Über den Gringo Trail hinaus: Die 16 besten Orte für das ultimative Peru-Erlebnis

Über den Gringo Trail hinaus: Die 16 besten Orte für das ultimative Peru-Erlebnis

Schneebedeckte Bergspitzen, weiche Sandstrände, tiefer Dschungel – nicht umsonst wird Peru häufig als Land der Kontraste bezeichnet. In Peru begibst du dich auf ein Abenteuer, das du nicht so schnell vergessen wirst – und du wirst deine Entscheidung definitiv nicht bereuen. Im früheren Reich der Inkas kann man heute nicht nur geheimnisvolle Ruinen und  atemberaubende Landschaften bestaunen, man wird auch ganz nebenbei von diesem vielfältigen Land und seinen Leuten verzaubert. Peru hat sehr viel mehr zu bieten als die (zugegebenermaßen sehr beeindruckende) Inkastadt Machu Picchu und es lohnt sich definitiv, mehr Zeit für einen Aufenthalt dort einzuplanen, um möglichst viel vom Land erkunden zu können. Und was lohnt sich dabei ganz besonders? Wir führen dich durch die schönsten Sehenswürdigkeiten und Reiseziele des Landes, die dir zeigen, warum es sich lohnt, nicht nur die klassische Südroute zu bereisen, sondern es zu wagen, den ausgetretenen „Gringo Trail“ zu verlassen. Lerne eine andere Seite Perus kennen, die nur wenige Reisende zu sehen bekommen! Bist du bereit?

Begrüße unsere südamerikanischen Lieblinge – Lamas

1. Lima

Viele Backpacker und Touristen machen den Fehler, nach ihrer Ankunft in Lima gleich am nächsten Tag Richtung Süden aufzubrechen und lassen sich damit so einiges entgehen! Denn Peru ist gerade dabei, die kulinarische Welt zu erobern und nirgendwo kann man seine besondere Küche so gut entdecken wie in Lima. Tauche ein in Limas Restaurantszene und probiere typische Gerichte, wie Ceviche, ein in Limettensaft mariniertes Fischgericht oder Anticuchos, auf dem Grill zubereitete, aufgespießte Rinderherzen. Einer meiner persönlichen Favoriten ist der Mercado de Surquillo, ein Markt, auf dem man hervorragende Fischgerichte bekommt und außerdem die Obst- und Gemüsevielfalt des Landes bestaunen kann. Und was gibt es schon besseres als einen frisch gepressten Obstsaft zum Nachtisch?!

Probiere Seafood in Lima 

Vor und nach dem Essen solltest du die Stadt erkunden. Mache einen Abendspaziergang durch das malerische, alternative Künstlerviertel Barranco mit seinen wunderschönen Kolonialbauten und halte inne, um auf der zentralen Plaza den Straßenmusikern zuzuhören. In Miraflores kannst du tagsüber an der Playa Makaha Surfstunden nehmen und abends im Larcomar oder vom Malecón aus den Sonnenuntergang beobachten. Tauche in Limas Geschichte ein und besichtige das zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärte historische Zentrum der Stadt. Und wenn dir das nicht reicht, besuche das Museo Larco und verschaffe dir einen Überblick über die alten Hochkulturen Perus. Und zuletzt: genieße das Lima Nachtleben in einer der zahlreichen Bars und Clubs rund um den Parque Kennedy und in Barranco. Die Stadt ist vielleicht chaotisch und am Anfang etwas unübersichtlich, aber du wirkst merken: je länger du dort bleibst, umso mehr schließt du sie in dein Herz.

 

Beobachte den Sonnenuntergang in Lima

2. Marcahuasi

Wer auf Mystik und Sterne steht, der ist hier genau richtig: Marcahuasi. Dieses geheimnsvolle Plateau befindet sich auf 4.000m Höhe in den Anden und zeichnet sich vor allem durch beeindruckende Steinformationen aus – viele davon in Menschen- oder Tierform. Marcahuasi gilt als ein Ort besonderer Energien und wer schon einmal dort war, kann das bestimmt bestätigen. Außerdem ist er traumhaft schön: nach ein paar Tagen im chaotischen Lima ist es genau der richtige Ort, um zur Ruhe zu kommen und den Sternenhimmel zu beobachten. Das Plateau liegt die meiste Zeit über den Wolken, was Sonnenauf- und untergänge zu einem spektakulären Erlebnis macht und die umliegenden Anden in ganz besonderem Glanz erscheinen lässt. Auf dem Gelände befindet sich ein Campingplatz, den ich empfehlen würde, um die Sterne so richtig genießen zu können und um zum Zeitpunkt des Sonnenaufgangs schon oben zu sein. Wenn einem das zu ungemütlich ist, kann man aber auch unten im Dorf übernachten. Denn auf 4000m Höhe kann es ganz schön kalt werden! Wenn du im September in Peru bist, solltest du dich unbedingt nach dem jährlichen Psytrance Festival in Marcahuasi erkundigen – ein unvergessliches Erlebnis!

