Reisen für Adrenalinjunkies: Die 10 verrücktesten Abenteuer der Welt

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Weit weg von Zuhause zu sein, hat etwas sehr Befreiendes. Sprüche wie „Lebe den Moment“ oder „Genieße jeden Tag, als wenn es dein letzter wäre“ begleiten uns zwar im Alltag, von der abgenutzten Phrase zur gelebten Realität werden sie aber meist erst, wenn man auf Reisen ist. Wenn es nur dich und deinen Rucksack gibt, weit, weit weg von Zuhause. Wenn du den Moment lebst, die Freiheit genießt und Dinge tust, die dir im „wirklichen“ Leben viel zu verrückt erscheinen würden. Die folgenden zehn abenteuerlichen Aktivitäten bescheren dir garantiert den ultimativen Adrenalinkick!

Fallschirmspringen – Australien

Fallschirmspringen ist natürlich nicht auf einen Ort der Welt beschränkt. Aber wenn du dich so richtig in es verlieben möchtest, dann lass dich am Besten durch die australische Luft fallen. Wenn du es schaffst, deine Augen offen zu lassen und nicht die ganze Zeit verkrampft zu beten (oder zu fluchen), dann kannst du die wunderschöne Umgebung aus der Vogelperspektive auf dich wirken lassen – was könnte magischer sein?! Und wenn du genauso fies bist, wie wir, dann zeichne deinen Sprung auf und spiel ihn deinen Eltern beim nächsten Skype-Date vor – und tu so, als würden sie es gerade im Live-Video-Chat sehen! Muahahaha!

Klippenspringen – Queenstown, Neuseeland

Wenn du schon einen Klippensprung wagen willst, warum dann nicht gleich den höchsten der Welt? Das Adrenalin-Level könnte kaum höher sein, und du wirst mit einer atemberaubenden Aussicht belohnt. Und das Beste: Du wirst auf viele andere Reisende treffen, die dir dabei helfen werden, den nötigen Mut zu fassen. Du brauchst ein wenig Inspiration? Dann sieh dir an, was passiert ist, nachdem wir eine Gruppe Weltenbummler aus dem nahegelegenen Nomads Hostel herausgefordert haben, den Sprung zu wagen!

Bungeejumping, Schaukeln in schwindelerregender Höhe, Drachenfliegen und Co. – Neuseeland

Die Kiwis sind verrückt… auf die bestmögliche Art und Weise! Es mag überraschen, dass die Hobbies der Einheimischen eines so entspannten Landes oft beinhalten, dass man sich aus schwindelerregenden Höhen irgendwo hinabstürzt. Aber die Neuseeländer lieben das – und wir auch! Queenstown ist die ultimative Abenteuerhauptstadt Neuseelands: Hier kannst du an unzähligen verrückten, magenumdrehenden Aktivitäten teilnehmen – so lange, bis dein Budget oder deine Nerven schlapp machen! (Notfalls kannst du es immer aufs Budget schieben ;)) Die Ausrede „Ich hätte ja Lust auf Bungeejumping, aber ich bin nicht so gerne kopfüber“ zieht nicht – eine coole Alternative ist die „nur“ 200 Meter hohe Canyon-Schaukel!

Weiße Haie – Südafrika

Gönn dir ein wenig Quality-Time mit einer der missverstandensten Schönheiten des Ozeans – dem Weißen Hai! Der gleichnamige Film hat ihm einen schlechten Ruf beschert und der wohl einzige Weg, die entstandenen Kindheitsängste zu bewältigen, ist es, Nase an Nase mit ihm zu schwimmen. Am südlichen Zipfel von Südafrika, in der Gegend um Kapstadt und Mossel Bay, kannst du genau das machen. Such dir die Organisation sorgfältig aus, denn Haie zu ködern ist nicht cool und kann dazu führen, dass die Tiere Menschen mit Futter assoziieren! Ich habe jedenfalls durch diese Erfahrung angefangen, die majestätischen Kreaturen mehr und mehr zu lieben… Also los, wage es! Wenn dir das Ganze noch nicht gefährlich genug ist, gibt es natürlich noch eine andere Option… Tauchen mit Tigerhaien und Bullenhaien in den südafrikanischen Protea Banks! Sogar für eine Hai-Liebhaberin wie mich war es ein kleines bisschen erschreckend, so nah am Boden des kalten Ozeans und umgeben von den wohl menschenunfreundlichsten Kreaturen zu sein!

