8 Ideen für die Bucket List im Juli (Nr. 1: Mit einem Frachtschiff den Amazonas hinunter)

Sollen wir noch ein paar Reiseideen zu dieser ständig wachsenden Liste hinzufügen?
„Nein“, rufst du? „Nein, du hast schon viel zu viele Dinge, die du unternehmen möchtest, und Orte, die du sehen möchtest?“
Komm schon.
Ein paar mehr schaffst du schon.
Das sind gute Ideen. Versprochen.
Bereit? Genau so soll es sein – lies weiter und entdecke unsere acht liebsten neuen Abenteuer, die du diesen Juli buchen kannst…
Reiseinspiration des Monats: Mit einem Frachtschiff den Amazonas hinunterfahren

Möchtest du den Amazonas hinunterfahren? Es gibt jede Menge Touren zur Auswahl, aber Liane und Lars von „BoB around the World“ wollten eine etwas außergewöhnlichere Reise. Also ließen sie sich auf einem Frachtschiff von der Hafenstadt Yurimaguas bis nach Iquitos mitnehmen und erkundeten den Fluss abseits der vorgefertigten, geführten Touren. Wir haben uns fünf Minuten Zeit genommen, um mit ihnen zu sprechen und herauszufinden, wie auch wir das machen können…
1. Ihr habt euch dafür entschieden, den Amazonas auf einem Frachtschiff statt mit einer organisierten Tour zu erkunden, weil ihr dachtet, das wäre abenteuerlicher. Hat sich das bewahrheitet?
Im Vergleich zu einer Tour ist es auf dem Frachtschiff viel entspannter. Man entscheidet selbst, wie man seinen Tag verbringen möchte. Oft gibt es nicht viel zu tun, daher genießt man die meiste Zeit einfach die Muße und lässt die atemberaubende Landschaft auf sich wirken. Wo sonst kann man in einer Hängematte liegen und zusehen, wie der größte Regenwald der Welt an einem vorbeizieht?
2. Musstest du eine Eintrittsgebühr bezahlen, um an Bord des Bootes zu kommen?
Wir haben 100 Soles pro Person bezahlt, also etwa 35 Dollar für unsere dreitägige Reise von Yurimaguas nach Iquitos. Im Preis inbegriffen waren drei Mahlzeiten pro Tag. Außerdem haben wir Hängematten für die Nacht gemietet (20 Soles pro Person) und unser eigenes Trinkwasser sowie etwas Essen mitgebracht.
Für die gesamte Reise haben wir etwa 200 Soles pro Person (70 US-Dollar) ausgegeben, einschließlich Eintrittsgebühr, Hängematte, Wasser, Snacks, Toilettenpapier und Mückenschutz. Nicht viel für ein einmaliges Erlebnis! Also ja, es ist definitiv günstiger als die übliche dreitägige Tour durch das Amazonasbecken.
3. Beschreibe einen Tag auf dem Frachtboot…
Man wird gegen 6 Uhr morgens von der aufgehenden Sonne geweckt. Man verbringt einige Zeit in der Hängematte, liest ein Buch, hört Musik und genießt den Blick auf den vorbeiziehenden Regenwald. Hin und wieder legt das Frachtschiff an einem abgelegenen Dorf an und versorgt die Dorfbewohner mit Lebensmitteln, Bier, Kleidung und anderen Gütern. Es ist unglaublich, wie die Menschen unter solch rauen Bedingungen mitten im Nirgendwo leben können. Die Häuser sind oft nur einfache Unterkünfte, und trotzdem rennen die Kinder herum und haben jede Menge Spaß.

Dein Tag endet meist mit einem unglaublichen Sonnenuntergang. Die Farben sind so intensiv; sie spiegeln sich auf der Oberfläche des Flusses und in den Bäumen wider und lassen den Moment wirklich magisch wirken.
4. Es muss schwierig gewesen sein, mit anderen Reisenden auf so engem Raum zusammenzuleben…
Alle Hängematten liegen sehr nah beieinander, und Privatsphäre ist kaum zu finden. Aber alle sind so entspannt, die Atmosphäre ist positiv. Manche gingen sehr früh schlafen, andere spielten Karten oder hörten bis spät in die Nacht Musik – doch mit Ohrstöpseln konnten wir perfekt schlafen. Die Hängematte war viel bequemer, als wir erwartet hatten, und bot uns die nötige Privatsphäre – man fühlt sich von den anderen Reisenden nicht beobachtet.