Campe unter den Sternen 📸@carorenalore

Um von Lima aus dorthin zu gelangen nimmst du möglichst früh vom Zentrum oder vor dem Ex-Kino Orrantia (Kreuzung Avenida Javier Prado und Avenida Arequipa) ein Taxi Colectivo nach Chosica. Von dort aus fahren Busse nach San Pedro de Casta, dem Dorf, das unterhalb Marcahuasis liegt. Achtung, diese Fahrt ist nichts für schwache Nerven, denn sie führt direkt durch die Berge und nicht selten fährt der Bus keine 15cm vom Abgrund entfernt! In San Pedro de Casta beginnt die Wanderung hoch zum Plateau, man kann aber im Dorf auch einen Esel für die Strecke mieten.

Wo die Erde den Himmel berührt – Marcahuasi 📸@carorenalore

Weiter geht’s: Hier kommt die versprochene klassische Südroute!

3. Paracas und die Islas Ballestas

Der Küstenort Paracas und das gleichnamige, dazugehörige Naturreservat liegen südlich von Lima und sind ein wahres Tierparadies. Vor allem auf der Bootstour zu den Islas Ballestas bekommt man einen guten Eindruck von der maritimen Tierwelt hier. Faulenzende Seelöwen, Pinguine oder Blaufußtölpel lassen sich hier aus nächster Nähe beobachten und manche – so wie dieser Seelöwe hier – außerdem sehr gerne fotografieren. Das Reservat lockt außerdem mit Sandstränden, die dazu einladen, einfach mal einen ruhigen Nachmittag im Einklang mit der Natur zu verbringen.

Entdecke Paracas vielfältige Tierwelt

4. Ica und Sandboarding in Huacachina

Ica: Etwa vier Stunden südlich von Lima und gut mit dem Fernbus zu erreichen liegt das kleine Städtchen Ica. Es ist vor allem für seinen Wein und Pisco (starken Wein) bekannt. In den so genannten „Bodegas“ kann man hier spannende Führungen zur regionalen Wein- und Piscoherstellung machen. Im Anschluss gibt es eine Kostprobe, die die meisten wohl nicht ganz nüchtern überstehen. Salud!

Huacachina: Nur eine halbe Stunde davon entfernt ist die kleine Wüstenoase Huacachina – die einzige Oase Südamerikas. Hier findest du Sanddünen wie aus dem Bilderbuch und das Beste ist: Du kannst sie nicht nur bewundern, sondern während der Sandbuggytouren auch gleich deinen Mut beweisen und sie bezwingen. Traust du dich, die fast senkrechten Dünen auf deinem Sandboard herunterzufahren?

Boarde in der Wüstenoase Huacachina

5. Nazca

Auf der ganzen Welt bekannt und trotzdem sind sie immer noch ein Rätsel: die gigantischen Geoglyphen von Nazca. Die jahrhundertalten, in den Wüstenboden gescharrten Bilder, die der Nazca- und der Paracas- Kultur zugeordnet werden, kann man am besten aus der Luft erkennen. Deswegen bieten zahlreiche Unternehmen Flüge über die Nazca-Linien an. Diese sind zwar nicht ganz billig, die Sicht von oben ist dafür aber umso spektakulärer. Ich hoffe du leidest nicht an Höhenangst! Falls du Geld sparen möchtest, kannst du auch einen Teil der Linien vom Aussichtsturm aus sehen. Und wer noch mehr über die präinkaische Nazca-Kultur erfahren möchte, dem empfehle ich mithilfe von Touren das Umland zu erkunden und beispielsweise den Friedhof Chauchilla zu besuchen, um dort jahrtausendalte Mumien zu bestaunen.

