Der ultimative Backpacking-Guide für Nepal

Der ultimative Backpacking-Guide für Nepal

Nepal ist ein wunderschönes Land zwischen Indien und China, das von Backpackern leider viel zu häufig aufgrund von Indien übersehen wird, obwohl es den Ausgangspunkt für einen Aufstieg zu den schwindelerregenden Höhen des Himalayas darstellt und eine faszinierende altertümliche Kultur bietet. Das ist eine Schande, da eine Reise durch Nepal wirklich ein einmaliges Abenteuer ist!

Die dortige Landschaft ist schlicht und einfach atemberaubend. Hier befinden sich 8 der 10 höchsten Gipfel der Welt, darüber hinaus ist das Land die Heimat allerlei seltener und exotischer Tierarten. Es ist quasi ein Abenteuerspielplatz für Erwachsene voller endloser Möglichkeiten und unglaublichem Essen und noch dazu absolut erschwinglich.

Nachdem große Teile des Landes 2015 bei einem verheerenden Erdbeben katastrophale Schäden erlitten, gewinnt Nepal endlich wieder an Beliebtheit bei Backpackern jeder Art, von Wanderern und Höhenjunkies bis hin zu Tierliebhabern und Geschichtsinteressierten. Egal, ob du auf der Suche nach einem wilden Tiger bist, einige der höchsten Berge der Welt erklimmen willst, Freiwilligenarbeit leisten möchtest, schon immer mal ein Yoga-Retreat absolvieren wolltest oder einfach nur in eine fremde Kultur eintauchen willst, in Nepal bist du auf jeden Fall richtig.

Bei uns erfährst du alles, was du wissen musst, um den perfekten Backpacking-Trip durch Nepal zu planen.

nepal backpacking - mountains

📷 Christopher Burns

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  1. Die beste Reisezeit für Nepal
  2. Visabestimmungen für Nepal
  3. Transport in Nepal
  4. Unterkünfte in Nepal
  5. Backpacking-Budget für Nepal
  6. Die schönsten Orte Nepals
  7. Dinge, die man in Nepal tun sollte
  8. Wandern in Nepal
  9. Das nepalesische Essen
  10. Die nepalesische Kultur und Bräuche
  11. Ist Nepal sicher?
  12. Reisetipps für Nepal
  13. Freiwilligenarbeit in Nepal

Die beste Reisezeit für Nepal

Wetter in Nepal

Das Wetter in Nepal ist unvorhersehbar und schlägt aufgrund der Nähe zum Himalaya oft rapide um. Das Klima variiert mit der Höhe und zwischen tropischer Hitze und arktischen Schneestürmen kann alles vorkommen.

In Nepal gibt es vier Jahreszeiten, von denen zwei die Hoch- und Nebensaison darstellen, was du bei der Wahl eines Reisezeitraums in Betracht ziehen solltest. Für viele Reisende ist das Wetter sehr wichtig, da sie hauptsächlich nach Nepal kommen, um zu wandern.

Hochsaison (Oktober und November)

Die Hochsaison in Nepal umfasst Oktober und November, und zu dieser Zeit kann man mit atemberaubend blauem Himmel und wunderschön warmen Tagen rechnen, die perfekt zum Wandern sind. Allerdings bist du leider nicht der Einzige, der den klaren Blick auf die Berge ausnutzen möchte, weswegen es zeitweise etwas überfüllt werden kann, wenn Tausende von Touristen in der Hochsaison die bekanntesten Wanderungen des Everest und der Annapurna-Region absolvieren wollen.

Beachte unbedingt, dass in der Hochsaison die meisten Unterkünfte in Kathmandu und Pokhara schon lange im Voraus ausgebucht sind, wodurch die verbliebenen Zimmer erheblich teurer werden.

Nebensaison (Monsunzeit, Mai bis August)

Die Monsunzeit in Nepal beginnt ungefähr im Mai und hält bis etwa August an. Dank der starken Regenfälle, die viele Touristen abschrecken, kann man hier klar von einer Nebensaison sprechen.

Obwohl das Reisen durch Nepal während der Monsunzeit grundsätzlich nicht automatisch eine schlechte Idee ist, kann das Wandern zu dieser Zeit sehr gefährlich werden. Durch die Regenfälle sind die Wanderwege sehr schlammig, außerdem kommt es häufig zu Erdrutschen. Der Höhepunkt der Monsunzeit ist im Normalfall im Juli.

nepal backpacking - mountain lakes

📷 Sergey Pesterev 

Frühlingssaison (Ende Februar bis April)

Eine beliebtere Reisezeit für Wanderer ist der nepalesische Frühling von Ende Februar bis April. Dann herrschen angenehme Frühlingstemperaturen, außerdem stehen die wunderschönen Pflanzen in voller Blüte und die Wanderwege sind weniger überfüllt. Leider gibt es jedoch häufiger Niederschläge als in der Hochsaison, weswegen man für atemberaubende Aussichten höher auf die Berge steigen muss.

Zwischensaison (September und Dezember)

Die Zwischensaisons vor und nach der Hauptsaison können perfekt zum Reisen sein. Wenn du Glück hast, sind zu diesen Zeiten nämlich die Wanderwege in idealem Zustand, außerdem ist weniger los und die Unterkünfte sind weitaus günstiger. Wenn du jedoch Pech hast, kann die Monsunzeit länger anhalten als normal oder der Winter früher einsetzen.

Wetter in Kathmandu

Kathmandu liegt im südlichen Himalaya inmitten schneebedeckter Berge, weswegen sich das hiesige Klima sehr vom Rest des Landes unterscheidet. In den Sommermonaten ist es hier mit durchschnittlich 30 Grad ganz schön heiß, während in den Wintermonaten kühle bis milde Temperaturen um die 18 Grad herrschen.

Wenn du Kathmandu in besonders trockenen Monaten besuchen möchtest, dann sind Oktober bis Januar zu empfehlen.

Visabestimmungen für Nepal

Staatsangehörige aller Länder außer Indien benötigen für Nepal ein Visum – doch keine Angst, der Bewerbungsprozess dafür ist einfach, günstig und geht ganz schnell!

Visum bei Ankunft

An Kathmandus internationalem Flughafen Tribhuvan sowie an den Grenzübergängen kann man ein Visum erwerben. Visa für eine einmalige Einreise können für 15, 30 oder 90 Tage Aufenthalt gekauft werden und kosten etwa 22/35/88 Euro. Wenn du erst bei der Einreise ein Visum erwerben möchtest, solltest du auf Folgendes achten:

  • dass du ein Passfoto mitnimmst (kleine Anmerkung: Es ist bei jeder Reise gut, ein paar extra Passfotos dabei zu haben, falls deinem Pass irgendetwas zustößt)
  • dass dein Pass noch mindestens 6 Monate gültig ist – wenn das nicht der Fall ist, kann es gut sein, dass dein Visumsantrag abgelehnt wird.

Ich kann dir versichern, dass der Prozess für ein Visum bei Ankunft eine ganz einfache Sache ist, nichtsdestotrotz kann er jedoch etwas Zeit beanspruchen, wenn gerade viele Leute gleichzeitig einreisen.

Visum online

Wenn du lieber alles im Voraus organisierst und dich der Gedanke an einen Visumsantrag an der Grenze in Panik versetzt, dann kannst du dieses auch immer problemlos online beantragen. Die Website findest du hier. Online musst du:

  • mindestens 15 Tage vor Einreise den Antrag stellen
  • ein farbiges Passfoto hochladen
  • deine Passnummer und Kontaktdaten angeben

und dann bei Einreise die ausgedruckte Bestätigung und alle anderen relevanten Reiseunterlagen mitbringen, da die nepalesischen Beamten diese überprüfen.

Aufenthalt und Visum verlängern

Wie die meisten Nepal-Reisenden wirst du dich vermutlich in das wunderschöne Land verlieben und es gar nicht mehr verlassen wollen.

