Paris mon amour – 6 Tipps für die Stadt der Liebe

Paris mon amour – 6 Tipps für die Stadt der Liebe

Von Christina Seitz

Die Klischees über Paris stimmen: Paris ist voller „Amour“, voller „Chique“ und „Bissous Bissous“. Aber Paris ist noch viel mehr. Wer die Sacré Coeur, den Tour d’Eiffel und den Louvre links liegen lässt, kann die französische Hauptstadt abseits des Mainstreams erleben. Wir haben sechs Tipps, die dich das Pariser Zentrum (neu) entdecken lassen.

1. Die Sonnenseite genießen

Bei schönem Wetter bietet es sich an durch die Straßen zu wandeln und besondere Ecken zu entdecken. So zum Beispiel die Große Pariser Moschee, „Grande Mosquée de Paris“. Der wunderschön gestaltete und stimmungsvolle Innenhof ist genauso sehenswert wie das integrierte Restaurant, der Tee Salon und das Hammam. Hier kann man einige schöne Stunden verbringen.

Der „Jardin Albert Khan“ ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Hier treffen unterschiedliche Gartengestaltungen aus verschiedenen Kulturen aufeinander. Die französische trifft auf die japanische Gartenkunst und reiht sich so neben einen englischen Garten und diverse kleine Wälder ein. Auf vier Hektar kann man mitten in Paris durch die verschiedenen Auslegungen der Gartengestaltung reisen. Wer im Grünen bleiben will, lässt sich im „Parc Buttes Chaumont“ nieder. Der mit Abstand schönste Park in Paris bietet eine Fülle an Blumen, Brücken, Flüssen, Hügeln und Wiesen. Der märchenhaft anmutende Park lädt zum Entspannen und Picknicken ein.

Wer Geschichte zum Anfassen schätzt, ist im „Bercy Village“ richtig. Kleine Weinlagerhäuser, gepflasterte Gassen und Schienen auf denen Weinfässer transportiert wurden, prägen das Bild. In den kleinen Häusern aus dem 19. Jahrhundert sind Shops und Lokale untergebracht. Beim Umherwandeln vergisst man gerne, dass man sich in einer Millionen-Stadt befindet.

Altstadt-Feeling kommt auch beim Besuch des „Village St. Paul“ im bekannten „Marais-Viertel“ auf. In den kleinen Gassen findet man viele Künstler und Designer sowie Shops die sich auf Antiquitäten spezialisiert haben. Die gemütlichen Cafés laden zum ruhigen Entspannen ein. Man sollte auf jeden Fall viel Zeit zum Stöbern und Flanieren mitbringen.

2. Abwechslungsreiches Schlechtwetterprogramm

Sollte das Wetter mal nicht so mitspielen, kann man sich in verschiedene Museen zurückziehen und dabei besondere Kunstwerke oder historische Exponate auf sich wirken lassen. Im „Musée Carnavalet“ wartet die Geschichte Paris darauf, von dir ergründet zu werden. Nicht nur das Gebäude, in dem das Museum untergebracht ist, ist ein optischer Gaumenschmaus. Der reich bepflanzte und gestaltete Innenhof bildet einen tollen farblichen Kontrast zu den alten Steinmauern. In dem mehrstöckigen Palais sind archäologische Exponate, Modelle, Gemälde, Skulpturen, Möbelstücke, Schmuck, Plakate und Fotografien ausgestellt, die die Pariser Geschichte nachzeichnen.

Das „Musée de l’Orangerie“ beherbergt eines der monumentalsten Werke von Claude Monet. In zwei Räumen hängen die berühmten Wasserlilien an den Wänden. Auf Bänke, in der Mitte der ovalen Räume, kann man das überdimensionale Werk betrachten und auf sich wirken lassen. In den anderen Räumlichkeiten des Museums finden sich regelmäßig wechselnde Ausstellungen. Im „Musée de la chasse et de la nature“ finden sich Ausstellungsstücke zu dem Thema Jagd und Natur. In dem etwas kurios anmutenden Museum reihen sich ausgestopfte Tiere neben gemalte Jagdszenen. Muss man mögen, ist aber auf jeden Fall einen Besuch wert.