Bewundere die Geoglyphen von Nazca aus der Luft

6. Arequipa

Auch die “weiße Stadt” genannt, liegt die mit Abstand schönste peruanische Stadt Arequipa in den Anden, umgeben von den Vulkanen El Misti, Chachani und Pichu Pichu. Das Stadtbild ist durch weiße Steingebäude im Kolonialstil geprägt und man könnte ewig durch die kleine Gässchen laufen – und wahrscheinlich trotzdem immer neues entdecken. Das Wahrzeichen der Stadt ist die Kathedrale an der zentralen Plaza de Armas, die als wohl einzige Kathedrale der Welt auch eine Teufelsstatue in ihrem Inneren beherbergt. Arequipa verfügt über unzählige Sehenswürdigkeiten und Aussichtspunkte. Um den Misti-Vulkan zu bewundern, nimm dir auf jeden Fall 2-3 Tage Zeit, bevor du weiterreist. Auch für das Essen lohnt sich ein Besuch hier: Besonders gerne gegessen wird hier „Rocoto“, ein Paprika-ähnliches Gemüse, dass gerne mit Hackfleisch gefüllt oder auch als Ceviche verspeist wird. Lass es dir nicht entgehen!

Die Kathedrale von Arequipa ist das Wahrzeichen der Stadt

Besuche Arequipa in den Anden

7. Colca Canyon

Der Colca Canyon ist neben dem Machu Picchu eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten des Landes. Er liegt nordöstlich von Arequipa und ist mit 3.269m vom höchsten Gipfel aus, nach dem Grand Canyon, der zweittiefste Canyon der Welt und ganz schön beeindruckend. Wenn du hier den Sonnenaufgang sehen willst, musst du dich früh aus dem Bett quälen, der Ausblick macht allerdings alle Mühen wieder wett!

Trekke durch den Colca Canyon

Der Colca Canyon ist vor allem auch dafür berühmt, dass man von hier aus die riesigen Anden Kondore dabei beobachten kann, wie sie majestätisch durch die Luft segeln – ein Spektakel, das noch lange in Erinnerung bleibt. Um den Canyon zu besichtigen gibt es mehrere Möglichkeiten. Zum einen gibt es organisierte Ein- oder Zwei-Tagestouren im Auto, du kannst aber auch eine Drei-Tages Trekking Tour durch die Schlucht machen und den Canyon entweder geführt oder auf eigene Faust erkunden.

Beobachte die majestätischen Kondore beim Gleiten durch die Luft

7. Next stop: Puno und der Lago Titicaca

Die Stadt Puno liegt direkt am Titicacasee (nein, ich habe mir den Namen nicht ausgedacht), und wird deshalb regelmäßig von Touristen und Backpackern angesteuert. Den Namen hat der See (angeblich) seiner Form zu verdanken: auf Aymara, was nach Quechua am zweithäufigsten gesprochene indigene Sprache in Peru ist, bedeutet Titicaca so viel wie „grauer Puma“. Und wer mit etwas Fantasie auf die Landkarte schaut, kann tatsächlich eine umgedrehte Katze erkennen. Ob man an diese Erklärung glauben möchte, ist aber jedem selber überlassen. Der Titicacasee ist der größte Südwassersee Südamerikas und liegt hoch in den Bergen an der Grenze zwischen Peru und Bolivien. Die wohl bekanntesten Inseln auf der peruanischen Seite sind die nach ihren Einwohnern benannten „Uros-Inseln“, oder auch „schwimmende Inseln“ genannt. Diese werden von den Bewohnern aus besonderem Schilf hergestellt – wie das funktioniert, wird einem vor Ort anschaulich erklärt. Die Inseln kann man auf einer zweistündigen Bootsfahrt besuchen. Wer aber mehr Zeit hat, sollte unbedingt eine Nacht auf der Insel Taquile oder Amanti einplanen. Auf diesen Touren übernachtet man bei einer einheimischen Familie und erlebt die dortige Kultur hautnah und authentisch. Stelle dich auf ein besonderes Erlebnis ein – ganz ab vom Schuss! Luxus, wie Strom und fließendes Wasser, solltest du hier aber auf jeden Fall nicht erwarten. Dafür aber viel Idylle und einen traumhaften Blick auf die Weiten des Sees. Ein ziemlich guter Kompromiss, oder?