Wenn das der Fall ist, ist das kein Problem, da die Visumsverlängerung ein recht einfacher Prozess ist – du bist immerhin nicht der erste Tourist, der länger bleiben will! Folg am besten diesen Anweisungen, dann sollte alles gut gehen (schau aber trotzdem vorsichtshalber nochmal auf der Website der nepalesischen Regierung nach!):

  1. Fülle das Formular für eine Visumsverlängerung aus, das du auf der Website der nepalesischen Immigrationsbehörde finden kannst.
  2. Stell sicher, dass alle Informationen korrekt sind, und drucke das Ganze dann aus.
  3. Such die nächste Immigrationsbehörde in der Stadt, in der du dich gerade aufhältst.
  4. Nimm deinen Pass, die Bestätigung und ein weiteres Passfoto mit zur Immigrationsbehörde.
  5. Entscheide dich für eine 15-, 30- oder 90-tägige Verlängerung und bezahl diese.
  6. Alles geschafft! Genieße deinen restlichen Aufenthalt in Nepal.

nepal backpacking - bridge

📷@jessebellan

Transport in Nepal

Flughafen von Kathmandu

Nach deiner Ankunft am internationalen Flughafen von Kathmandu bist du vermutlich ziemlich erschöpft, vor allem nach dem langen Flug und mit leichtem Jetlag. Zu sagen, dass der Flughafen von Kathmandu chaotisch und überfüllt ist, wäre eine große Untertreibung, aber wenn schon, denn schon, oder?

Hab Geduld. Das wunderschöne Nepal liegt in seiner ganzen Weite vor dir, du musst es nur durch den Flughafendschungel schaffen, um es genießen zu können. Hab Geduld und atme durch! Das ist das Wichtigste, um unnötigen Stress und Nervosität zu vermeiden. Erwarte bloß keine Ordnung, dann kannst du auch nicht enttäuscht werde.

Vor der Landung in Nepal wird man dir einige Zollformulare geben, die du am besten direkt ausfüllst, um zu vermeiden, dies im Flughafen inmitten der Massen tun zu müssen. Begib dich dann mit deinen Unterlagen und den ausgefüllten Formularen zur Einreisehalle und los geht’s.

Sobald du das geschafft hast, gehst du am besten direkt zu einem Geldautomaten oder einer der vielen Wechselstuben, da es immer ratsam ist, etwas Bargeld bei sich zu tragen, da es auch in den Städten nicht viele Möglichkeiten zum Geld abheben oder wechseln gibt und man nur selten mit Karte bezahlen kann.

Stell sicher, dass der Taxifahrer genau weiß, wo dein Hostel liegt, und einige dich schon vor Abfahrt mit ihm auf einen Preis. In Nepal gibt es nur selten Taximeter, weswegen schon des Öfteren mal Touristen abgezogen wurden.

Flüge nach Kathmandu

Der Tribhuvan-Flughafen in Kathmandu ist der einzige internationale Flughafen des Landes, also wirst du höchstwahrscheinlich hier ankommen (außer du reist von Indien oder Tibet über Land an). Nicht von überall gibt es Direktflüge, doch nach und nach ist der Flughafen immer besser angebunden.

Wenn du nach Kathmandu fliegst, empfehle ich dir, den kleinen Aufpreis für einen Fensterplatz auf dich zu nehmen (oft ist dies auch umsonst möglich), da dir so ein atemberaubender Ausblick auf den Mount Everest und den Rest des Himalayagebirges geboten wird. Der perfekte Beginn einer genialen Reise durch Nepal!

Während die Einreise ins Land noch recht einfach ist, können Inlandsreisen kompliziert sein und weitaus länger dauern, als man denkt.

Wenn dein Budget es erlaubt, ist es oft eine gute Idee, auch innerhalb des Landes zu fliegen. Flüge kosten zwar vielleicht mal 100 Euro, aber du sparst dir dafür viele Stunden in einem unbequemen Bus.

Auch Flüge haben in Nepal jedoch oft Verspätung oder werden aufgrund des Wetters abgesagt, da dieses oft unvorhersehbar und teilweise (vor allem in der Monsunzeit) echt gefährlich sein kann. Wenn es zu bewölkt ist, fliegen viele Fluglinien aufgrund dieser Gefahr nicht, denn wie das Sprichwort sagt: „Es gibt viele Steine in den Wolken von Nepal“. Auch wenn ein verspäteter oder abgesagter Flug frustrierend sein kann, hat das also immer einen guten Grund – Nepal ist nämlich der weltweit gefährlichste Ort für Flugreisen, mit Ausnahme des Flughafens von Lukla, der Platz eins der gefährlichsten Flughäfen der Welt innehält.

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📷 Kerensa Pickett

Wenn du lieber Geld sparen und auf dem Boden bleiben möchtest, dann ist der Bus die beste Wahl. Hier gibt es viele verschiedene Möglichkeiten: Minibusse, regionale Busse, Touristenbusse, private Vans oder Fahrzeuge mit Allradantrieb. Auch wenn Nepal ein recht kleines Land ist und die Strecken nicht sehr weit sind, können die Busfahrten dank des unvorhersehbaren Wetters, des bergigen Terrains und der alten Straßen sehr anstrengend sein und die geplanten Ankunftszeiten nicht mehr als eine grobe Schätzung.

Busfahrten in Nepal sind extrem günstig, weswegen sich ein Großteil der Reisenden dafür entscheidet. Tickets kannst du in den meisten Städten kaufen, um Geld zu sparen empfehle dir jedoch, sie einige Tage im Voraus zu buchen, vor allem während der Hochsaison.

In Nepal gibt es kein landesweites Schienennetz. Manche Reisende mieten sich Autos oder Motorräder, aber dabei muss man extrem vorsichtig sein: Hier befinden sich einige der gefährlichsten Straßen der Welt, in großen Teilen des Landes gibt es keinen Handyempfang und viele der Mietwägen sind nicht gerade in gutem Zustand – und das Letzte, was du willst, ist es ja wohl, mit einem kaputten Auto und ohne Empfang in einem abgelegenen Teil des Landes gestrandet zu sein.

Unterkünfte in Nepal

Nepal wird bei Backpackern zurecht immer beliebter, da es Abenteuer und Kultur ohne Ende bietet. Dank des Tourismusbooms kann man in allen größeren Städten und in der Nähe von Sehenswürdigkeiten im Normalfall problemlos Unterkünfte für jedes Budget finden.

Bei einer Wanderung durch den Himalaya wirst du vermutlich meist in Teehäusern unterkommen, die entlang der Route liegen. Erwarte nicht mehr als ein Bett, ein Kissen und eine Decke. Du wirst jedoch Zugang zu heißem Wasser und (je nach Höhe) anderer Ausstattung haben, manchmal gibt es gegen eine kleine Gebühr sogar WLAN. Die traditionellen Berghäuschen sind super süß und bieten unglaubliche Ausblicke, während man mit anderen Gästen und Einheimischen am Feuer sitzt.

Hostels in Nepal

Wenn du alleine durch Nepal reist, sind Hostels meist die beste Wahl. Ohne Begleitung zu reisen kann manchmal etwas einsam sein, und in Hostels triffst du Menschen aus der ganzen Welt, mit denen sich vielleicht tolle Freundschaften entwickeln.

Perfekt für Solo-Reisende ist beispielsweise das Zostel Kathmandu, in dem die vielleicht beste Atmosphäre in ganz Nepal herrscht. Es ist sehr erschwinglich und man kann hier super entspannen und Leute kennenlernen, außerdem hat es eine unglaubliche Dachterrasse mit Bar, ein süßes Café im Garten und extrem freundliches Personal. Es liegt im Backpacker-Distrikt Thamel im Herzen der Stadt, von wo aus alle schönen Ecken der Stadt schnell zu erreichen sind. Und verlass dich dabei nicht nur auf meine Meinung, sondern vertrau den mehr als 750 Reisenden aus aller Welt, die das Hostel mit durchschnittlich 9,4 bewertet haben!

nepal backpacking - Zostel Kathmandu

📷 Zostel Kathmandu

Du willst dir mit deinem Partner/deiner Partnerin beim Reisen ein Zimmer teilen? Auch dann sind Hostels eine super Idee, da die Atmosphäre einfach unvergleichlich ist. Du kannst die Gesellschaft anderer Reisender genießen (wenn du seine/ihre Witze schon zu oft gehört hast), aber auch gemütlich zu zweit Zeit im privaten Zimmer verbringen. Tolle Doppelzimmer mit Queen-Size-Bed und eigenem Bad gibt es beispielsweise im Elbrus Home Hostel. Dieses liegt in Thamel und serviert täglich auf der tollen Außenterrasse leckeres Frühstück, das dir genug Kraft gibt, um den ganzen Tag lang Kathmandu zu erkunden. Ein weiterer Grund, der für dieses Hostel spricht, ist das tolle Personal, das selbst Touren anbietet und auch sonst hilfreiche Reisetipps für dich parat hat.

