Ab in die Karibik Europas: Dein ultimativer Guide für Sardinien

Ab in die Karibik Europas: Dein ultimativer Guide für Sardinien

Die Tage werden länger, die Temperaturen steigen – ja, der Frühling ist endlich in greifbarer Nähe! Was natürlich bedeutet, dass du dich schon langsam nach einer Destination für deinen Sommerurlaub umsehen solltest. Du bist noch ziemlich planlos? Kein Problem, denn wir haben einen Geheimtipp für dich: Nämlich die Karibik Europas, Sardinien! Endlose Sandstrände mit türkisfarbenem Meer kombiniert mit einer unglaublich vielseitigen Landschaft, freundlichen Locals und dann noch Pizza, Pasta & Co: Wenn all dies nach deiner persönlichen Traumreise klingt, dann buche schon mal deinen Flug und lass dir von uns erklären, wie du einen perfekten Trip nach Sardinien planst.

Die beste Reisezeit für Sardinien

📍Alghero

Sardinien ist eine Insel, die zu Italien gehört und die sich im Mittelmeer befindet. Obwohl die Insel theoretisch ganzjährig einen Besuch Wert ist, willst du natürlich praktisch die vielen Traumstrände genießen, und dafür eignet sich der Sommer am besten. Aber sei gewarnt: Sardinien kann im Juli ganz schön voll werden. Plane deinen Trip also am besten während der Vorsaison von Mai bis Juni oder ab September, sobald die Schulferien zu Ende sind und du die Strände wieder fast ganz für dich alleine hast. Eine Reise in der Nebensaison ist außerdem – wie du als leidenschaftlicher Traveller sicher weißt – viel günstiger, was wiederum einige Gelati und Pizzen mehr für dich bedeutet!

Wie du nach Sardinien kommst und dich dort fortbewegst

📍Entdecke die atemberaubende Landschaft Sardiniens

Sardinien ist mit einer Länge von 270 km eine relativ große Insel. Allerdings findest du an drei verschiedenen Orten internationale Flughäfen, die sich als perfekter Ausgangspunkt für deinen Trip anbieten. Falls du nicht so viel Zeit hast, lohnt es sich, sich auf eine bestimmte Gegend der Insel zu konzentrieren. Im Nordosten befindet sich der Flughafen Olbia, im Nordwesten wiederum den Flughafen Alghero. Falls du dich eher im Süden herumtreiben möchtest, empfehlen wir Cagliari, den Flughafen der gleichnamigen Hauptstadt Sardiniens.

Einmal in Sardinien angekommen, ist es zweifellos am einfachsten, mit einem Mietauto die verschiedenen Traumorte der Insel abzuklappern (Tipp: Buche so früh wie möglich von Zuhause aus, um den besten Preis zu ergattern). Parkplätze sind manchmal etwas schwierig zu finden, allerdings erlaubt dir diese Art der Fortbewegung, abgelegene Strände oder Bergdörfer auf eigene Faust zu entdecken und deine Reise ganz flexibel zu gestalten. Wenn in deinem Budget kein Platz für diesen Luxus ist, bist du in Sardinien allerdings nicht ganz verloren: Die öffentlichen Verkehrsmittel sind sehr erschwinglich und das Bus- und Zugnetz recht gut ausgebaut. Recherchiere am besten gründlich nach Fahrplänen und vermeide wichtige Fahrten am Wochenende (ganz besonders am Sonntag), weil hier die Frequenz der Busse extrem eingeschränkt ist. Die Bustickets kaufst du fast immer in den örtlichen Tabbachi oder Zeitschriftenläden. Einen sehr praktischen Link findest du übrigens auf Sardinia Mobilità – leider nur auf Italienisch, aber wozu gibt es Google Translate?

Von Alghero bis Cagliari: Die tollsten Städte und Dörfer der Insel

📍Alghero

Egal, ob du Lust auf abgelegene Bergdörfer oder pulsierende Städte hast, Sardinien hat einfach alles zu bieten. Ganz oben auf deine Liste gehört zweifellos Alghero, eine sehr sehenswerte Kleinstadt im Nordwesten der Insel, in der man noch heute Katalanisch spricht. Fun Fact: Sardinien wurde im 14. Jahrhundert von Kolonisten aus Barcelona besiedelt und aus irgendeinem Grund hat sich deren Sprache bis heute gehalten! Auf den Straßenschildern der urigen Altstadt findest du sogar zweisprachige Straßenschilder. Plane einen halben bis ganzen Tag für einen Rundgang ein und koste dich durch die vielen Eisdielen und Cafés.

