Kölsche Jung: So hast du eine richtig gute Zeit in Köln

Hamburg, Berlin und München – die stypische Bucket-List vieler Städtereisender. Aber da fehlt doch was: Köln! Die Dom-Stadt ist jung, dynamisch und abwechslungsreich und wird gerne als das kleine, studentische Berlin bezeichnet. Köln wird meistens jedoch unterschätzt – mit seiner starken regionalen Identität und innovativen Restaurant- und Cafe-Szene, ist Köln nicht nur Herzensstadt von Ur-Kölnern, sondern auch vieler Zugezogener und Besucher. Doch was macht diese Stadt so liebenswert? Wir zeigen dir mit den besten Insider-Tipps, wie du eine richtig gute Zeit in Köln hast.

1. Sei Kölsch!

?: kommwirmachendaseinfach

Los geht‘s: erst einmal in Ruhe ankommen und das Kölsche Lebensgefühl kennenlernen. Das geht besonders gut in der Brauerei Päffgen, wo du zum Warm werden ein kühles Kölsch auf deinen Deckel – und passend dazu eins der deftigen Gerichte – bestellst. Gestärkt und bereit die Stadt zu erobern? Ein verdauungsfreundlicher Einstieg dafür, ist eine Fahrt in einer der Gondeln der Kölner Seilbahn. Hoch hinaus, über dem Rhein hast du einen schönen Blick auf die Stadt.

?: @blosa_anna

Falls du im Februar zu Besuch kommst: Karneval ist ein einmaliges Erlebnis. Verrückt-Verspielt-Verkatert. Ein fast surrealer Zustand von (Verkleidungs-)Anarchie bis in die kleinste Ecke der Stadt. Also, kram dein altes Piratenkostüm aus der Mottenkiste und misch dich unter das feiernde Volk. Kölle Alaaf!

Und zu guter Letzt, der Kölner Dom! Sowohl aus der Ferne als auch von Nahem ist das Wahrzeichen Kölns imposant und ikonisch. Bewundere das hypnotisch bunte Richter-Fenster und genieße die einzigartige Stimmung dieser Kathedrale. Der Dom ist doch interessanter als gedacht? Dann buche eine Führung über die Dächer des Doms – eindrucksvolle Ausblicke und Schwindelanfälle eingeschlossen!

2. Eat-Drink-Sleep-Repeat!

?: @doncaruso_bbq

Das kulturelle Basis-Touristen-Programm wäre somit abgehakt, doch die Stadt hat einiges Mehr zu bieten. Vor allem Kölns Restaurant-, Cafe- und Bar-Szene fährt fast jede Woche mit einem grandiosen Neuzugang auf, der die Bewohner Ehrenfelds, des Belgischen und Mühlheims aufhorchen lässt. Setz dich und lass dich verwöhnen!

Für Asia-Food-Liebhaber ist das Lu sowohl fürs Mittagessen als auch für ein entspanntes Abendessen sehr empfehlenswert. Mit einer Schüssel Pho Bo kann man nichts falsch machen – das Lu ist definitiv einer der besten Vietnamesen der Stadt. Wenn dir jedoch eher nach den „Standard“-Gerichten ist, ist Freddy Schilling die richtige Wahl. Hier kommen alle – Fleischliebhaber, Vergetarier und sogar Veganer – auf ihre Kosten. Der Purist, bestehend aus Fleisch, angebratene rote Zwiebeln und Freddys Burgersoße – ein Burger ohne Schnick Schnack – ist besonders bei den ‚echten Männern‘ beliebt. Wenn es dann doch etwas mehr Belag sein darf, findest du etwas weiter südlich den Kult-Burger-Klassiker Die fette Kuh. Auch nach Jahren behauptet sich dieses Restaurant mit seinen saftigen Burger-Kreationen weiterhin als Hauptanlaufstelle für Burger-Fanatiker. Keine Lust auf Burger? Dann ist Alcazar die etwas gemütlichere Alternative, in der du bei gutem Essen die Kölsche Lebensart hautnah erleben kannst.

Apropos Kölsch – das letzte Bierchen liegt ja bereits einige Stunden zurück, also ab in die beliebte Braustelle in Ehrenfeld, in der es zwar kein Kölsch gibt, dafür aber die feinste Schaumkrone, namens Helios. Das war der Auftakt für den Abend, nächster Halt: die Frieda Bar, in der in schummrigem Licht vor barocken Tapeten die Tassen prosten. Du bist im richtigen Viertel für die beste Zeit an der Theke,  schlendere durch das Belgische und lass dich von Bar zu Bar treiben.