Wenn du auf der Suche nach Wandergefährten bist, schaust du am besten zuerst im Sparkling Turtle Backpackers Hostel. Dieses liegt in der heiligen Stadt Swoyambhu und ist nur einen Katzensprung vom „Affentempel“ Swayambhunath entfernt. Hier erwachst du zum Klang der Gebete der naheliegenden Klöster. Das Hostel ist ein bekannter Ausgangspunkt zum Wandern, weswegen du hier viele andere Leute kennenlernen wirst, die ebenfalls den Himalaya erklimmen möchten.

nepal backpacking - Zostel Kathmandu

📷 Zostel Kathmandu

Backpacking-Budget für Nepal

Die nepalesische Währung

Die nepalesische Währung ist die nepalesische Rupie, deren Wechselkurs momentan bei 124 Rupien für einen Euro liegt (Stand April 2019). Das Reisen durch Nepal ist an sich sehr günstig, was jedoch mit der Reiseroute stark variieren kann – hierbei kommt es auch immer auf dein Budget an und darauf, was du dir leisten möchtest. Außerdem sei hier nochmal anzumerken, dass es zwar in Städten wie Kathmandu und Pokhara Geldautomaten gibt und Kartenzahlungen akzeptiert werden, dies jedoch in kleinen Städten weniger und auf dem Land gar nicht der Fall ist. Nimm dir daher stets Bargeld mit, wenn du vorhast, auf abgelegeneren Wegen zu wandeln, sonst könntest du dich plötzlich in einer unangenehmen Zwickmühle befinden.

Nepal ist ein wundervolles Land für Reisende aller Art – vom Backpacker mit kleinem Budget bis hin zum Luxus-Urlauber. Wir haben euch hier mal eine Einschätzung für drei verschiedene Budgets aufgeschrieben:

Low-Budget-Reisende

Wenn du bei deiner Reise durch Nepal Geld sparen möchtest, dann kannst du durchaus schon mit 2.000 Rupien (~ 16 Euro) am Tag zurechtkommen. Dies ist genug für Unterkunft, Transport, Essen, Wasser, Vergnügung und Alkohol.

Mid-Budget-Reisende

Diejenigen, die etwas mehr Komfort bevorzugen, sollten für die gleichen Dinge etwa 3.000 Rupien (~ 24 Euro) pro Tag einplanen.

High-Budget-Reisende

Wenn du beim Reisen eher luxuriös lebst, also beispielsweise in den besten Unterkünften wohnen willst und in High-End-Restaurants essen möchtest, dann benötigst du für die gleichen Dinge (inklusive etwas zusätzlichem Geld für Shopping) etwa 4.500 Rupien (~ 36 Euro) pro Tag.

Trinkgeld in Nepal

Auch wenn Trinkgeld in Nepal nicht verpflichtend ist, ist es immer wichtig, respektvoll zu sein und zu bedenken, wie viel man mit seinem Geld bewirken kann. Jedes noch so kleine Trinkgeld wird hier extrem dankbar angenommen. Runde also in Rikschas, Taxis, Restaurants etc. immer auf, wenn du es dir leisten kannst.

Während du bei Servicedienstleistungen und Einkäufen nach eigenem Ermessen Trinkgeld geben kannst, solltest du Guides und Portiers stets um die 15% extra geben, um ihnen für ihre Hilfe und ihr Wissen zu danken.

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📷 @twoplantingsoles

Die schönsten Orte Nepals

Reiseroute für Nepal

Zweiwöchige Reiseroute für Nepal

Tag 1-2: Kathmandu. Ankunft in Kathmandu. Oft beginnt und endet deine Reise hier, da dies die Hauptstadt und der Haupteinreisepunkt ins Land ist. Für diese Route benötigst du das 15-Tages-Visum (22 Euro), das du am Flughafen oder mindestens zwei Wochen vor Einreise online beantragen kannst.

Die weitläufige Stadt Kathmandu ist weltbekannt für ihre Tempel, das Street Food, die chaotische Atmosphäre und dafür, dass sie der Ausgangspunkt zum Mount Everest und Himalaya ist. Genieße die Sehenswürdigkeiten der wunderschönen Stadt und organisiere alle Passierscheine, die du in den kommenden Tagen brauchen wirst.

Tag 3: Auf nach Pokhara! Es wird Zeit, Kathmandu zu verlassen und einen leiseren und friedlicheren Teil des Landes zu erleben. Den Weg dorthin kannst du mit einem Bus oder Flugzeug zurücklegen. Für was du dich auch entscheidest – denk daran, Geduld zu haben. Genieße die Fahrt, auch wenn sie etwas länger dauert als gedacht, dann kannst du dir immerhin die atemberaubende Landschaft hinter dem Fenster besser einprägen!

Tag 4-5: Pokhara. Du bist angekommen! Nimm dir ein paar Tage Zeit, die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten zu erkunden, und bereite dich auf den nächsten Teil deiner Reise vor: Pokhara ist nämlich perfekt für einen Aufenthalt zur Vorbereitung auf oder Entspannung nach einer langen Wanderung. Hier gibt es unzählige Tourguides, Shops, in denen du Wanderausrüstung leihen kannst, und tolle Unterkünfte, das alles in einer ganz besonderen Atmosphäre. Suche dir alle nötigen Informationen heraus (welche Passierscheine du benötigst, in welchem Zustand die Wege sind etc.), sprich mit ähnlich gestrickten Reisenden und mach dich auf die Erfahrung deines Lebens gefasst!

Tag 6-11: Annapurna Base Camp Trek. Es wäre eine Schande, den ganzen Weg nach Nepal zu reisen und dann nicht wandern zu gehen. Der Annapurna Base Camp Trek ist eine tolle mehrtägige Wanderroute für Anfänger. Wo du startest, liegt dabei ganz bei dir – du könntest aber beispielsweise einen Bus von Pokhara nach Kimchi nehmen (3 Stunden) und dann dort deine Wanderung beginnen.

Unterkommen wirst du in Teehäusern. Das sind Hütten, die für Wanderer gebaut wurden und von Einheimischen geführt werden. Die Ausstattung beschränkt sich hier aufs Grundlegende, doch immerhin hat man heißes Wasser und bekommt leckeres Abendessen und Frühstück vom Gastgeber, bevor es weitergeht.

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Plastikflaschen sind auf dem Trek aus offensichtlichen Gründen verboten, also bring unbedingt eine wiederverwendbare Flasche mit. In den Teehäusern kannst du diese immer mit klarem Trinkwasser auffüllen.

Der Annapurna Base Camp Trek ist eine unglaubliche Erfahrung und bietet dir einige der besten Ausblicke des ganzen Landes, doch achte auf jeden Fall darauf, genügend warme Kleidung für die Wanderung mitzunehmen. Wenn du früh am Morgen und kurz vor Sonnenuntergang am Wandern bist, wirst du nämlich spüren, dass es in den Bergen ganz schön kalt werden kann.

Tag 12-14: Langsam geht’s zurück nach Kathmandu. Du bist die letzten sechs Tage durch die Berge gewandert – jetzt ist es mal wieder an der Zeit, die Füße hochzulegen und zu entspannen. In Pokhara kann man sich beispielsweise super massieren lassen. Organisiere hier auch deinen Transport zurück nach Kathmandu, bevor es wieder nach Hause (oder weiter ins nächste Land!) geht.

