Budapest: Die besten Tipps für die Perle an der Donau
Budapest lässt sich in keine Schublade stecken. Von interessanter Geschichte, sehenswerten Bauten und beeindruckenden Brücken über ein großes kulturelles Angebot bis hin zu prunkvollen Kaffeehäusern und hippen Abbruchklubs – die ungarische Hauptstadt besticht durch ihre Vielseitigkeit.
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Es ist ein schwieriges Unterfangen, sich nicht in Budapest zu verlieben. Die größte Stadt Ungarns beeindruckt durch ihre malerische Lage direkt an der Donau, die die Stadt gewissermaßen gliedert und an deren Ufer sich die wichtigsten Bauwerke befinden. Vor nicht allzu langer Zeit waren die drei heutigen Stadtteile noch selbstständige Städte, erst Ende des 19. Jahrhunderts wurden sie zusammengeschlossen. Den größten Teil macht der Stadtteil Pest aus, der sich auf der flachen Donau-Seite befindet. Die bergige Seite wird als Buda bezeichnet und dann wäre da noch Óbuda, was so viel wie „Alt-Buda“ bedeutet. Wer Budapest wirklich kennenlernen will, sollte auf jeden Fall allen drei Stadtteilen einen Besuch abstatten!
Die Innenstadt
Direkt an der Donau, auf der Pester Seite, findest du den 5. Bezirk, die eigentliche Innenstadt Budapests. Neben sehenswerten Gebäuden wie dem Parlamentsgebäude, dem Nationaltheater, dem Kunstpalast und der Akademie der Wissenschaften befindet sich hier auch das jüdische Viertel der Stadt. Besonders in diesem Teil des Bezirks herrscht eine entspannte Atmosphäre und es gibt jede Menge günstige Cafés und alternative Pubs, die zum Verweilen einladen. Neben der Großen Synagoge solltest du dir auch die Gozsdu-Höfe nicht entgehen lassen: Dabei handelt es sich um sechs Höfe, die von sieben Gebäuden umringt werden und mehrere Restaurants, Cafés, Galerien und Geschäfte beherbergen. Am Wochenende werden in den Durchgängen Schmuck, Souvenirs und anderer Kleinkram verkaufte – perfekt für einen kleinen Einkaufsbummel. Spazier auf jeden Fall am Ostufer der Donau entlang und lass das Mahnmal „Schuhe am Donauufer“, das an die Pogrome an Juden im Zweiten Weltkrieg erinnert, auf dich wirken.

Im Norden der Innenstadt thront die schöne St.-Stephans-Basilika, der höchste Kirchenbau Budapests. Der Innenraum ist beeindruckend und wenn du den Kirchturm erklimmst, wirst du mit einer tollen Aussicht über die Stadt belohnt!
Von Brücken und Bergen
Mehrere Brücken prägen das Stadtbild der ungarischen Hauptstadt: Besonders schön und gleichzeitig die älteste Brücke und Wahrzeichen der Stadt ist die Kettenbrücke. Die vielen Brücken sind aber nicht nur schön anzuschauen, sondern erfüllen natürlich auch ihren angedachten Zweck: Sie verbinden die Stadtteile über die Donau hinweg miteinander. Auf der anderen Seite der Donau, in Buda, befindet sich der Gellértberg, auf dessen höchstem Punkt eine Zitadelle und die Freiheitsstatue Budapests thronen. Von hier aus hast du einen tollen Ausblick über die Stadt, die Donau und die berühmten Brücken. Am schönsten ist es, hinauf zu spazieren und die Natur zu genießen, wenn dir deine Füße schon vom vielen Sightseeing weh tun, kannst du aber auch den Bus nehmen.