5. Habt ihr coole Tiere gesehen?
Wenn man Glück hat, kann man vielleicht den rosa Flussdelfin sehen. Sie sind sehr schnell, wenn man also ein Foto machen will, muss man schnell sein. Wir haben auch einige wunderschöne Vögel in den Bäumen entdeckt.
6. Wie sieht es mit Insekten aus?
Es war nicht wirklich ein Problem, aber ja, wir hatten viele Insekten auf dem Boot. Die Crew hat das Deck zwar mehrmals täglich gereinigt und alle Insekten entfernt, aber man sollte darauf vorbereitet sein, an Bord auf Kakerlaken, riesige Motten und Mücken zu stoßen – besonders abends, wenn das Licht an ist. Mückenschutz ist sehr wichtig, um sich vor Malaria und Dengue-Fieber zu schützen. Man muss bedenken, dass diese Lebewesen zum Amazonas-Erlebnis dazugehören, also sollte man keine Angst vor ihnen haben.
7. Und zum Schluss: Was waren die besten und die schlechtesten Aspekte der Reise? Gab es Momente, in denen du dir gewünscht hast, du hättest einfach eine geführte Tour gebucht?
Das Beste war der Austausch mit den Einheimischen. Wenn man mit ihnen spricht, wird einem bewusst, wie klein die „Probleme der Ersten Welt“ sind und wie einfach es für uns ist, bequem an weit entfernte Orte zu reisen. Wir haben auch großes Glück, dass es in der Nähe Supermärkte gibt, die alles führen, was wir brauchen. Die Menschen, die wir in abgelegenen Dörfern gesehen haben, sind zufrieden, wenn der Fluss ihnen genug Nahrung für ihre Familie beschert, und wenn sie zusätzlich etwas vom Frachtschiff kaufen können, ist das einfach ein schöner Bonus. Diese Reise wird euch definitiv dazu bringen, euer eigenes Leben aus einer neuen Perspektive zu betrachten.

Das Schlimmste waren die Toiletten … es waren wahrscheinlich die ekligsten Toiletten, die wir je in unserem Leben gesehen haben, und dass man sie sich mit 200 anderen Reisenden teilen musste, machte die Sache nicht besser. Packt auf jeden Fall euer eigenes Toilettenpapier und etwas Desinfektionsmittel für die Hände ein, dann kommt ihr gut zurecht.
Selbst wenn ein Flug nach Iquitos billiger und hundertmal bequemer gewesen wäre, hätten wir uns niemals dafür entschieden, zu fliegen, anstatt das Frachtschiff zu nehmen. Es hätte Spaß gemacht, noch ein paar Tage länger auf dem Schiff zu bleiben, und es war für uns definitiv die beste Art, das Amazonasbecken zu erleben.
7 weitere Reisen, die dich im Juli inspirieren werden…
1. Entdecke Porto, Portugals coolste Stadt

Porto ist einer dieser Orte, die schon seit einigen Jahren auf meiner Wunschliste stehen, aberder Artikel von Curiosity Travels darüber, warum man Porto unbedingt besuchen sollte – und zwar am besten sofort –, hat mich endlich überzeugt.
Ihre Hauptgründe für einen Besuch? Ach, na ja, einfach die Tatsache, dass es sich immer noch ein bisschen wie „abseits der ausgetretenen Pfade“ anfühlt (wir reden hier schließlich von einer westeuropäischen Stadt im Jahr 2014), der Portwein ist köstlich, die Pastéis de Nata unwiderstehlich und es gibt jede Menge verwinkelte Gassen zu entdecken. Habe ich schon erwähnt, dass es dort auch günstig ist? Bin gleich wieder da, buche gerade mein Ticket.
Bild über CuriosityTravels.org
Schau dir hier unsere schönen Hostels in Porto an, schon ab 6,73 £ pro Person und Nacht.
2. Auf nach Malta