Einmonatige Reiseroute für Nepal

Tag 1-3: Kathmandu. Ankunft in Kathmandu. Oft beginnt und endet deine Reise hier, da dies die Hauptstadt und der Haupteinreisepunkt ins Land ist. Für diese Route benötigst du das 30-Tage-Visum (35 Euro), das du am Flughafen oder mindestens zwei Wochen vor Einreise online beantragen kannst.

Die weitläufige Stadt Kathmandu ist weltbekannt für ihre Tempel, das Street Food, die chaotische Atmosphäre und dafür, dass sie der Ausgangspunkt zum Mount Everest und Himalaya ist. Genieße die Sehenswürdigkeiten der wunderschönen Stadt und lerne die nepalesische Kultur kennen. Kathmandu ist eine sehr energetische Stadt und hier kann man wundervoll verschiedenstes Essen probieren und sich mit Einheimischen anfreunden. Außerdem solltest du während deines Aufenthalts hier bereits deine Passierscheine und Trekking-Ausrüstung organisieren und dich auf das Leben in den Bergen vorbereiten. Am besten tust du dies im Touristen-Distrikt Thamel.

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📷 Kerensa Pickett

Bevor du weiterreist, solltest du die Angestellten in deinem Hostel frage, ob sie Gepäckaufbewahrung anbieten. Die meisten Backpacker, die Kathmandu als Ausgangspunkt für ihre Trekkingabenteuer wählen, lassen nämlich den Großteil ihres Gepäcks gegen eine kleine Gebühr in einem sicheren Aufbewahrungsort in der Hauptstadt, während sie den Rest des Landes bereisen, um sich Gewicht und Umstände zu ersparen.

Tag 4: Auf nach Lukla. Mit dem Flugzeug geht es von Kathmandu nach Lukla. Am besten buchst du dir einen Flug am frühen Morgen, da die Flüge am Nachmittag oft Verspätung haben oder aufgrund schlechten Wetters abgesagt werden. Bei diesem Flug kannst du nur 10 Kilo Gepäck mitnehmen, also pack wirklich nur das, was du für die Wanderung brauchst, und lass den Rest im Hostel.

Tag 5-16: Wanderung zum Mount Everest Base Camp. Du wirst etwa 12 Tage lang 4 bis 8 Stunden täglich wandern, bis du das Base Camp erreichst.

Unterkommen wirst du in Teehäusern. Das sind Hütten, die für Wanderer gebaut wurden und von Einheimischen geführt werden. Die Ausstattung beschränkt sich hier aufs Grundlegende, doch immerhin hat man heißes Wasser und bekommt leckeres Abendessen und Frühstück vom Gastgeber, bevor es weiter geht.

Die Wanderung zum wohl bekanntesten Base Camp der Welt ist zwar in jeder Hinsicht außerordentlich, aber auch sehr anstrengend. Du musst kein Superheld sein, um sie zu absolvieren, doch ein Basislevel an Fitness sollte schon vorhanden sein. Das größte Hindernis ist jedoch nicht dein Fitnessniveau, sondern die Höhenkrankheit, die deine Reise verderben kann oder dich sogar dazu zwingen könnte, sie abzubrechen. Dies passiert häufig und hängt nicht, wie oft gesagt, von Alter oder Fitness ab.

Folgendes kann Höhenkrankheit vorbeugen:

  • Gib deinem Körper Zeit, sich an die Höhe zu gewöhnen. Mache lieber einen Tag Pause, als zu schnell weiterzuwandern.
  • Trink stets genug Wasser. Dein Körper braucht es.
  • Lass dir Zeit! Wandere mit Bedacht – das ist kein Rennen.

Achte stets auf Zeichen von Höhenkrankheit, zu denen unter anderem Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, Müdigkeit, Schwindel und Schlafprobleme zählen. Die Besitzer der Teehäuser haben oft die besten Ratschläge parat, um Höhenkrankheit zu besiegen, und entlang der Route findet man auch immer wieder internationale Ärzte.

Tag 17: Reise von Lukla nach Pokhara. Buche dir einen Flug von Lukla nach Pokhara, wo du dann direkt die Füße hochlegen und dich vom Base Camp Trek erholen kannst. Hier gibt es tolle Massagesalons, wo du etwas Linderung vom Ganzkörper-Muskelkater erhältst, den du jetzt vermutlich hast.

Tag 18-20: Pokhara. Verbringe ein paar Tage damit, die friedliche Stadt Pokhara zu erkunden. Du kannst dir beispielsweise ein Boot mieten und über den Phewa-See paddeln oder auf dem Shanti Stupa-Monument den tollen Blick über die Stadt genießen. Oder falls du direkt den nächsten Adrenalinkick suchst, wie wäre es denn mit Wildwasser-Rafting?

In Pokhara gibt es viel zu sehen und zu tun, doch man kann auch super einfach entspannen und runterkommen. Genieße es einfach, dass die Zeit hier langsamer vergeht und du dich auf die schönen Dinge im Leben konzentrieren kannst.

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📷 Tom Rogerson

Tag 21: Auf zum Chitwan National Park. Am besten kommst du mit dem Touristenbus von Pokhara zum Nationalpark, der um 7:30 Uhr morgens abfährt. Die Fahrt dauert je nach Wetter und Zustand der Straße zwischen 4 und 6 Stunden. Der Busbahnhof in Chitwan und somit deine Endhaltestelle heißt Bachhauli Bus Park.

Tag 22-25: Dschungel-Safari im Nationalpark. So, jetzt bist du bereits zum Mount Everest Base Camp gewandert, hast die chaotische Hauptstadt Kathmandu erkundet und die friedliche Atmosphäre Pokharas genossen. Nun ist es an der Zeit, eine andere Seite Nepals zu erkunden. Der Chitwan Nationalpark gehört zu den UNESCO Weltkulturerbestätten und ist weltbekannt für seine Artenvielfalt und die heimische Tierwelt. Hier leben über 450 verschiedene Spezies, von Vögeln über Elefanten und bengalische Tiger bis hin zu Nashörnern und Krokodilen. Dies macht den Chitwan Nationalpark zu einem der größten Schätze des Landes.

Die Aktivitäten werden dir hier nicht ausgehen: Entscheide dich zwischen Jeep-Safaris, kulturellen Erlebnissen, Dschungelwanderungen und vielem mehr.

Tag 26: Zurück nach Kathmandu. Vom Bachhauli Bus Park geht es mit dem Touristenbus (der sehr leicht zu finden ist) wieder zurück nach Kathmandu. Die Busfahrt ist zwar lang, doch die Ausblicke machen dies definitiv wieder wett. Bring dir für die Fahrt allerdings auf jeden Fall genug Wasser und Snacks mit.

Tag 27: Flug über die Berge Kathmandus. Du bist wieder zurück in Kathmandu, wo deine Reise durch Nepal begonnen hat. Dieses Mal jedoch bist du hier, um das Dach der Erde zu sehen, denn in Kathmandu kann man den Flug mit der wohl besten Aussicht der Welt unternehmen: Einen Rundflug über den Mount Everest. Diese Flüge sind für Touristen gedacht und bieten durch extra große Fenster einen atemberaubenden Blick auf die höchste und eindrucksvollste Bergkette der Welt. Das Ganze beginnt und endet in Kathmandu und dauert etwa ein bis zwei Stunden.

Tag 28: Tschüss Nepal, Hallo Heimat! Leider hat alles einmal ein Ende, auch dieser unglaubliche Monat in einem der außergewöhnlichsten Länder der Welt. Doch glücklicherweise hast du ja immer noch die Option, dein Visum zu verlängern, wenn du noch nicht genug hast!

