Road Trip USA, Teil 4: Grand Canyon

Road Trip USA, Teil 4: Grand Canyon

Zwei Wochen, vier Ziele, 3500 Kilometer – unser Autor Maik hat sich in den USA auf die Straße gewagt und einen Roadtrip durch Kalifornien, Arizona und Nevada in Angriff genommen. Was es zu sehen gab, was sich lohnt und was nicht, wie man am besten von A nach B kommt und vieles mehr, schreibt er an dieser Stelle.

Kurz vor dem Ende liegt der Grand Canyon. Vor dem Ende meiner Reise jedenfalls. Bevor ich zurück nach Los Angeles fahre und wieder ins Flugzeug steige, mache ich noch einen Abstecher nach Arizona. Abermals führt der Weg durch die Wüste, zunächst Richtung Süden nach Kingman, Arizona, und dann geradeaus Richtung Osten entlang der historischen Route 66. Etwa 100 Kilometer vor dem Ziel ändert sich die Landschaft zu einem großen Waldgebiet und kurze Zeit später geht es wieder Richtung Norden in den Grand Canyon Nationalpark.

Grand Canyon

Der Nationalpark selbst liegt nördlich und südlich des Grand Canyon und fängt vom Fluss aus gesehen überhaupt nicht weiter hinter dem Hoover Dam (siehe Las Vegas) an. Aufgrund seiner Größe gibt an diversen Stellen Möglichkeiten zum Campen und Wandern am und im Canyon. Der zentrale Anlaufpunkt ist aber das Grand Canyon Village an der südlichen Kante des Canyons. Hier stehen die ältesten Hotels und Lodges, das geologische Museum und hier starten die interessantesten Touren und Wanderwege am und in den Canyon. Für den kleineren Geldbeutel gibt es hier auch einen großen Zeltplatz mit guter Infrastruktur.

Natur Grand Canyon

Zelten ist am Grand Canyon ein ganz besonderes Erlebnis. Denn die wilden Wapitis und Maultierhirsche, die im Park leben, haben keine Angst vor Menschen. Sie streunen vor allem abends zwischen den Zelten herum, auf der Suche nach Essbarem und Wasserquellen. Da es in den vergangenen Jahren immer mal wieder zu Vorfällen mit unvorsichtigen Touristen gekommen ist, muss man laut Gesetz einen Abstand von mindestens sieben Metern zu den Tieren einhalten. Das ist allerdings nicht immer möglich, wenn die bis zu zwei Meter großen und mit riesigen Geweihen ausgestatteten Hirsche plötzlich neben dem Zelt stehen. Der beste Tipp ist, ruhig zu bleiben und den Abstand nicht noch verkleinern. Dann ziehen die eigentlich friedlichen Tiere von alleine weiter. Für ein paar klasse Fotos ist trotzdem gesorgt.

Grand Canyon Tour

Das eigentliche Highlight ist natürlich der Blick in den Grand Canyon von der Promenade, die sich über einige Kilometer in beide Richtungen vom zentralen Besucherzentrum aus erstreckt. Nicht nur für Geologen interessant ist der „Trail of Time“, auf dem die verschiedenen Gesteinsschichten im Canyon vorgestellt werden. Wer hinabsteigen möchte, sollte auf jeden Fall über die passende Kleidung und gute Schuhe verfügen. Ein Trip ganz nach unten bis zum Colorado River dauert zwei Tage, Übernachtungsmöglichkeiten werden in einem Camp angeboten.

Hermits Rest Grand Canyon

Vom Village aus fahren auch regelmäßig Busse zu den wichtigsten Aussichtspunkten in der Umgebung (und natürlich auch wieder zurück). Nicht am Grand Canyon Village oder in der Nähe befindet sich der Skywalk, eine begehbare Glasplattform im westlichen Teil des Grand Canyon. Die zwar beliebte, aber auch teure Touristenattraktion wird von den Indianern des Hualapai-Stammes betrieben und hat mehr Show- als Erlebniswert. Die interessanteren Unternehmungen finden sich eindeutig in dem vom National Park Service betriebenen Grand Canyon Village.

Needles USA

Auf meinem Roadtrip bleibt nach dem Besuch am Grand Canyon nur noch die Rückfahrt nach Los Angeles. Natürlich geht es abermals durch die Wüste. Knapp 800 Kilometer ist die Strecke lang, unterwegs lege ich einen Zwischenstopp zum Übernachten in Needles ein, einer kleinen Stadt an der Grenze zwischen Arizona, Kalifornien und Nevada, den drei Bundesstaaten, die ich auf diesem Road Trip besucht habe. Ein passender Abschluss.

Erster Teil: Los Angeles

Zweiter Teil: San Francisco

Dritter Teil: Las Vegas

Vielen Dank an Grand Canyon National Park NPS, auch für diese Fotos, Marco Belluci und Dzhingarova für die Bilder von Flickr.

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