Ein besonderes Highlight ist die Metro-Station „Arts et Metiers“. Die mit Kupfer verkleideten Wände und mit Bullaugen ausgestattete Station erinnert an ein U-Boot. Hier kreuzen sich die Linien 3 und 11 und man kann anschließend das „Conservatoire National des Arts et Métiers“, eine der Prestige-Hochschulen Frankreichs, besichtigen.

3. Savoir-vivre – Nimm die französische Lebensfreude in dich auf

Die Pariser lieben ihre Cafés und Bistrots. Hier kann man Stunden verbringen, ein Buch lesen, sich mit Freunden treffen, Kaffee oder Tee trinken und kleine Häppchen verspeisen. Besonders gut geht das im „La Fourmi Ailée“. Das gemütliche Bistrot, einen Katzensprung von „Notre Dame“ entfernt, bietet eine kleine aber feine Karte mit klassischer französischer Küche und eine große Auswahl an exquisiten Tee-Kreationen.

Immer wieder getestet und für gut befunden, sind die Falafel im „L’As du Fallafel“ im Herzen von Marais, dem jüdischen Viertel von Paris. Das koshere Lokal macht angeblich die besten Falafel der ganzen Stadt. Ob das stimmt kann man wohl nur herausfinden, wenn man die kleinen Kichererbsen-Bällchen selbst probiert. Das Lokal ist sehr bekannt und beliebt, dementsprechend groß ist der Andrang zu den Stoßzeiten am Mittag und am Abend.

Das „Aux Folies“ ist eines der klassischen Cafés in Paris, mit einem Hang zum künstlerisch-ausgeflippten. In einer der verrücktesten Straßen gelegen, kann man hier in der Sonne einen „Café-au-Lait“ genießen während man die bunt besprayte Straße bewundert. In den Wäncen ist auch die ein oder andere Barbie Puppe eingemauert.

Eine Mischung aus Gewächshaus, Museum und Antiquitätenladen ist das „Le Comptoir Général“. Das Lokal liegt direkt am „Canal St. Martin“ und ist die perfekte Wahl für eine laue Sommernacht. Die coole Bar und sehr gute Küche versprühen einen leichten Boho-Charme. Das günstige Bier und die Live-Musik machen das Lokal zusätzlich attraktiv.

4. Nimm dir Zeit zum Stöbern

Ein Buchladen der besonderen Art versteckt sich hinter dem Namen „Shakespeare and Company“. In dem verwinkelten aber zuckersüßen Geschäft kommen Bücherliebhaber voll auf ihre Kosten. Das Durchstöbern kann mitunter schon Stunden in Anspruch nehmen. Dabei können aber einige Schätze entdeckt werden, was die Auswahl nicht erleichtern wird. Wer eine Stärkung braucht, kann sich im angeschlossenen Café mit diversen Getränken und kleinen Snacks versorgen.

Die Vintage-Shops in „Marais“ sind bunt und zahlreich vorhanden. Jedes Geschäft hat seine Kleinode, hier einen Favoriten auszumachen fällt schwer. Am besten ist es, durch „Marais“ zu schlendern und sich von einem Shop zum anderen durchzuprobieren. Hier versorgen sich auch die modebewussten Pariser mit Unikaten. Ob Kleidung, Accessoires oder Deko, das Angebot ist reichlich und das Stöbern macht sehr viel Spaß.

Im „Citadium“ finden Shopping-wütige viele bekannte Marken unter einem Dach. Auf den halbkreisförmigen Etagen werden sowohl Frauen als auch Männer fündig. In dem beliebten Shopping-Center gibt es eine Fülle an den aktuellsten Schuh- und Kleidungstrends, aber auch allerlei hippen Kleinkram.

5. Mach die Nacht zum Tag

Wer am Abend noch Energie übrig hat, muss auf alle Fälle das Pariser Nachtleben auf die Probe stellen. Für die folgenden Tipps lohnt sich, das lange Aufbleiben ganz bestimmt.