Dinge, die man in Nepal tun sollte

Dafür, dass es ein solch kleines Land ist, gibt es in Nepal doch erstaunlich viel zu sehen und zu tun. Berge, Dschungel, mittelalterliche Städte, freundliche Einheimische, unglaubliches Essen – es gibt eine Million Gründe, sich in Nepal zu verlieben. Wenn es zu Unternehmungen in Nepal kommt, ist eine Wanderung im Himalaya-Gebirge unvermeidlich, doch obwohl die Berge natürlich eine riesige Anziehungskraft auf Touristen ausüben, sind ihre imposanten Gipfel nicht das Einzige, das dieses wundervolle Land zu bieten hat. Die folgenden Städte und Dörfer solltest du bei einer Reise durch Nepal auf jeden Fall besuchen:

Kathmandu

Hier beginnt für die meisten Reisenden das Abenteuer Nepal. Mach dich gefasst auf eine Überforderung der Sinne, auf organisiertes Chaos und einen fast unerreichten Wow-Faktor. Es gibt hier so viele Dinge zu unternehmen, so viel leckeres Essen zu probieren und so viele neue Gewürze zu entdecken, dass Kathmandu zuerst ein bisschen überfordern kann, doch in nur kurzer Zeit wirst du lernen, genau das zu wertschätzen und zu lieben.

  • Thamel

Eine Gegend, die man bei einem Aufenthalt in der Hauptstadt auf jeden Fall erkunden sollte, ist Thamel. Es ist auch als Backpacker-Bezirk der Stadt bekannt und voll von tollen Bars, Läden, Hostels und Restaurants, in denen allen eine unglaublich energiegeladene Atmosphäre herrscht. Thamel ist auch perfekt, wenn man alleine reist und andere Backpacker kennenlernen möchte, die sich für die gleichen Dinge begeistern wie man selbst. Lerne von anderen Hostelbewohnern über die verborgenen Schätze Nepals, tausche Ideen aus, schließe lebenslange Freundschaften oder finde deine große Liebe – ich selbst habe meinen Verlobten in einem Hostel in Positano kennengelernt und dann zwei Jahre lang mit ihm die Welt bereist.

nepal backpacking - things to do - bike

📷@jessebellan

  • Durbar-Platz, Kathmandu

Der Durbar-Platz im Herzen der Altstadt von Kathmandu ist die bekannteste Sehenswürdigkeit der Stadt. Er ist einer von drei Durbar-Plätzen im Tal von Kathmandu und gehört zu den UNESCO-Weltkulturerbestätten. Hier stehen mehr als 50 Tempel, von denen einige schon im 12. Jahrhundert erbaut wurden. Das Wort „Durbar“ ist nepalesisch für „Palast“, und der Durbar-Platz war einst der Platz des königlichen Palastes der Malla.

Noch heute ist der Platz sehr belebt und voller Menschen, die die hiesigen Schreine anbeten und auf der Straße Waren anbieten. Beim großen Erdbeben im Jahr 2015, das große Teile Nepals verwüstete, erlitt die Südseite des Platzes jedoch leider große Schäden und viele der Tempel wurden zerstört.

Der Eintritt für diesen heiligen Ort inmitten der Stadt beträgt 1.000 NPR und du musst vermutlich deinen Pass oder eine andere Art von Ausweis vorzeigen, um eintreten zu dürfen. Du solltest zwei Regeln beachten, die beim Besuch einer jeden nepalesischen Gedenkstätte zu befolgen sind: Zieh dich sittlich an, zeig also nicht zu viel Haut, und berühre niemals den Kopf eines Kindes, da dieser in der nepalesischen Kultur als heilig und königlich angesehen wird.

  • Boudhanath Stupa

Boudhanath Stupa ist eine Weihstätte von 38 Metern Höhe und die größte kreisförmige Pagode der Welt. Sie ist außerdem das heilige Zentrum des Buddhismus in Nepal. Auf jeder Seite des Gebäudes sieht man ein Paar allsehender Augen Buddhas, die Bewusstsein symbolisieren.

Boudhanath Stupa wurde im 8. Jahrhundert entlang der damaligen Händlerroute von Tibet nach Nepal als eine Gebetsstätte für Reisende erbaut. Das Denkmal und seine Umgebung sind für nepalesische wie tibetanische Buddhisten heilig.

Um die Kraft dieses Bauwerks bestmöglich zu spüren, sollte man es entweder am frühen Morgen besuchen, oder wenn die Sonne untergeht und die gläubigen Buddhisten ihre Gebete absolvieren.

Das Stupa ist etwa 11 km vom Stadtzentrum entfernt gelegen und erlitt beim Erdbeben in 2015 ebenfalls Strukturschäden, aufgrund derer einige der religiösen Reliquien entfernt werden mussten, um weitere Schäden zu vermeiden.

nepal backpacking - Boudhanath Stupa

📷 Sushma Thapa

  • Pashupatinath-Tempel

Der Pashupatinath-Tempel ist ein weltbekannter und heiliger Hindu-Tempel in Nepal, der zu Ehren der Göttin Shiva am Ufer des Flusses Bagmati erbaut wurde.

Er ist der größte Hindu-Tempel des Landes und stets ebenfalls auf der Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätten. Jedes Jahr besuchen ihn Tausende von Menschen aus aller Welt um zu beten und mehr über die Hindu-Kultur zu erfahren. Pashupatinath ist allerdings mehr als nur eine religiöse Stätte, da seine Umgebung wundervolle Kunst und Kultur bietet und man hier außerdem viel über Frieden und Hingabe lernen kann.

  • Swayambhunath-Tempel

Der Swayambhunath-Tempel liegt auf einem Hügel westlich der Innenstadt von Kathmandu und ist bei Touristen oft unter dem Namen „Affentempel“ bekannt. Um zur beeindruckenden Struktur aus dem 5. Jahrhundert zu gelangen, muss man 350 Treppenstufen erklimmen.

Wie der Spitzname bereits verrät, leben in und um diesen Tempel Hunderte von Affen, die von den dort praktizierenden tibetischen Buddhisten und Hindus als heilig erachtet werden. Die nepalesische Legende besagt, dass Manjushree, der Bodhisattva der Weisheit, diesen Tempel erbaute, als sich die Läuse in seinem Haar plötzlich in die Affen verwandelten, die ihn noch heute bevölkern.

Der Ausblick von den Treppen auf das Tal von Kathmandu ist einfach atemberaubend, also halte auf jeden Fall deine Kamera bereit! Halte sie nur gut fest – die Affen sind ganz schön hinterlistig und klauen gerne alles, was sie kriegen können.

Pokhara

Pokhara ist eine sehr ruhige Stadt, die von Reisenden für ihre entspannte Atmosphäre und die Nähe zur Annapurna-Region geschätzt wird. Die folgenden Dinge solltest du bei einem Besuch unternehmen:

  • Wandern

An einem klaren Tag sieht man bereits im Stadtzentrum Pokharas das Panorama der Annapurna, einen der beeindruckendsten Anblicke des Landes. Pokhara stellt außerdem aufgrund seiner Nähe zum Annapurna Circuit schon seit Jahrhunderten einen Ausgangspunkt für Wanderer dar.

In Pokhara gibt es unzählige Reiseveranstalter, die dir dabei helfen, alles Nötige für eine Wanderung zu organisieren: Busse, Passierscheine, Reiseführer und Lastenträger. Sie können dir außerdem sagen, welche Route für dich am besten geeignet ist, wie der momentane Zustand der Wege ist, und was du in der Gegend auf keinen Fall verpassen solltest. Erkundige dich aufgrund der großen Konkurrenz am besten bei mehreren Reiseveranstaltern nach den Preisen, um sicherzustellen, dass du das beste Angebot findest – die Nepalesen feilschen nämlich um ihr Leben gerne.

  • Phewa-See

Im Herzen Pokharas liegt der Phewa-See, der zweitgrößte See des Landes und einer der Schätze der Region. Am Ufer lässt es sich perfekt entspannen, und das mit einem Blick auf beeindruckende Berge und die atemberaubende umliegende Landschaft. Viele Veranstalter bieten auch Bootstouren über den See an. Eine Runde Schwimmen im See ist leider trotz seiner Schönheit nicht zu empfehlen – das Wasser ist verschmutzt.

nepal backpacking - Phewa Lake

 @gregrhind

  • Meditation / Yoga-Retreats

Die meisten Reisenden, die ein Yoga-Retreat absolvieren möchten, zieht es nach Bali, doch auch Nepal ist hierfür perfekt geeignet. Es gibt in Pokhara verschiedene Yoga- und Meditationskurse für Anfänger wie Profis. Viele Reisende kommen beispielsweise für das 10-tägige Vipassana, ein Meditations-Retreat, während dessen kompletter Dauer das Sprechen untersagt ist.