Radfahren auf der „Death Road“ – Bolivien

Ich spiele tatsächlich mit dem Gedanken, diesen Punkt nicht zu empfehlen… Okay, lass mich nur Folgendes sagen: Wenn du dich dafür entscheidest, La Paz’ berühmt-berüchtigte „Death Road“ mit dem Mountainbike entlang zu fahren, dann google oder youtube es nicht davor! Stürz dich einfach komplett ignorant ins Abenteuer und genieße die erschreckende und berauschende Erfahrung. Falls du nicht fit wie ein Turnschuh bist, musst du dir keine Sorgen machen, denn es geht fast nur bergab. Als Vorbereitung könntest du vielleicht einen Tennisball immer und immer wieder drücken, um deine Hände auf das Betätigen der Bremsen vorzubereiten! Nach vier bis fünf Stunden Fahrt werden deine Hände aber so oder so brennen!

Schwimmen mit Piranhas – Brasilien

Einen ruhigen Nachmittag damit verbringen, im brasilianischen Pantanal Piranhas zu fischen… wie romantisch! Zumindest in der Vorstellung. In der Realität sieht das anders aus: Du hängst ein Stück Fleisch in trübes Gewässer und zerrst dann den berühmt-berüchtigten fleischfressenden Fisch aus dem Wasser (der übrigens echt lecker ist!). Nachdem du einen Nachmittag damit verbracht hast, darüber zu staunen, wie groß die Zähne sind und wie bösartig die Piranhas den Köder attackieren, kannst du ins Wasser springen und mit den Fischen schwimmen. Nenn mich langweilig, aber ich habe mich gegen dieses Abenteuer entschieden und stattdessen meinem Fischer-Kumpanen den Vortritt gelassen. Hauptsächlich, weil das sumpfähnliche Wasser nicht besonders einladend aussah, nicht wegen den fleischfressenden Fischen (ehrlich!). Die Piranhas haben den übergroßen Köder übrigens einfach ignoriert.

Full Moon Party und Feuer-Limbo – Koh Phangan

Eine „Full Moon Party“ auf Koh Phangan zu überleben, ist für sich schon eine Leistung! Wenn du es schaffst, den tödlichen Buckets, Mushroom-Shakes und jeder Menge Verrückten auszuweichen, dann hast du gewonnen. Du bist fasziniert von Feuer? Dann wird die Verlockung, dich mit den Einheimischen im Feuer-Limbo zu messen, vermutlich groß sein. Es ist ganz einfach, sich durch die Atmosphäre in Koh Phangan so zu fühlen, als hätte man übermenschliche Kräfte und könnte die superbiegsamen Thai-Männer locker schlagen. Gib den Buckets die Schuld!

Surfen in Jeffreys Bay – Südafrika

Surfen und reisen geht Hand in Hand… Wenn du durch die Welt jettest und in einem kleinen Strandort endest, dann ist das vielleicht ein Zeichen, dass du dem Surfen eine Chance geben solltest. Es kostet nicht so viel Überwindung wie manch andere Aktivität, aber ich verstehe, warum es erschreckend sein kann. Die Ozeane sind riesig und sehen von der Küste aus oft dunkel aus, und auch auf dem Board gibt es Momente, in denen du denkst: „Ich frage mich, welche Kreaturen mich gerade von unten anschauen und sich denken ‚lecker‘.“ Okay, ich spreche schon wieder von Haien. Diese Kreaturen waren schon Millionen Jahre vor dem Menschen da. Und eigentlich kennen wir doch alle den Fakt: Mehr Menschen sterben durch Kokosnüsse als durch Haiangriffe. Ich liebe es, in der südafrikanischen Jeffreys Bay (berühmt geworden durch den Kult-Surf-Film „Endless Summer“) zu surfen, aber mal ehrlich: Man fährt hier herum wie eine süße Robbe in einem Becken voller Haie. Schau dir nur mal dieses Pro-Surfer-Video aus J-Bay an. Aber es gibt einfach nichts aufregenderes, als zum ersten Mal eine Welle zu erwischen!