Hostel-Tipp: Übernachte in angesagter Lage, im Weltempfänger Backpacker Hostel.

3. Shoppen, shoppen, shoppen!

Wenn du dich für eine Unterkunft im Belgischen Viertel entschieden hast, hast du alles richtig gemacht. Das Belgische Viertel ist das Berlin-Mitte und die Hamburger Schanze von Köln und somit das ideale Pflaster für eine Shopping-Tour. Zwischen zahlreichen Cafés, in denen man sich immer mal wieder erholen kann, konkurrieren hier die schönsten Boutiquen und den süßesten Läden um deine Aufmerksamkeit. Von schickem Schmuck über Vintage-Einzelstücke und außergewöhnlicher Mode, finden hier selbst die extravagante Kim Kardashians in dir ein neues Lieblingsstück. Auch empfehlenswert: die Ehrenstraße bietet eine gute Mischung an außergewöhnlichen- und Mainstream-Shops an und ist immer einen Blick wert.

?: @rebekka_goingstrongerandfitter

Die normalen Geschäfte unterscheiden sich von Stadt zu Stadt eher weniger, deshalb sind Flohmärkte immer eine gute Idee – und Köln hat ein paar besonders schöne: zum Beispiel der Flohmarkt in der alten Feuerwache besticht durch seinen charmanten Flair. Hier verkaufen ausschließlich private Händler, was eine intime und lokale Stimmung auf diesem, im Innenhof gelegenen Flohmarkt schafft. Eine kleine Pause am Stand mit hausgemachtem Kuchen und heißem Kaffee bringt Kraft für eine weitere, inspirierende Runde. Auch zu späterer Stunde kannst du in Köln auf Flohmärkten, wie dem Nachtkonsum, stöbern. Bei Event-ähnlicher Atmosphäre, ziehen hier die Besucher von 17 bis 23 Uhr durch die Hallen, auf der Suche nach Vinylscheiben, Möbelstücken und Mode. Dabei begleiten dich Bands auf den Bühnen, mit einem Soundtrack für deinen entspannten Abend.

4. Party hard!

Du willst tanzen gehen und so richtig die Sau rauslassen? Kölns Clubszene kann durch Läden wie dem Gewölbe und Odonien, selbst mit dem Berlinerische Berghain mithalten. Lange Nächte zu Tanz und Techno (und anderem) machen die beiden Clubs zu festen Bestandteilen des Kölner Nachlebens und sind daraus nicht mehr wegzudenken. Also feiert – vor allem in und um Ehrenfeld –, bis euer letzter Euro ins Gin Tonic-Glas gewandert ist. Wenn Techno nicht so dein Fall ist, oder es einfach zu überfüllt ist, versuchs im Jack Who, Heinz Gaul oder Club Bahnhof Ehrenfeld. Dein Tänzer-Herz wird Köln lieben!

5. Abschalten!

?: @katlu06

Die Energie ist raus, jetzt heißt es runterkommen und erholen. Wenn es das Wetter zulässt, schnapp dir deine Picknick-Decke und leg dich in den grünen Stadtwald – perfekt um deinen Kater auszukurieren. Wenn es etwas zentraler sein soll, ist der Aachener Weiher die beste Option, um zu entspannen und Freunde zu treffen. Für die Anti-Park-Fraktion ist der Brüsseler Platz der Place-to-Be, denn hier sind immer junge und interessante Leute anzutreffen.

Wer etwas mehr Zeit und gutes Wetter auf seiner Seite hat, fährt runter zum wunderschönen Heider Bergsee. Hier kannst du abschalten und den Kopf bei einem Spaziergang über den bewaldeten Rundweg, oder bei einem Nickerchen im Gras freikriegen. Ebenfalls schön zum Chillen: Rheinauhafen, Grüngürtel und der Herkulesberg.

 

Über die Autoren:

Bea und Jan sind Freiheitsvisionäre mit Base in Münster und Berlin, die mit Leidenschaft die Welt entdecken. Auf ihrem Blog findet ihr eine Achterbahnfahrt aus Ideen und Gedanken, die irgendwo zwischen Berlins rauer Bordsteinkante und Australiens feinstem Sand ihre Synapsen elektrisieren. Folgt ihnen auf Instagram.

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