Begeben Sie sich auf den Lares-Trek: den Inka-Trail ohne Touristen
Charlie Bennett ist ein abenteuerlustiger Nomade, der es liebt, Neues zu entdecken und neue Menschen kennenzulernen. Er schreibt für die Peru-Reiseexperten von G Adventures.
Peru ist ein Traumziel, wenn Sie auf der Suche nach Outdoor-Abenteuern sind. Hier finden sich beeindruckende kulturelle Stätten wie die Stadt Cusco, die berühmten Nazca-Linien und der Colca-Canyon. Viele Menschen entscheiden sich für eine Abenteuerreise nach Peru, um die „Granitstadt“ zu erreichen, die auf einem Bergkamm im Urubamba-Tal thront: die wunderschöne und uralte Stätte Machu Picchu.
Das Erreichen von Machu Picchu ist die Belohnung dafür, dass man den berühmten Inka-Trail bewältigt hat – ein Abenteuer durch die atemberaubende peruanische Wildnis, das an vielen anderen historischen Stätten vorbeiführt. Diese 55-Meilen-Reise dauert etwa vier bis fünf Tage.
In letzter Zeit wurden Bedenken hinsichtlich der ständigen Nutzung des Weges durch Touristen laut. Die peruanische Regionalregierung hat sogar Beschränkungen für die Anzahl der täglich auf dem Weg zugelassenen Besucher eingeführt. Aus diesem Grund sind die Plätze sehr schnell ausgebucht, was es schwierig macht, einen Platz zu reservieren.
Doch es gibt noch Hoffnung: Wenn Sie immer noch darauf hoffen, den Weg nach Machu Picchu zu wandern, gibt es einen anderen, weniger bekannten Wanderweg…
Der weniger begangene Weg
Der Lares-Trek ist eine dreitägige Wanderung, die in der Nähe des Dorfes Lares beginnt. Er gilt als Alternative zum Inka-Trail nach Machu Picchu, ist jedoch kein eigens dafür angelegter Weg. Der Lares-Trek beginnt tatsächlich an einem Ausgangspunkt, der fünf Busstunden von der Stadt Lares entfernt liegt, und bildet einen Rundweg, der sich Machu Picchu nähert, dort aber nicht endet; viele Reisende nehmen eine kurze Busfahrt in Anspruch, um den Berg zu erreichen.
Uraltes Naturschönes
Die Landschaft auf dem Lares-Trek ist nicht weniger atemberaubend als auf dem Inka-Trail. Der Weg führt durch das wunderschöne Lares-Tal. Einer der größten Vorzüge der Wanderung ist, dass sie Abenteurer näher an die indigene Quechua-Bevölkerung heranführt. In deren Dörfern leben viele traditionelle Weber, was Ihnen die perfekte Gelegenheit bietet, handgefertigte Souvenirs zu kaufen.
Die Wanderung führt bis auf eine Höhe von fast 5.000 Metern, und viele Reisegruppen übernachten in Höhenlagen um die 3.600 Meter. Höhenkrankheit kommt zwar vor, es ist jedoch schwer vorherzusagen, wer davon betroffen sein könnte. Durch eine angemessene Akklimatisierung können Sie das Risiko eines Auftretens verringern.
Warum sollten Sie sich für den Lares-Trek entscheiden?
Da der beliebtere Inka-Trail mittlerweile nur noch mit Einschränkungen begehbar ist, hat sich der Lares-Trek zu einer budgetfreundlichen Alternative entwickelt. Die lokale Regierung regelt den Zugang zum Inka-Trail durch den Verkauf von Nutzungsgenehmigungen an Reiseveranstalter, die auf der Route tätig sind. Beim Lares-Trek ist dies nicht der Fall, da er von Touristen weitaus seltener genutzt wird. Da keine Genehmigungen erforderlich sind, sind die Betriebskosten für Reisegruppen geringer, was für den preisbewussten Abenteurer große Einsparungen bedeutet.
Da es sich um einen weniger bekannten Wanderweg handelt, erfordert die Buchung einer Reise auch keine so lange Vorausplanung, obwohl Sie dennoch Hotel- und Zugreservierungen vor Ihrer Abreise vornehmen sollten.
Dem Alltag entfliehen
Da weniger Menschen unterwegs sind, haben Sie das Gefühl, in die Vergangenheit zu reisen und Pfaden zu folgen, die schon vor Jahrhunderten begangen wurden – einer Zeit, in der das Leben noch unkomplizierter war.
Da der Lares-Trek im Vergleich zum Inka-Trail nur eine winzige Anzahl von Touristen anzieht, ist er ein Ort der Ruhe und Erholung. Die Möglichkeit, sich bei einer dreitägigen Wanderung zu entspannen, mag etwas widersprüchlich klingen, aber fernab von allem – dem Lärm, dem Verkehr und der Hektik – ist dies der perfekte Weg, um zur Ruhe zu kommen.
Was solltest du mitbringen?
Wenn man sich auf ein solches Abenteuer begibt, muss man gut vorbereitet sein und die richtige Ausrüstung mitnehmen. Sie sollten Folgendes mitbringen:
• Wanderstiefel, da das felsige Gelände normales Schuhwerk schnell zermürbt. Denken Sie daran, dass es sich nicht um einen gepflasterten Weg handelt; auf dem unebenen Untergrund werden Sie für den Halt am Knöchel dankbar sein.
• Eine Allwetterjacke, die man bei Regen überziehen kann, und langärmelige Hemden für die Abende, wenn es kühler wird.
• Lange Hosen für kühle Abende.
• Shorts für warme Tage.
• Taschenlampe oder Stirnlampe – wenn es dort oben dunkel wird, wirst du froh sein, eine dabei zu haben.
• Trinkflasche und Wasserreinigungstabletten.
• Hut oder Mütze.
• Sonnencreme (je höher die Lage, desto mehr Schutz benötigst du).
• Insektenschutzmittel.
Worauf wartest du noch?
Wenn du auf der Suche nach einem neuen Abenteuer bist, vor allem nach einem, das nicht überlaufen ist, könnte der Lares-Trek genau die Reise sein, nach der du gesucht hast. Also buche ein Ticket, schnapp dir deinen Wanderstock und schnür deine Wanderstiefel – Peru wartet auf dich…
Hast du schon einmal den Lares-Trek oder den Inka-Trail gewandert? Teile deine Tipps mit uns in den Kommentaren…
Vielen Dank an McKay Savage, Tomasz Dunn, ToniFish und Nikki für die Bilder von Flickr. Bitte beachte, dass alle Bilder zum Zeitpunkt der Veröffentlichung unter der Creative-Commons-Lizenz verwendet wurden.