Wasserfälle hinab springen – Costa Rica

Das sogenannte „Water Rappelling“ gleicht dem majestätischen Abseilen von einer Felswand – nur dass du hier im Spiderman-Style Wasserfälle hinunterspringst. Wenn du die Show „Celebrity Survivor“ gesehen hast, in der Bear Grylls Promis durch die Gegend jagte, dann kennst du Costa Ricas beste „Water Rappelling“-Orte bereits. Das Beste: Du brauchst hierfür keine Vorerfahrung! Wenn du in Costa Rica bist, solltest du auch der längsten Zipline (1,5 km) in Lateinamerika einen Besuch abstatten und den Regenwald fast fliegend erkunden!

Komodowarane – Indonesien

Auf die Inseln Komodo und Rinca, auf denen die Komodowarane heimisch sind, gelangst du nur per Boot. Das ist natürlich auch mit einer Luxusyacht möglich, ich hab es aber auf die Low-Budget-Art gemacht – so wie die meisten Backpacker. Das bedeutet: Vier Tage auf dem Meer verbringen, auf dem Deck neben anderen Drachenfreunden schlafen und komplett von der Welt abgeschnitten sein. Deine Tage verbringst du schnorchelnd zwischen Manta-Rochen, plaudernd mit deinen Mitreisenden und faulenzend auf dem sonnigen Deck. Wenn du Glück hast, hat jemand von der Crew oder ein Mitreisender eine Gitarre dabei und du verlässt das Boot mit einem Ohrwurm. Auf den Komodo-Inseln angekommen, wird dir gleich auffallen, dass alle Häuser auf Stelzen stehen. Die Einheimischen halten so die „Drachen“ von ihren Häusern fern. Diese faulen aber tödlichen Kreaturen werden bis zu drei Metern lang und ihr giftiger Biss führt zu einem langsamen Tod.

Nachtwanderung auf einen Vulkan – Indonesien

Das war das wohl Irrwitzigste, was ich auf meinen Reisen gemacht habe – na gut, vielleicht mal abgesehen vom Tauchen mit Bullen- und Tigerhaien in Südafrika. Aber die Überwindung großer Angst wird häufig auch reichlich belohnt! Vulkanwandern ist einfach großartig und im Normalfall auch nichts, wovor man sich fürchten muss. Du bist in Yogyakarta (Java, Indonesien) und willst nach Bali? Dann reise nicht auf die langweilige Art mit Bus oder Flugzeug, sondern nutze die Gelegenheit und wandere über die Vulkane! Noch etwas verrückter ist es, in der Nacht einen Vulkan zu besteigen. Wir hatten schon den Mount Bromo erkundet und nach einigen Stunden Schlaf schlug unser Guide uns vor, um 1 Uhr nachts auf den Mount Ijen zu klettern – um im Dunkel der Nacht das blaue Feuer zu sehen! Wer könnte da schon Nein sagen?! Im Grunde war es keine Wanderung sondern eher ein zweistündiges Herumrutschen in der Dunkelheit, dem Krater des Vulkans und den riesigen Schwefelflammen immer näher kommend. Ich lebe noch. Menschen überleben das normalerweise. Aber wenn dir deine Gesundheit und Sicherheit lieb ist, solltest du auf diesen Punkt vielleicht verzichten. Du kannst aber stattdessen auch auf den Gipfel klettern und dabei zusehen, wie der unglaubliche Vulkansee im Sonnenaufgang erscheint!

Es gibt so viele Möglichkeiten, deine Komfortzone zu verlassen, wenn du auf Reisen bist. Überrasch dich selbst mit deinem neugefundenen Selbstvertrauen! #MeetTheWorld
Lies mehr über die Reisen und Abenteuer unserer Gastautorin Johanna Whitaker unter: visionsofjohana.org

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