Auf dem nahegelegenen Burgberg befinden sich gleich mehrere Must-Sees: Das ehemalige königliche Schloss, der Burgpalast, der wiederum die Nationalbibliothek, die Nationalgalerie und das Historische Museum beherbergt, sowie die Matthiaskirche und das klassizistische Palais Sándor, der Sitz des ungarischen Staatspräsidenten. Am schönsten ist aber die Fischerbastei: Neben der wunderschönen Architektur wirst du hier mit einem tollen Ausblick über die Donau belohnt. Es ist traumhaft, einfach durch die kleinen Kopfsteinpflastergassen zu schlendern. Und wenn du dich traust, kannst du dich in das Labyrinth-System wagen, das unter dem Budaer Burgviertel verläuft. Keine Sorge, es führt immer ein Weg heraus 😉

Wenn du den Touristenmaßen entgehen willst, dann mach einen Ausflug nach Óbuda. Dass der Stadtteil nicht sehr beliebt bei Urlaubern ist, ist eigentlich überraschend. Denn besonders der Rathausplatz mit seinen vielen erhaltenen Altbauten ist definitiv einen Besuch wert! In Óbuda kannst du außerdem die Überreste der römischen Stadt Aquincum und den Skulpturenpark erkunden.
Heilende Quellen
Budapest ist die Stadt der Thermalbäder. Die Badekultur ist ein zentraler Aspekt in der ungarischen Kultur und du wirst in der Hauptstadt nicht lange nach dem passenden Bad suchen müssen. Am berühmtesten ist das Géllert-Bad am Fuße des gleichnamigen Berges. Es gibt aber eine große Zahl an weiteren Heilbädern, zum Beispiel das Dagály, das Király und das unter Künstlern beliebte Lukács. Sehr empfehlenswert ist außerdem das Széchenyi-Heilbad.

Wenn du letzteres besuchst, kannst du das mit einem Abstecher zum Heldenplatz verbinden. Dieser bildet das Ende der „Andrássy út“, einer Allee, auf der sich mehrere sehenswerte Gebäude wie die Staatsoper und das Haus des Terrors befinden. Der Heldenplatz selbst wird von der Kunsthalle und dem Museum der Schönen Künste eingefasst und beherbergt das Millenniumsdenkmal. Südlich davon befindet sich ein Platz mit dem Mahnmal des Aufstandes von 1956 – genau an der Stelle, wo 1956 ein Standbild Stalins gestürzt wurde.
Direkt gegenüber der Széchenyi-Therme befindet sich außerdem die Burg Vaydahunyad. Durch die Tatsache, dass jeder Turm in einem anderen architektonischen Stil erbaut wurde, wirkt sie skurril und extraordinär zugleich. Absolut sehenswert!
Anlaufstellen für Kulturjunkies
Budapest beherbergt einige bedeutende Theater, wie das Ungarische Nationaltheater Nemzeti Színház,.aber auch Theaterhäuser für ein junges Publikum wie beispielsweise das Katona József-Theater, das Új-Theaters und das alternative Krétakör-Theater.
Auch Kunstliebhaber werden in der ungarischen Hauptstadt auf ihre Kosten kommen: Das Museum der Bildenden Künste am Heldenplatz (das aber derzeit wegen Sanierungsarbeiten geschlossen ist), die Kunsthalle mit ihren modernen Kunstprojekten, die Nationalgalerie, das Ethnographische Museum und das Holocaust-Dokumentationszentrum in der Páva-Synagoge sind nur einige davon. Insgesamt beherbergt Budapest mehr als 30 Museen, aber auch viele kleine Galerien vor allem in der Innenstadt und dem Burgviertel, die einen Besuch wert sind.
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Für Freunde klassischer Musik dürften die beiden großen Kulturfestivals „Budapester Frühlingsfestival“ und „Budapester Herbstfestival“ interessant sein. Im Sommer findet außerdem das Inselfestival „Sziget“ statt, auf dem verschiedene Bands spielen und das jedes Jahr ein überwiegend junges Publikum begeistert. Eine super Adresse ist außerdem das Kulturzentrum Millenáris-Park in Buda: In dem alten Fabrikgelände finden im Sommer Konzerte, Ausstellungen und andere kulturelle Events statt.
Kaiser-Flair und Kommunismus-Überbleibsel
Budapest war einst Residenzstadt des österreichischen Kaisers, später wurde es zum Zentrum der ungarischen Sozialisten. Die Geschichte hat in der Stadt eine gewisse Gegensätzlichkeit hinterlassen: Den prächtigen, traditionellen Kaffeehäusern stehen graue Plattenbauten gegenüber. Aber genau diese Ambivalenz macht den Charme der Stadt aus.