Malta, eine Mittelmeerinsel zwischen Sizilien und Nordafrika, ist zwar klein, hat aber eine große Geschichte – wie Becki von „Borders of Adventure“ in ihrem ultimativen Reiseführer für einen Roadtrip auf Maltazeigt. Ein Schmelztiegel kultureller Einflüsse – geprägt durch die Herrschaft des Römischen Reiches, der Johanniter, Frankreichs und Großbritanniens – sorgt für atemberaubende Architektur, und es gibt wunderschöne Strände in Hülle und Fülle. Becki stellt eine praktische Karte für Autofahrer zur Verfügung, damit du deine Reise von Valletta aus planen und die Insel in einem 360-Grad-Rundgang erkunden kannst.
Bild über BordersofAdventure.com
Möchtest du in Beckis Fußstapfen treten? Suche jetzt nach Hostels auf Malta.
3. Arbeiten in Neuseeland
WWOOFing hat in Neuseeland einen regelrechten Boom erlebt. Die Abkürzung steht für „Worldwide Opportunities on Organic Farms“, doch in Neuseeland ist es ein Sammelbegriff für den Austausch von Arbeit gegen Unterkunft. Wenn du Lust hast, ein bisschen Geld zu sparen und auf sinnvolle Weise in das lokale Leben einzutauchen, ist WWOOFing genau das Richtige für dich – und der Artikel von eTramping darüber, wie es im Backpacker-Paradies Neuseeland funktioniert, steckt voller hilfreicher Tipps. Klicke hier, um herauszufinden, wie du deine Arbeits- und Reiseträume verwirklichen kannst.
Bild über Travelshutter
4. Erlebe ein Outdoor-Abenteuer an der Sunshine Coast

Strände, Bootstouren, Radfahren, Wandern … Australiens Sunshine Coast ist wie geschaffen für Abenteuerlustige. The Aussie Nomad gibt einen Überblick über die besten Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten dieses Sommers, darunter Wanderungen in den Nationalparks Kondalilla und den Glass House Mountains, eine Bootsfahrt auf dem Noosa River und Radtouren zum Mt Tinbeerwah. Außerdem gibt er Tipps zum Essen und Einkaufen, wenn Sie mal eine Pause brauchen.
Bild über TheAussieNomad.com
5. Schlemmen Sie sich durch Berlin

Berlin ist multikulturell, günstig und voller Hipster ( nennt sie nur bloß nicht so): Mit anderen Worten, die perfekte Mischung für ein Reiseziel für Feinschmecker, und es wird diesem Ruf definitiv gerecht. Farsickness bietet eine schöne, umfassende Liste mit Berliner Köstlichkeiten, die man sich schmecken lassen sollte – von Kaffee bis Currywurst ist alles dabei. Ich bin besonders daran interessiert, die vietnamesischen Restaurants auszuprobieren, da Berlin offenbar die Hauptstadt der günstigen vietnamesischen Küche in Europa ist.
Bild über Farsicknessblog.com
Bereit für den Trip? Hier findest du ein cooles Hostel in Berlin.
6. Mach einen Ausritt durch den Red Rock Canyon in Nevada
Klick hier, um Bilder der professionellen Fotografin Kirsten Alana von ihrem Ausritt außerhalb von Las Vegas im Red Rock Canyon zu sehen. Buche eine Tour beiCowboy Trail Rides und auch du kannst die Wüste zu Pferd durchqueren, den Sonnenuntergang beobachten und Steaks sowie S’mores genießen, gefolgt von einem gemeinsamen Singen am Lagerfeuer mit den Cowboys. Yeehaw.
7. Wandern Sie zum Machu Picchu

Bild:Kasia Trapszo
Damit wären unsere Reisepläne geklärt. Jetzt bist du dran: Was hast du im Juli vor? Verrate es uns in den Kommentaren …