📍Alghero

Wo wir gerade beim Thema Altstadt sind: Bosa, ein Dorf, das sich wie Alghero im Nordwesten Sardiniens befindet, hat davon ebenfalls ein Prachtexemplar! Mit seinen pastellfarbenen Häuschen und der ebenso bonbon-farbenen Uferpromenade am Fluss ist Bosa die perfekte Kulisse für deinen nächsten Instagram-Post. Plane einen halben Tag für einen Rundgang und den Besuch der mittelalterlichen Serravalle-Burg ein, die über der Stadt thront.

📍Bunt, bunter, Bosa 

Ebenfalls mit einer süßen Altstadt ausgestattet, ist Castelsardo ein heißer Tipp für deine Bucket-List. Die Stadt befindet sich großteils in einer alten Festung auf einem Kap direkt an der Nordküste Sardiniens, von welchem aus du einen umwerfenden Blick auf das Meer hast. Idealerweise verbringst du hier einen Nachmittag, spazierst durch die Gassen und schaust dir dann – mit einem Vino oder Cocktail ausgestattet – den Sonnenuntergang an.

📍Castelsardo

Wenn dein Herz für Kunst und Kultur schlägt, ist Nuoro im zentralen Bergland der Insel ein Muss. Diese Stadt ist der Geburtsort vieler Schriftsteller und Künstler und auch heute noch ein kultureller Hotspot. Verbringe hier einen Tag, um die vielen Museen zu besuchen und die Altstadt der Stadt zu erkunden.

Nicht unweit von Nuoro entfernt befindet sich außerdem Sardiniens höchstgelegene Ortschaft: Fonni. Das Dorf befindet sich auf 1000 Meter Höhe, hat nur knappe 3900 Einwohner und bietet einen super Einblick in das ländliche Leben im Inneren von Sardinien. Der perfekte Ort, falls du es etwas ruhiger angehen und die eine oder andere Wanderung unternehmen möchtest.

📍Cagliari

Last but not least solltest du auch der Hauptstadt der Insel einen Besuch abstatten. Mit ihren 430.000 Einwohnern ist Cagliari perfekt für einen Aufenthalt von ein bis zwei Tagen. Entdecke am besten am Morgen die vielen Boutiquen, Bars, Museen und gemütlichen Straßencafés, verbringe den Nachmittag am Stadtstrand Spiaggia Poetto und den Abend in der schnuckeligen Altstadt mit seinem wunderbaren Panoramablick über die naheliegende Bucht. Perfekt für einen Sundowner! Zudem gibt es hier so einige tolle Hostels, in denen du andere Reisende treffen und die Stadt wie ein Local erleben kannst, denn die Mitarbeiter haben immer den ein oder anderen Geheimtipp für dich.

Tolle Hostels in Cagliari

Türkis-blau und glasklar: Die besten Strände in Sardinien  

📍Cala Goloritze

Wer braucht schon die Karibik, wenn weiße Sandstrände und türkisfarbenes Meer direkt hier in Europa auf dich warten? Nein, wir übertreiben nicht – die Strände Sardiniens sind ohne Zweifel eine der schönsten, wenn nicht sogar die schönsten des Mittelmeeres. Egal wohin es dich verschlägt, du wirst in wirklich jedem Winkel der Insel einen traumhaften Badestrand finden. Wenn wir uns allerdings für einen einzigen entscheiden müssten, dann wäre das wohl die Cala Goloritzè. Den Zugang zu diesem Ort musst du dir allerdings erst verdienen – eine eineinhalbstündige Wanderung ab dem Parkplatz in Su Porteddu stehen hier zwischen dir und diesem Paradies. Dort bezahlst du während der Hochsaison zwar 10 € Eintritt, die aber jeden Cent wert sind. Als Trost triffst du dort außerdem auf so einige freilaufende Esel und andere süße Tiere. Erstmal am Strand angekommen, gibt es übrigens keinerlei Restaurants, Toiletten oder sonstige Annehmlichkeiten. Statte dich also am besten mit einigen Wasserflaschen und ordentlich Proviant aus und vergiss nicht, am Ende des Tages deinen Müll wieder mitzunehmen – der Umwelt zuliebe!