Der Abend beginnt in der gemütlichen „Onze Bar“, die ihren Wohnzimmerflair der bunten Möblierung verdankt. Bei regelmäßiger Livemusik, entspannten Besitzern aus Südfrankreich und fairen Preisen lässt es sich gut aushalten.

Im „Le pantalon“, einer urigen Bar mit günstigen Preisen, fühlen sich besonders Studenten wohl. Nicht umsonst, fließt der „Kir Royal“ hier reichlich. Einfach der perfekte Ausgangspunkt für eine lange Partynacht.

Weiter geht’s in das „Truskel“, eine Mischung aus Irish-Pub und Club. Die Einrichtung orientiert sich an dem Pub-Stil, die Öffnungszeiten und die Tanzfläche erinnern an einen Club. Der Spagat gelingt hervorragend und das Publikum ist dadurch bunt gemischt. Auf jeden Fall treffen sich hier eine Menge Feierfreudige und tanzen die Nächte zu Livebands oder DJ-Sets durch.

Auf der Seine liegt ein rotes Schiff namens „Le Batofar“ das zum Feiern einlädt. Der Fokus liegt auf „Drum and Base“ beziehungsweise „Electro Musik“. Vom Innenraum des Schiffes kann man auf das Deck wechseln, wo im Sommer schon am Nachmittag aufgelegt wird. Wundere dich nicht, wenn es dir schon nach einem Glas Wein so vorkommt, als wärst du beschwipst – das Schiff schunkelt, wenn viele Leute darin tanzen. Nichts für Seekranke! 🙂

6. Übernachten wie Gott in Frankreich

In Paris gibt es Übernachtungsmöglichkeiten für jedes Budget und nach oben hin gibt es kaum Grenzen. Daher verraten wir euch vier Hostels, die besonders für den kleinen Geldbeutel geeignet sind, aber trotzdem einiges zu bieten haben. Zum Beispiel das „Les Piaules“ (siehe Bild unten), welches vor kurzem neu eröffnet wurde. Das, in einem Art-Deco-Gebäude untergebrachte, Hostel ist nur zehn Minuten vom Zentrum entfernt. Im Hostel selbst ist auch eine coole Bar mit französischen Spezialitäten und eine geniale Dachterrasse untergebracht.

In der Nähe des Gare du Nord Bahnhofs und Montmarte liegt das „Vintage Hostel“ (siehe Bild unten). Das stylishe Hostel ist genau das Richtige für sportlich interessierte Reisende. Mit anderen Gästen kann man Tischfußball spielen oder im angeschlossenen Fitnessstudio an der eigenen Kondition arbeiten. Ein besonderes Highlight sind die kleinen Balkone, mit denen manche der bunt-eingerichteten Zimmer ausgestattet sind.

Ebenfalls in der Nähe des Gare du Nord liegt das modern eingerichtete Hostel „St. Christophers Inn“ (siehe Bild unten). In den Schlafsälen sorgen Vorhänge an den Betten für zusätzliche Privatsphäre. Das Frühstück ist gratis und die im Hostel integrierte „Belushi Bar“ lockt mit amerikanischen Spezialitäten, Cocktails und jeder Menge Partystimmung. Hier fühlen sich besonders gesellige Reisende wohl.

Das älteste Pariser Hostel, „The 3 Ducks Boutique Hostel“ (siehe Bild unten), liegt einen zehnminütigen Spaziergang vom Eiffelturm entfernt. Nach einer umfangreichen Renovierung wurde jedes Zimmer in einer anderen Farbe oder mit einem besonderen Wand-Design gestaltet. Die charmante Terrasse lädt zum Verweilen und Entspannen ein. Hier kannst du auch das umfangreiche und leckere Frühstück genießen, welches im Zimmerpreis inkludiert ist.

Vielen Dank an Moyan Brenn, Chris Yunker, Luigi Morante, LWYang, Dious, Georgios MichaelogiorgakisAlexandre Duret-Lux und Christoph Bauer.  

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Über den Autor

Viktoria Troescher

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