Entdecke den Titicacasee

8. Cusco

Gepflasterte Straßen, Ziegeldächer, hohe Stadtwälle und unzählige Kathedralen. Die wohl touristischste Stadt Perus und frühere Hauptstadt des Inkareiches zieht jeden in seinen Bann, ob er will oder nicht. Die Stadt ist aufgrund ihrer Höhe leicht gewöhnungsbedürftig, aber wenn du vorher schon am Titicacasee warst, solltest du dich so langsam an die dünne Luft hier oben in den Anden gewöhnt haben. Cusco vereint, wie keine andere Stadt, Tradition und Moderne. Touristen sind hier zwar allgegenwärtig und der Grund, warum sich Café an Restaurant an Bar reihen, die Einheimischen haben sich aber viele Traditionen aus der Inka-Zeit erhalten, wie beispielsweise das Inti Raymi, das jährliche Sonnenfest – eins der größten Spektakel in ganz Peru. Auch wenn Cusco für die meisten nur ein kurzer Zwischenstopp ist, um nach Machu Picchu zu gelangen, hat die Stadt mitsamt ihrer Umgebung einiges zu bieten.

📸 @ami_oneill

Also, bloß nicht so schnell! Von hier aus kannst du Ausflüge ins heilige Tal machen, die Rainbow Mountains besteigen und zahlreiche Ruinen und Hinterlassenschaften der Inkas besichtigen, bevor du dich auf in Richtung Aguas Calientes und Machu Picchu machst.

9. Machu Picchu

Auch wenn es mittlerweile sehr touristisch ist, ist und bleibt Machu Picchu das absolute Highlight Perus! Nicht umsonst ist diese komplett erhaltene Inkastadt eines der meist besuchten Ziele Südamerikas. Deine Eintrittskarte solltest du vor allem in der Hochsaison zwischen Juni und August schon vorher kaufen. Um dorthin zu gelangen hast du aber so einige Optionen. Die wohl bekannteste ist der Inka-Trail. Diese 4-tägige Wanderung führt von Cusco entlang der alten Inkapfade durch peruanische Anden und Nebelwälder zum Machu Picchu. Da sie jedoch immer Monate im Voraus bereits ausgebucht ist und außerdem zwischen 500 und 1000 US-Dollar kostet, stelle ich dir hier ein paar Alternativen vor. Bei Backpackern sehr beliebt sind der Salkantay- und der Dschungel-Trek. Diese sind deutlich billiger und meistens auch spontan buchbar. Ersterer führt dich nicht weit entfernt vom Inka-Pfad durch atemberaubende Berglandschaften und den Dschungel. Auf dem Weg überquerst du den auf 4650 Höhenmetern gelegenen Salkantay-Pass und wirst mit atemberaubenden Blicken auf den Salkantay belohnt, dem höchsten Berg der Cordillera Vilcabamba. Der Dschungel-Trek ist vor allem auf Abenteuer ausgelegt und enthält unter anderem eine Mountainbike und eine River Rafting Strecke. Alle Touren kannst du von Cusco aus gut organisieren. Wenn es jedoch schnell gehen soll, kannst du auch den Machu Picchu Zug nehmen. Dieser fährt im heiligen Tal in Ollantaytambo ab und bringt dich direkt nach Aguas Calientes, dem Dorf von Machu Picchu. Diese Alternative ist jedoch sehr teuer – mindestens 100 Euro kostet dich der Zug hin und zurück. Die letzte und günstigste Möglichkeit ist mit dem Bus von Cusco nach Hidroelectrica zu fahren. Mit den öffentlichen Bussen muss man mehrmals umsteigen, es gibt jedoch auch private Unternehmen, die die Fahrt anbieten. Von dort aus wanderst du 2-3 Stunden entlang der Gleise nach Aguas Calientes. Egal wie, irgendwann wirst du ankommen und diesen wundervollen Ausblick genießen. Viel Spaß!

Erlebe die Inkastadt Machu Picchu

So, das war er, der berühmte Gringo Trail und ich weiß, er hat es in sich. Aber wenn du noch ein bisschen Puste hast, solltest du dir die folgenden Reiseziele auf keinen Fall entgehen lassen!