📍Golfo di Orosei

Die Cala Goloritzè befindet sich übrigens am Golfo di Orosei, einer Bucht, an der sich eine traumhafte Cala an die nächste reiht. Die meisten davon sind ausschließlich per Bootsfahrt ab Cala Gonone erreichbar. Ab drei Personen zahlt es sich aus, sich ein privates Boot zu mieten, andernfalls kannst du auch eines der vielen Tour-Boote nehmen, wo du deinen Badespass aber leider mit einigen anderen Leuten teilen musst. Diese kostet bei den meisten Anbietern rund 40 €. Eine relativ kostspielige Angelegenheit, die sich allerdings lohnt und zu einem Sardinien-Trip irgendwie dazu gehört. Die Strände am Golfo di Orosei, wie zum Beispiel die Cala Luna oder die Cala Mariolu, sind nämlich absolut einmalig und das Wasser geradezu kristallklar.

📍Cala Gonone 

Eine etwas ruhigere und ebenso schöne Bootsfahrt kannst du außerdem im La-Maddalena-Archipel im Nordosten der Insel unternehmen. Zum etwa selben Preis wie am Golfo di Orosei kannst du hier mit dem Boot ab der Kleinstadt Palau den ganzen Tag die verschiedenen unberührten Inseln des Archipels entdecken, die allesamt von traumhaft türkisem Wasser umgeben sind.

Ganz in der Nähe des Archipels findest du Capo Testa, den nördlichsten Punkt Sardiniens – ein unglaubliches Naturparadies, in dem du einen Tag (oder auch gleich mehrere) mit Wandern, Baden und Schnorcheln verbringen kannst. Unser Tipp: Erkunde die an eine Mondlandschaft erinnernden Felsen am Kap, die eine surreale Kulisse für ein atemberaubendes Foto abgeben. Relaxe anschließend in einer der kleinen Buchten rund um Capo Testa und entdecke die dortige Unterwasserwelt.

📍Capo Testa

Weiter geht’s im Nordwesten der Insel: Hier ist die Spiaggia della Pelosa ein absoluter Traumort. Er befindet sich geschützt in einer kleinen Lagune, in der das Wasser helltürkis und super seicht ist – die perfekte natürliche Badewanne! Aber Achtung: Diesen Strand wirst du im Hochsommer mit so einigen anderen Menschen teilen.

Weiter südlich, aber ebenfalls an der Westküste, befindet sich ein weiteres Strand-Juwel Sardiniens, das um einiges weniger besucht ist als seine Kollegen an der Ostküste – Is Aruttas. Was diesen Ort so besonders macht, ist die Qualität des Sandes: Er besteht nämlich nicht aus herkömmlichen Sand, sondern aus lauter kleinen Quarzsteinen. Wenn du also hier im Meer badest und deine Füße in den Sand steckst, bekommst du eine natürliche Fußmassage kostenlos dazu!

Weitere Traumstrände sind die Cala Brandinchi und der Spiaggia del Principe an der Nordostküste, der Strand Porto Giunco im Süden sowie Chia im Südwesten Sardiniens. Wir könnten diese Liste noch unendlich weiterführen, aber entdecke die Insel am besten selbst – wer weiß, vielleicht kannst du uns nach deinem Trip den nächsten Strand-Geheimtipp verraten?

Sardinien für Foodies

😋Pane Carasau

In Sardinien findest du neben den Klassikern der italienischen Küche so einige lokale Leckereien: Pane Carasau ist ein typisch sardisches Brot, das du am ehesten mit dem indischen Papadam vergleichen kannst. Dieses probierst du am besten in Kombination mit den vielen leckeren Käsesorten der Insel. Die bekannteste davon ist der Pecorino, der ursprünglich aus Sardinien stammt, aber in ganz Italien verbreitet ist.