Anfang des 20. Jahrhundert wurde zu Ehren Kaiserin Sissis der Elisabeth-Turm erbaut, von dem aus du eine unglaubliche Aussicht genießen kannst. Vom Fuße des Johannesberges kannst du mit einer Seilbahn zum Aussichtspunkt fahren. Um einen Einblick in die kommunistische Etappe der ungarischen Geschichte zu erhalten, empfiehlt sich ein Besuch des Memento-Parks am Stadtrand. Hier sind viele Statuen aus kommunistischer Zeit ausgestellt, die nicht zerstört wurden, um sie der Nachwelt zugänglich zu machen.
Gaumenfreuden, Kaffeegenuss und Bruchbuden
Budapest war eines der literarischen Zentren des 19. Jahrhunderts und die Kaffeehauskultur ist bis heute erhalten. Perfekt für ein Tässchen in schönem Ambiente sind zum Beispiel das „Cafe Centrál“ und das „Café Gerbeaud“ sowie das traditionelle Kaffeehaus „Café Hadik“, in dessen hinterem Teil sich mittlerweile die hippe „Szatyor Bar“ befindet. Wenn du nach einem weniger schicken Café suchst, dann hol dir deinen Koffein-Kick im „Goa Mama Café“ – klein, gemütlich und unaufgeregt.
Essen gehen empfiehlt sich abseits der Innenstadt, da die Restaurants dort meist überteuert sind. Statte dem „Kazimir“ einen Besuch ab, wenn du ungarische Hausmannskost probieren möchtest, im Sommer kannst du das deftige Essen im gemütlichen Garten genießen. Eine gute Adresse ist auch das „Bistro Kispiac“ in der Nähe des Parlaments – da das Lokal sehr klein ist, solltest du hier aber besser reservieren. Du suchst nach etwas Verrückterem? Kein Problem! Im „Vintage Garden“ wartet waschechte Alice im Wunderland-Atmosphäre auf dich – die Deko ist durchgeknallt, an der Wand hängen Uhren und dem Lokal haftet ein romantischer Flair an. Alternativ kannst du natürlich auch durch den überdachten Karavan Street Food Market oder die Große Markthalle schlendern und verschiedene Leckerbissen genießen!
Wenn du ein aktives Nachtleben suchst, bist du in Budapest goldrichtig. Berühmt sind die sogenannten Abbruchklubs – Bars und Clubs, die in verfallenen und verlassenen Häusern angesiedelt sind. Meistens gibt es einen großen Innenhof, besonders im Sommer ist das perfekt für den ein oder anderen Drink! Das „Szimpla kert“ ist eines dieser typischen Lokale: Die zusammengewürfelten Möbel und die bunte Deko sorgen für Flohmarkt-Flair und eine supergemütliche Atmosphäre. Manchmal spielen hier sogar Live-Bands. Wenn du ein original Budapester Bier trinken willst, ist auch die Kneipe „Fekete Kutja“ im jüdischen Viertel einen Besuch wert.
Der perfekte Start in eine durchfeierte Nacht: Schnapp dir ein Bier oder einen Wein und genieß den Sonnenuntergang auf der Freiheitsbrücke! Hier tummeln sich viele junge Menschen, wer weiß, vielleicht lernst du auch noch neue Freunde kennen J
Für den Schönheitsschlaf
Es gibt jede Menge tolle Hostels in Budapest. Das wohl verrückteste davon ist das Lavender Circus (siehe Bild unten) – wenn du auf Vintage stehst, MUSST du hier wohnen! Das Hostel ist auf Privatzimmer und Apartments spezialisiert und bietet den ganzen Tag gratis Kaffee und Tee an.

Genauso zentral gelegen sind das Adagio Hostel 2.0 Basilica und die Maverick City Lodge, ihre gemütliche Atmosphäre wird dafür sorgen, dass du dich wie zuhause fühlst. Perfekt, um neue Leute kennenzulernen, ist das schöne Art Photography Hostel Budapest mit seinem großen Gemeinschaftsbereich, der zum Entspannen und Plaudern einlädt!
Bist du neugierig auf die wunderschöne Stadt an der Donau geworden?
Danke an Moyan Brenn, Paul Mannix, Kyle Taylor, Groume, Elin B, Yazan Badran und Simon Lee für die tollen Bilder.
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