10. Huaraz

Hier schlägt jedes Wanderer- und Bergsteigerherz höher. Huaraz liegt am Fuße der Cordillera Blanca in den nördlichen Anden am Rande des Nationalparks Huascarán, dessen Schönheit einem den Atem verschlägt. Wer auf der Suche nach einem Abenteuer ist, findet in Huaraz wonach er sucht – und das nur 8 Stunden Busfahrt von Lima entfernt. Egal ob Tagestouren, tagelange Treks oder doch Klettertouren und Snowboarding, hier ist für jeden etwas dabei. Einer der berühmtesten und schönsten Treks ist der Santa Cruz Trek, eine viertägige Wanderung durch die Cordillera Blanca, vorbei an grünen Tälern, schneebedeckten Bergspitzen und türkisfarbenen Lagunen. Eine andere Option ist die Umrundung der Cordillera Huayhuash, die noch abgelegener und herausfordernder ist. Und wenn du abends nicht auf deine warme Dusche verzichten willst, gibt es auch tolle Tagestouren von Huaraz aus, wie zum Beispiel zu (meinem persönlichen Highlight) der Laguna 69 oder dem Pastoruri Gletscher. Huaraz war für mich einer der schönsten aber, aufgrund seiner Höhe, auch anstrengendsten Orte, die ich jemals besucht habe. Die Höhe verlangt einem auf jeden Fall einiges ab und es empfiehlt sich, sich vor längeren Wanderungen in Huaraz ein paar Tage zu akklimatisieren.

Wandere durch Huaraz

11. Trujillo und Huanchaco

Auch etwa 9 Stunden nördlich von Lima liegt die bunte Kolonialstadt Trujillo. Sie ist die wichtigste Stadt im Norden des Landes und wird auch als Kulturhauptstadt Perus bezeichnet.

Hier geht es deutlich entspannter zu als in Lima und es gibt in der Umgebung einige Sehenswürdigkeiten. Zum einen ist da Chan-Chan, die frühere Hauptstadt der Chimú, einer weiteren präinkaischen Kultur. Zum anderen kannst du die ebenfalls präinkaischee Huaca de la Luna und Huaca del Sol besichtigen. Huacas sind Pyramidentempel, in denen früher die Götter angebetet wurden.

Besichtige die Huaca de la Luna

Huanchaco: Einen Katzensprung von Trujillo entfernt liegt das kleine Fischerdörfchen Huanchaco mit seinen entlang der Strandpromenade aufgestellten Schilf-Booten. Es ist durch seine hohen Wellen bei Surfern sehr beliebt. Durch seine Popularität hat es sich von einem reinen Fischerdorf in einen angesagten Surfspot mit zahlreichen Hostels und Cafés verwandelt. Perfekt, um einfach mal ein paar Tage durchzuatmen!

12. Chicama

Etwa zwei Busstunden von Trujillo entfernt liegt ein kleines Dörfchen am Meer. Eigentlich gibt es dort nichts – und trotzdem geht sein Name um die ganze Welt.  Wer sich selbst als Surfer bezeichnet, hat von diesem Ort auf jeden Fall schon mal gehört: Chicama. Denn hier findet man die längste Welle der Welt. Ja, du hast richtig gelesen, der WELT. Jährlich zieht es Surfer von überall dorthin, um sich dort auszutoben und mittlerweile ist der Ort ein süßer kleiner Surferspot mit zahlreichen Restaurants und Cafés. Also, worauf wartest du noch? Schwing dich aufs Brett und raus aufs Meer!

Surfe in Chicama

13. Chachapoyas

Einer meiner absoluten Lieblingsorte in Peru und touristisch noch relativ unerschlossen: Chachapoyas. Die Hauptstadt der Amazonas Region liegt in den Anden im Norden des Landes. Die Landschaft hier ist wunderbar grün und man kann den nahegelegenen Dschungel bei jedem Atemzug spüren. In der Umgebung von Chachapoyas gibt es unglaublich viel zu unternehmen und zu sehen. Zum einen lockt da die Natur mit dem majestätischen Wasserfall Gocta, einer riesigen nahegelegen Tropfsteinhöhle und zahlreichen Wanderungen, die man durch die grünen Täler unternehmen kann. Zum anderen ist die Gegend bekannt für die früher hier lebende Chachapoyas-Kultur, die ihre Spuren in der gesamten Region hinterlassen hat. Bestaune alte Mumien in Leymebamba oder besuche die Sarkophage von Karajia und – egal was du tust – besuche Kuelap.

Besuche den Wasserfall Gocta nahe Chachapoyas

14. Kuelap

Kuelap wird bei Insidern als zweites Machu Picchu gehyped. Und auch wenn ich der Meinung bin, dass man auf den Machu Picchu Besuch auf keinen Fall verzichten sollte, lohnt sich Kuelap ohne jede Frage – alleine schon wegen der viel geringeren Anzahl an Touristen. Die Chachapoyas, die Erbauer dieser beeindruckenden Festung, werden häufig auch als „Cloud People“ bezeichnet und nirgendwo versteht man das so gut wie hier. Kuelap liegt hoch oben in den Bergen und ist von Wolken umgeben. Wenn diese sich langsam verziehen, geben sie den Blick auf eine grüne Berglandschaft und tiefe Schluchten frei. Alleine schon für diesen Ausblick lohnt sich der Aufstieg! Kuelap ist per Tagestour oder dreitätiger Wanderung von Chachapoyas aus gut zu erreichen. Mit deinem Besuch dorthin solltest du dich allerdings ein bisschen beeilen. Die peruanische Regierung hat das touristische Potential der Region entdeckt und derzeit wird eine Seilbahn nach Kuelap gebaut. Bis das soweit ist, wird es aber wohl noch ein paar Jährchen dauern.