  • Essen

Wenn du uns auch nur ein bisschen ähnlich bist, dann spielt für dich Essen beim Reisen eine große Rolle und leckere Mahlzeiten stellen einige der Highlights deines Trips dar. In Pokhara wird man diesbezüglich mit jedem Budget fündig: Es gibt unzählige tolle Restaurants und Cafés am See und in der Stadt, also begib dich auf eine Erkundungstour und koste dich durch!

Bandipur

Bandipur ist eine entspannte und ruhige Hügelstadt in der Tanahun-Region Nepals. Sie liegt zwischen Kathmandu und Pokhara und ist daher perfekt für einen Zwischenstopp, wenn man lieber zwei kürzere Busreisen auf sich nimmt als eine lange. In Bandipur geht es nicht um Abenteuer und Adrenalin, sondern um Entspannung und innere Ruhe. Erkunde dazu beispielsweise die folgenden Orte:

  • Bandipur-Bazar

Im Herzen Bandipurs liegt der Bandipur-Bazar, und wenn du über dessen Schwelle trittst, fühlt sich das an wie ein Schritt in die Vergangenheit. Dies ist kein typischer Touristen-Bazar mit Souvenir-Shops und Menschenmassen, sondern eine beeindruckende Sammlung von Kunst, Gebäuden und beschäftigten Einheimischen. Der Bazar bietet einen tollen Einblick in das Leben der Einheimischen, ganz ohne das Chaos und Gedränge Kathmandus.

nepal backpacking - puppet

📷 @lauramendez5

  • Gurunche-Hügel

Der Gurunche-Hügel ist einer der besten Orte, um den Sonnenuntergang in Bandipur zu erleben. Frag am besten einen Einheimischen nach dem Weg dorthin. Der Aufstieg selbst ist nicht zu anstrengend und dauert etwa 25 Minuten. Wenn du auf dem Hügel angelangt bist, wirst du mit einer unglaublichen Aussicht belohnt, außerdem steht hier ein kleiner Tempel für die Göttin des Lichtes. Entspann dich und genieße einen beeindruckenden Sonnenuntergang über Bandipur.

Wandern in Nepal

Obwohl alle dieser Orte natürlich wunderschön sind, wäre kein Nepal-Guide vollkommen, wenn er nicht betonen würde, dass dieses kleine Land das wohl weltbeste zum Wandern ist. Jedes Jahr zieht Nepal Tausende von Wanderern an, die die unglaubliche Natur erleben wollen, doch es kann schwierig sein, sich für die richtige Wanderung zu entscheiden. Nichtsdestotrotz ist das doch mal ein schönes Dilemma, und egal wie du dich entscheidest, wirst du es vermutlich nicht bereuen.

Aufgrund der Sicherheitsbedenken ist es nie zu empfehlen, alleine zu wandern, egal wie fit oder erfahren man ist. Wenn du alleine reist, musst du dir jedoch keine Sorgen machen, denn du findest in Nepal ganz einfach eine Begleitung für deine Wanderung. So organisieren die meisten Reiseagenturen beispielsweise Gruppenwanderungen, oder du fragst einfach die anderen im Hostel, ob sie nicht mit dir wandern gehen wollen – wenn sie durch Nepal reisen, ist die Wahrscheinlichkeit nämlich ziemlich hoch, dass das sowieso auf ihrer Bucket-Liste steht! Wenn du kein Fan von größeren Gruppen bist, kannst du auch einfach nur mit einem Guide alleine wandern. Sie kennen sich super aus, haben viel zu erzählen und sind immer eine gute Gesellschaft.

nepal backpacking - trekking

Bevor du dich in die Berge aufmachst, benötigst du zunächst gewisse Passierscheine. Der wichtigste ist die sogenannte TIMS-Karte (Trekkers‘ Information Management Systems), die 2.000 NRP kostet und für alle Wanderungen in Nepal benötigt wird. Für manche Wanderrouten gibt es dann noch zusätzliche Passierscheine, deren Preise variieren.

Eine TIMS-Karte kannst du im nepalesischen Tourismusbüro in Kathmandu beantragen. Wenn du sie beantragst, wird man dich nach einigen Dingen wie Notfallkontaktnummer, Wanderroute, Versicherungsdaten und Wanderdaten fragen. Die Angestellten im Tourismusbüro sind schnell, effizient und freundlich und helfen dir bei all deinen Fragen oder Problemen, beispielsweise wenn du unsicher bist, welche Passierscheine du benötigst.

Jetzt bist du eigentlich bereit für deine Wanderung, doch bevor es losgeht, solltest du dir einmal kurz die folgenden Fragen stellen:

  • Welchem Schwierigkeitsgrad willst du dich aussetzen?
  • Wie viele Tage möchtest du wandern?
  • Musst du beim Reisen Geld sparen?
  • Möchtest du lieber abseits der Wege wandeln oder die klassischen Treks absolvieren?
  • Welche Jahreszeit herrscht momentan? Manche Wanderungen lassen sich beispielsweise nicht während der Monsunzeit absolvieren.

Jeder wird seinen Senf dazugeben wollen, wenn es darum geht, für welche Wanderung du dich entscheidest, insbesondere die Angestellten der Reiseagenturen in Kathmandu. Im Endeffekt geht es jedoch einfach darum, was du möchtest und was am besten zu dir passt.

Nachdem du dir die obengenannten Dinge durch den Kopf hast gehen lassen, ist es dann tatsächlich an der Zeit, dich zu entscheiden. Die große Auswahl überfordert dich? Keine Angst, wir haben ein paar unser Lieblings-Wanderrouten durch Nepal für dich zusammengefasst, damit du hoffentlich genug Informationen hast, um dich für eine zu entscheiden.

Everest Base Camp Trek – 12 Tage

Was könnte schöner sein, als den höchsten Berg der Welt in aller Pracht vor sich emporragen zu sehen? Der Everest Base Camp Trek ist eine unglaubliche Erfahrung, die dich sprachlos machen wird und die du niemals vergessen wirst. Bei dieser Wanderung hast du die Wahl, in Gasthäusern, Teehäusern oder Lodges unterzukommen.

Diese Wanderung ist ohne Zweifel eine der tollsten der Welt, und in den Fußstapfen legendärer Bergsteiger zu wandern ist ein unglaubliches Gefühl.

Das Base Camp befindet sich auf 5.600 Höhenmetern und der Weg dorthin ist als „mittelschwer“ eingestuft. Man benötigt lediglich die TIMS-Karte und keine zusätzlichen Passierscheine.

nepal backpacking - Everest base camp trek

📷 Ted Bryan Yu 

Annapurna Circuit Trek – 13/15 Tage

Ein andere weltbekannte Wanderroute ist der Annapurna Circuit Trek, der eine große Vielfalt an unterschiedlichen Terrains umfasst. Hier wandert man durch den Dschungel und üppig bewachsene Täler, sieht hohe Berge und steile Gipfel und lernt in den Dörfern auf dem Weg wundervolle Einheimische kennen.

Mit dem Annapurna Circuit kann man nichts falschmachen, denn er ist nicht ohne Grund so beliebt. Man wandert bis auf 5.146 Höhenmeter und er ist ebenfalls als „mittelschwer“ eingestuft. Zusätzlich zur TIMS-Karte benötigst du noch einen ACAP-Passierschein.

Poon Hill Trek – 3/6 Tage

Wenn du dir eine Wanderung nicht entgehen möchtest, aber nicht viel Zeit hast, dann ist der Pool Hill Trek die perfekte Wahl. Diese Wanderung ist für Anfänger perfekt geeignet und bietet dir atemberaubende Blicke auf die Dhaulagiri-Bergkette und die Annapurna-Region.

