall minimiert, Energie intelligent genutzt und Kreativität großgeschrieben.

Ein Hostel mit Herz

Morgendliches Yoga im Garten. Kaffee mit einem Fremden, der für den Tag zu deinem Wanderpartner wird. Am Nachmittag veranstaltet jemand einen Malworkshop, und am Abend bist du bei einem Braai mit Reisenden, Einheimischen und Musikern, die sich vielleicht erst kennengelernt haben, als der Grill angezündet wurde.

„Unsere Gäste scheinen alle denselben Drang nach Verbindung zu teilen“, sagt Moritz. Reisende, Künstler, NGO-Partner, digitale Nomaden und neugierige Einheimische treffen sich alle in der Villa Viva.

Moritz erzählt, dass eine Gastin für einen Kurztrip nach Kapstadt gekommen war, um ein bisschen Sonne zu tanken und zu wandern. „Eines Abends beim Abendessen traf sie eine Gruppe von Freiwilligen von Viva con Agua, die ein Kunstprojekt in einem örtlichen Township vorbereiteten. Am nächsten Tag schloss sie sich ihnen an und blieb schließlich drei weitere Wochen, um mit dem Team Wandbilder zu malen.“

Warum sollte dich das interessieren?

Hier ist die ernüchternde Tatsache: Weltweit haben 703 Millionen Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser, und fast 2 Milliarden Menschen haben keinen gesicherten Zugang zu sanitären Einrichtungen.

Villa Viva hat das Reisen wirklich zu einem Teil der Lösung gemacht. Es geht nicht nur darum, Sehenswürdigkeiten abzuhaken, sondern mit Menschen in Kontakt zu treten und einen Ort besser zu hinterlassen, als man ihn vorgefunden hat.

Moritz’ Lieblingstipps für Kapstadt abseits der ausgetretenen Pfade

„Kapstadt offenbart sich durch seine Menschen, nicht durch Postkarten“, sagt Moritz. Schaut euch seine Lieblingsorte in Kapstadt an:

  • Besucht den Lion’s Head bei Sonnenaufgang oder Vollmond – um euch daran zu erinnern, wie weitläufig und lebendig die Stadt ist. Es ist eine zweistündige Wanderung!
  • Besuche das Viertel Woodstock – für Street-Art und Gespräche mit lokalen Künstlern.
  • Besucht das Township Langa, eines der Zentren des Widerstands gegen die Apartheid. Wählt eine Community-Tour, die wirklich ein Austausch ist, bei dem ihr genauso viel lernt, wie ihr gebt. Extra: Besucht auch die Musik-NGO „Bridges for Music“.
  • Jeder Abend, den man gemeinsam am Braai verbringt, an dem Geschichten und Gelächter fließen!

Mach mit

Buche deinen Aufenthalt in einer Villa Viva, einem nachhaltigen Hostel in Kapstadt: Lerne das Team kennen, genieße die Veranstaltungen – und mach vielleicht bei einem der lokalen Projekte mit. Jede Verbindung zählt, und jede Übernachtung trägt dazu bei, sauberes Wasser für diejenigen zu finanzieren, die es brauchen.

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