Der Geheimtipp – Kuelap 📸@carorenalore

15. Der Amazonas-Dschungel

Der faszinierende Amazonas-Dschungel sollte auf deiner Peru-Reise auf wirklich absolut gar keinen Fall fehlen. Deine Optionen, ihn in deine Reise einzubauen, sind endlos. Von Chachapoyas aus kannst du beispielsweise nach Tarapoto fahren,  auch bekannt als Stadt der Palmen und Wasserfälle und Trips in die dichten Regenwälder unternehmen. Oder du steuerst von Cusco aus Puerto Maldonado an und entdeckst den Manú Nationalpark mit seiner unglaublichen Pflanzen- und Tierwelt. Etwas schwieriger zu erreichen, aber sehr beliebt, ist das Dschungelparadies rund um Iquitos.

Umarme Faultiere in Iquitos

Die Dschungelstadt liegt auf einer Insel und ist nur per Flugzeug oder Boot zu erreichen. Flüge von Lima aus kosten hin-und zurück etwa 100 US-Dollar. Du hast aber auch die Option, deine Iquitos-Reise mit einer aufregenden Bootsfahrt auf dem Amazonas zu verbinden. Von Yurimaguas (nicht weit entfernt von Tarapoto)  brauchst du mit dem Boot drei Tage nach Iquitos und kannst unterwegs das üppige Grün des Dschungels bestaunen. Die Dschungelstadt Iquitos ist ein toller Ausgangspunkt für Entdeckungstouren. Anacondas, Vogelspinnen, Affen, Faultiere – hier gibt es alles, was das Abenteurerherz begehrt. Genieße die Bootsfahrten über den riesigen Fluss und schwimm eine Runde in seinem kühlen Wasser, wenn’s dir zu heiß wird. Sag Hallo zu süßen rosa Amazonasdelfinen und verbringe deinen Nachmittag entspannt in der Hängematte. Für mich hat der Dschungel etwas Geheimnisvolles, Aufregendes, Faszinierendes und Beruhigendes zugleich. Und egal, wie viel Zeit du hier verbringst, du wirst dir immer wünschen, du könntest länger bleiben.

Fahre mit dem Boot über den Fluss in Iquitos

16. Die Strände des Nordens

Nach so vielen Eindrücken und Abenteuern bist du bestimmt erschöpft. Und was gibt es da Schöneres als ein paar Tage am Strand zu entspannen und zu surfen? Die Sandstrände im Norden von Peru sind dafür bestens geeignet. Sei es das kleine Örtchen Máncora, sehr beliebt bei Surfern und bekannt für wilde Partys oder ruhigere Orte wie Los Órganos oder Punta Sal – du kommst hier auf jeden Fall auf deine Kosten. Schwimme tagsüber mit riesigen Meeresschildkröten und genieße abends einen Cocktail beim Sonnenuntergang – ach, das Leben kann so schön sein.

Relax am Playas del Norte 📸@alexreyeskl

Über die Autorin

Nuran ist Psychologiestudentin und reist für ihr Leben gerne. Ihr ewiges Fernweh veranlasste sie dazu ein Auslandsjahr an einer peruanischen Uni in Lima zu machen. In diesem Jahr ist sie viel durch Peru und seine Nachbarstaaten gereist. Dabei hat sie sich hoffnungslos in das Land, seine Leute, das Essen und vor allem die Anden und den Dschungel verliebt. Folge ihren Reisen auf Instagram unter @nuranmahgary.

 

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Über den Autor

Sarah Heuser

All time tanned German with an obsession for beaches, sunsets and cheese. Social Media & Content Executive and #HostelworldInsider at Hostelworld. 🌎 Favourite place on earth: Melbourne - Australia 🐨 Favourite hostel: The Ritz, St Kilda 🌊 Find me on Instagram @sarahheu or stalk my website snapsofsarah.com

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