Sie führt bis auf 3.210 Höhenmeter, wird als „einfach“ eingestuft und du benötigst nur die TIMS-Karte.

Annapurna Base Camp Trek – 6/11 Tage

Diese Wanderung bringt dich zum Basiscamp des Mount Annapurna und führt durch malerische Landschaften, Täler und Dörfer. Verglichen mit einigen der anderen Wanderungen führt der Annapurna Base Camp Trek nicht so hoch hinaus, weswegen er gerade für diejenigen perfekt sein kann, die Probleme mit Höhenkrankheit haben.

Das Base Camp liegt auf 4.320 Metern und der Trek wird als „mittelschwer“ eingestuft. Man benötigt ebenso wie beim Annapurna Circuit eine TIMS-Karte und einen ACAP-Passierschein.

nepal backpacking - Annapurna base camp trek

📷 @virgin925

Langtang Trek – 7/12 Tage

Der Langtang Trek gehört dank seiner genialen Aussichtspunkte mit bestmöglicher Sicht über die Annapurna-Region ebenfalls zu den beliebtesten Wanderungen. Hier passiert man unter anderem wunderschöne Gletscher und hat außerdem eine regelrechte Panorama-Aussicht auf das umliegende Gebirge.

Der Trek führt auf bis zu 4.984 Höhenmeter und wird als „mittelschwer“ eingestuft. Man benötigt nur die TIMS-Karte.

Das nepalesische Essen

Du bist vermutlich ziemlich neugierig auf das nepalesische Essen. Dank seiner Lage erinnert es an das seiner Nachbarstaaten Indien und Tibet, doch darüber hinaus zeichnet es sich durch außergewöhnliche und einzigartige Gewürze und Gerichte aus. Das hiesige Essen ist unglaublich lecker, nichtsdestotrotz möchte ich dir ein bisschen darüber erzählen, was dich erwartet.

Zuerst sei gesagt, dass Nepal ein perfektes Reiseland für Vegetarier ist, da die meisten Gerichte hauptsächlich aus Reis, Linsen und Kichererbsen bestehen. Die meisten Nepalesen sind Hindus und essen daher kein Rindfleisch, sodass allein dadurch bereits viele typische Gerichte vegetarisch sind. Zusätzlich sei zu erwähnen, dass nepalesisches Essen stark gewürzt ist – wenn man selbst nicht viele (bzw. starke) Gewürze gewöhnt bist, kann das einen zunächst überfordern, bis man beginnt, den Geschmack wertzuschätzen.

Die folgenden fünf Gerichte solltest du bei einer Reise durch Nepal auf jeden Fall probieren.

  • Dhal Bhat

Dhal Bhat ist das bekannteste Essen Nepals und du wirst es zweifellos viele Male zu dir nehmen, vor allem, wenn du häufig bei Einheimischen unterkommst. Es besteht aus Linsensuppe, Reis und unglaublich leckerem Curry-Gemüse und wird vermehrt in Teehäusern und Gasthäusern entlang der Wanderrouten serviert.

nepal backpacking - Dhal bhat

📷 Shinya Ichinohe on Flickr

  • Momos

Momos sind eine weitere Spezialität Nepals und ebenso ein Favorit unter Reisenden. Sie entspringen dem tibetanischen Einfluss und man beschreibt sie am besten als nepalesische Dumplings, also Teigtaschen gefüllt mit Fleisch (oft Büffel) oder Gemüse. Man findet sie im ganzen Land und sie eignen sich perfekt als Nachmittagssnack. Es gibt sie als gebratene und gedämpfte Version und manchmal werden sie auch als Einlage im Curry serviert, also probiere sie am besten in so vielen Varianten wie möglich.

  • Lassi

Lassi ist ein beliebter, süßer Joghurtdrink, der unglaublich lecker, einfach und erfrischend ist. Man kann Lassi überall in den Städten an Straßenständen kaufen, doch solltest du darauf achten, nachzufragen, ob es mit gereinigtem Wasser hergestellt wurde, um Krankheiten zu vermeiden.

  • Pulao

Reis ist die Grundlage der meisten nepalesischen Gerichte, daher gibt es natürlich auch hier eine Variante des gebratenen Reis: Pulao. Dieser wird mit Kurkuma und Kumin gewürzt und oft mit Joghurt und Pappadums serviert, meistens in der vegetarischen Variante.

  • Thukpa

Thukpa ist eine dickflüssige Nudelsuppe mit entweder Fleisch, Eiern oder nur Gemüse. Die Brühe wird aus verschiedenen Fleischsorten wie Yak, Ziege, Lamm und Hühnchen hergestellt und die Suppe erinnert sowohl an die tibetanische wie auch chinesische Küche.

Thukpa ist perfekt für kalte Wintertage, da es von innen wärmt. Wir können uns gut vorstellen, dass du dieses klassische Wohlfühlessen im Laufe deiner Reise mehr als einmal zu dir nehmen wirst.

Die nepalesische Kultur und Bräuche

Das nepalesische Volk und seine Religion(en)

Wenn du nach Nepal reist, solltest du zunächst wissen, wie man die Einheimischen begrüßt. Für eine typische nepalesische Begrüßung legst du beide Hände wie zum Gebet zusammen und sagst „Namaste“.

Das nepalesische Volk ist sehr spirituell, die Spiritualität ist quasi einer der Hauptzüge ihres Lebensstils. Es gibt keine landesübergreifende Religion, doch ein Großteil der Einwohner identifiziert sich als Hindu – was es jedoch manchmal nicht ausschließt, dass sie nebenbei noch den Buddhismus praktizieren.

nepal backpacking - Nepalese people and religion in Nepal

📷 Sebastian Pena Lambarri

Bei Besuchen in Tempeln, Stupas und anderen religiösen Stätten solltest du immer darauf achten, die nepalesische Kultur und ihre Bräuche zu respektieren. Wähle also angemessene Kleidung, wenn du weißt, dass du im Laufe des Tages einen Tempel oder eine Gebetsstätte betrittst – bei Frauen bedeutet das bedeckte Knie und Schultern und bei Männern lange Hosen und keine Tanktops, egal, wie warm es ist.

Wenn du Nepal mit deinem Partner/deiner Partnerin bereist, solltet ihr stets darauf achten, eure öffentlichen Liebesbekundungen aus Respekt für die Einheimischen auf ein Minimum zu beschränken, da diese in ihrer Kultur in den privaten Rahmen gehören.

Etwa 80 % der Bevölkerung identifizieren sich als Hindu, 10 % als Buddhisten und der Rest als Muslime, Christen oder Angehörige anderer Religionen. Der buddhistische Glaube ist hierbei in Regionen mit tibetanischem Einfluss am stärksten verbreitet. In Nepal gab es noch nie größere religiöse Konflikte, weswegen auch zwischen den unterschiedlichen Glaubensrichtungen Respekt herrscht. Spiritualität ist der Mittelpunkt des nepalesischen Lebensstils, was der Hauptgrund dafür ist, dass in Nepal die Grenzen zwischen Hinduismus und Buddhismus oft verschwimmen.

Ist Nepal sicher?

Klassische Medienanstalten berichten häufig über die Gefahren von Reisen durch Nepal und andere Entwicklungsländer, doch seien wir doch mal ehrlich, Gefahrenpotential gibt es überall, selbst in deiner Heimatstadt. Steh dir also nicht selbst im Weg, indem du ein wundervolles Land nur deswegen nicht bereist, weil du ein paar negative Geschichten gehört hast.

Also, ist Nepal sicher? Nepal ist ein warmer und herzlicher Ort voller großzügiger und freundlicher Menschen. Die Nepalesen glauben stark an Karma, das heißt sie sind der Meinung, dass alles, was man tut, irgendwann auf einen selbst zurückreflektiert.