Culurgiones sind eine lokale Art von Ravioli, die mit Pecorino und Kartoffeln gefüllt sind und mit Tomatensauce gegessen werden. Malloreddus wiederum sind eine bestimmte Nudelart, die mit Grieß und Safran zubereitet wird und ein wenig an hohle Gnocchi erinnert.

Sardiniens Küche ist abgesehen davon sehr fleischlastig und nicht gerade ein einfaches Pflaster für Vegetarier und Veganer. Wenn du aber Fleisch isst, hast du die Qual der Wahl. Ein sehr beliebtes Gericht der Locals ist Su Porceddu – stundenlang gegrilltes Spanferkel.

Für alle Naschkatzen sind – neben dem Gelato, versteht sich – die „Seadas” ein Muss: Ein köstliches Gebäck, das mit Gries, Orangenschale und Ricotta oder Pecorino gefüllt und mit Honig glasiert ist.

Aber auch für den Fall, dass du keine Lust auf kulinarische Experimente hast, bist du in Sardinien rein theoretisch noch immer in Italien. Eine leckere Pizza wartet also an so ziemlich jeder Ecke auf dich!

Das Stonehenge des Mittelmeeres

Wenn du deinen Strandurlaub mit ein wenig Kultur verbinden möchtest, solltest du unbedingt einen Besuch einer der sogenannten “Nuraghen” einplanen – was mit sehr wenig Aufwand verbunden ist, denn bei unglaublichen 7000 Stück wirst du vermutlich sogar zufällig an einer dieser prähistorischen Steinmonumente vorbeikommen. Die Nuraghen wurden zwischen 1600 und 900 vor Christus von einer Hochkultur erbaut, die zur damaligen Zeit Sardinien bewohnt hat. Der Zweck dieser mysteriösen Steinbauten ist zwar bis heute nicht wirklich geklärt, allerdings ist ein Besuch dennoch ein interessantes Erlebnis, das dich in die Frühgeschichte der Insel eintauchen lässt. Die Anlage Su Nuraxi, welche sich im Süden der Insel befindet, ist übrigens sogar UNESCO Weltkulturerbe!

Hiking in Sardinien

Du bist ein richtiger Natur-Freak oder willst ganz einfach dein Workout auch im Urlaub nicht auslassen? Kein Problem, denn auch hier hat Sardinien einiges zu bieten: Besonders im Supramonte-Gebirge an der Ostküste der Insel gibt es einige Wanderungen, die oftmals einen wunderbaren Ausblick auf das Meer inklusive haben. Der bereits erwähnte Trek zur Cala Goloritzè ist ein Muss, außerdem befindet sich ganz in der Nähe eine tolle Wanderung zu einer der tiefsten Schluchten Europas: Gola Gorropu. Die Wände dieser Schlucht sind teilweise bis zu 500 Meter hoch und ein wirklich atemberaubendes Naturmonument. Um hierher zu kommen, nimmst du am besten Google Maps zur Hand und parkst dann am ausgeschriebenen Parkplatz, bevor dich der sieben Kilometer lange Wanderweg entlang des Flusses direkt zur Schlucht führt.

 

Und da wären wir: Nun weißt du über die tollsten Strände, die besten Naturmonumente, die süßesten Altstädte und natürlich die sündhaftesten Leckereien der Insel Bescheid. Warst du vielleicht schon einmal in Sardinien? Dann teile uns deine ganz persönlichen Tipps in den Kommentaren mit!

 

Über die Autorin:

Sarah Rainer entdeckt auf ihren Reisen am liebsten Kunstmuseen, Foodie-Hotspots und Coffee Shops und hält jeden ihrer Trips mit ihrer Kamera fest. Folge ihr auf Instagram oder lies ihren Blog.

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Über den Autor

Sarah Heuser

All time tanned German with an obsession for beaches, sunsets and cheese. Social Media & Content Executive and #HostelworldInsider at Hostelworld. 🌎 Favourite place on earth: Melbourne - Australia 🐨 Favourite hostel: The Ritz, St Kilda 🌊 Find me on Instagram @sarahheu

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