Bagatelldelikte wie Diebstahl kommen leider trotzdem immer wieder vor, also achte (wie bei jeder Reise) gut auf deine Wertsachen und stelle sie nicht zu sehr zur Schau. Hierzu zählen eine tolle Kamera, wertvoller Schmuck, ein teures Smartphone und natürlich dein Geldbeutel. Die meisten Reisenden erleben glücklicherweise nichts dergleichen während ihres Nepalaufenthalts, nichtsdestotrotz sollte man immer vorsichtig und verantwortungsbewusst sein und auf seine Umgebung achten.

Nepal hat oft Probleme mit der Stromversorgung, weswegen es immer mal wieder städteweite Stromausfälle gibt. Für eine solche Situation ist es sehr praktisch, immer eine Taschenlampe dabeizuhaben, falls man sich gerade in einer dunkeln Gegend befindet, wenn es passiert. Natürlich sollte man hierbei noch mal betonen, dass es absolut keine gute Idee ist, jemals während eines Stromausfalls alleine in der Stadt unterwegs zu sein, doch das trifft natürlich auf jede Stadt weltweit zu.

Solche Stromausfälle sind natürlich auch verantwortlich für schlechtes Internet und mangelhaften WLAN-Empfang, was es mitunter etwas erschweren kann, mit den Liebsten zuhause zu kommunizieren. Um zu vermeiden, dass diese sich Sorgen machen, ist es daher immer ratsam, ihnen für den Fall der Fälle einen detaillierten Reiseplan zukommen zu lassen. Außerdem kannst du dir eine Prepaid-SIM-Karte fürs nepalesische Netz kaufen, damit dein Handy noch immer erreichbar ist, auch wenn du dich in ländlichen Gegenden ohne WLAN befindest.

Eines der gefürchtetsten möglichen Probleme ist Diarrhoe. Diese kann von schlechten sanitären Bedingungen verursacht werden, also solltest du beim Essen und Trinken stets auf Sauberkeit achten. Auch wenn Diarrhoe im Normalfall nicht ansteckend ist, birgt sie doch einige Risiken wie beispielsweise Dehydration. Achte daher darauf, in deinem Erste-Hilfe-Kit auch Rehydratationslösung oder Elektrolyttabletten mitzunehmen, denn selbst die erfahrensten Backpacker können einmal in diese missliche Lage geraten! Denk außerdem immer, wirklich immer daran, eine Reiseversicherung abzuschließen, um die Kosten für etwaige Krankenhausbehandlungen, Notfallheimführungen und verlorene/gestohlene Wertgegenstände erstattet zu bekommen.

Reisetipps für Nepal

Impfungen für Nepal

Die empfohlenen Impfungen für Nepal sind Hepatitis A, Typhus, Masern und Meningitis. Sprich rechtzeitig vor Abflug mit deinem Hausarzt oder einem Reisearzt, um auf dem neuesten Stand zu sein, und stell sicher, dass du für alle Abschnitte deiner Reise geschützt bist. Denn wie man so schön sagt – better safe than sorry.

Nepal ohne Begleitung bereisen

Weibliche Reisende ohne Begleitung werden in Nepal oft Opfer unerwünschter Annährungen, meist in Form von Anmachsprüchen oder selbst großer Gesten wie Heiratsanträgen. Wenn du alleine durch Nepal reist, solltest du stets in Hostels unterkommen und dich mit anderen Solo-Reisenden zusammentun. Keine Angst, in Hostels bist du niemals alleine!

Wenn du eine Wanderung planst und keine Begleitung hast, ist es eine gute Idee, einen Guide zu engagieren. Dabei müssen wir leider erwähnen, dass es in Nepal immer wieder Vorkommnisse gibt, bei denen Solo-Reisende spurlos verschwinden. Zieh daher nur mit einem Guide los, mit dem du dich hundertprozentig wohlfühlst. Triff dich mit mehreren, frage sie nach ihrer Familiengeschichte, Referenzen und Ausweis, und gib Namen und Kennzeichen an deine Notfallkontakte weiter.

nepal backpacking - mountains - girl in red coat

📷 @jessebellan

Freiwilligenarbeit in Nepal

Nepal leidet noch immer unter den Nachwirkungen des verheerenden Erdbebens im Jahr 2015, doch die Touristenbezirke wurden mit Hilfe Einheimischer und freiwilliger Helfer aus aller Welt größtenteils bereits wiederaufgebaut und repariert. Nichtsdestotrotz können große Teile des Landes noch helfende Hände gebrachen, die sie beim Wiederaufbau der zerstörten Gebiete unterstützen. 8.000 Menschen verloren beim Erdbeben ihr Leben, hunderttausende wurden verletzt und unzählige verloren ihre Häuser, Familien und Gebetsstätten. Ganze Dörfer wurden innerhalb von Minuten zerstört, bis nichts als Trümmer zurückblieben. Um die restlichen Auswirkungen dieses katastrophalen Desasters zu beheben, ist Freiwilligenarbeit in Nepal immer eine gute Idee.

Projects Abroad bietet Volunteer-Programme auf der ganzen Welt an. Es bietet dir die perfekte Hilfestellung bei der Hilfe nach möglichen Projekten, sodass du deine Freiwilligenarbeit problemlos im Voraus planen kannst. Im Rahmen von Projects Abroad kannst du unter anderem helfen, zerstörte Schulen und Wohnhäuser wiederaufzubauen und Kinder in Not schulisch zu unterstützen, oder du kannst medizinische Praktika absolvieren oder dich für gefährdete Tierarten einsetzen. Bei einer solch großen Auswahl findest du auf jeden Fall etwas nach deinem Geschmack, das auch zeitlich in deinen Plan passt. Wenn du dir nicht sicher bist, wo du anfangen willst, helfen dir die freundlichen Mitarbeiter dabei, das perfekte Projekt zu finden. Schick ihnen einfach eine E-Mail und schon hast du den ersten Schritt getan, um dich ehrenamtlich zu engagieren.

Der Tourismus bringt zwar (glücklicherweise) Gelder nach Nepal, doch leider hat er auch negative Folgen wie zurückgehende Wälder an vielbegangenen Wanderrouten und einen Anstieg des Menschenhandels. Wenn du Freiwilligenarbeit in Betracht ziehst, solltest du stets überlegen, welche deiner Kenntnisse besonders hilfreich sind. Man sollte stets eine Leidenschaft für das haben, was man tut, und sicherstellen, dass die Organisation, für die man arbeitet, dieselben Werte vertritt wie man selbst.

Hunderte von Freiwilligen machen sich jedes Jahr nach Nepal auf, um in der Erhaltung und Entwicklung zu helfen. Tolle Organisationen sind beispielsweise:

  • Child Rescue Nepal unterstützt Kinder, die verlassen, missbraucht oder als Sexsklaven verkauft wurden
  • Community Action Treks bietet verschiedene Arten von Wanderungen an und unterstützt mit seinen Erträgen nepalesische Gemeinden
  • Helping Hands sendet Freiwillige an medizinische Institutionen in ganz Nepal
  • Rural Assistance Nepal organisiert Praktika und Freiwilligenarbeit in Bildungs- und Gesundheits-Institutionen in Nepal

Falls du fließend Englisch sprichst (oder es deine Muttersprache ist), könntest du auch in Nepal Englisch unterrichten. Es gibt einige Kurse, bei denen du das TEFL-Zertifikat erhältst (Teaching English as a Foreign Language) – entweder online oder vielleicht ja sogar in deiner Heimatstadt. Englisch zu lehren kann extrem befriedigend sein und ist außerdem ein guter Weg, Freundschaften zu schließen und die Kulturen und Bräuchen eines anderen Landes kennenzulernen.

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About the author

My name is Louis Cuthbert and I’ve been travelling the globe for the last two and a half years documenting my adventures. Follow me on Instagram @one_globe_travels.

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Über den Autor

Sarah Heuser

All time tanned German with an obsession for beaches, sunsets and cheese. Social Media & Content Executive and #HostelworldInsider at Hostelworld. 🌎 Favourite place on earth: Melbourne - Australia 🐨 Favourite hostel: The Ritz, St Kilda 🌊 Find me on Instagram @sarahheu

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