Kultur pur: Die besten Museen in Hamburg

Hamburg ist berühmt für seinen Hafen, die norddeutsche Gelassenheit und die berühmt-berüchtigte Reeperbahn. Aber die Hansestadt hat auch von kultureller Seite jede Menge zu bieten! Etwa 60 Museen und Galerien prägen die Kulturlandschaft der Stadt und bringen den Gästen die unterschiedlichsten Aspekte näher. Das Spektrum reicht von Kunst und Fotografie über Themen wie Auswanderung und Schifffahrt bis hin zu Außergewöhnlichem wie einem Schokolademuseum und der größten Modelleisenbahn der Welt. Du hast die Qual der Wahl! Um dich bei deiner Entscheidung zu unterstützen, haben wir die besten Museen in Hamburg für dich zusammengestellt. 🙂

Deichtorhallen

Mit den Deichtorhallen findet sich eines der europaweit größten Ausstellungshäuser für zeitgenössische Kunst und Fotografie in Hamburg. Es gibt drei Standorte: Im Zentrum der Stadt wartet die Halle für aktuelle Kunst vor allem mit Einzelausstellungen von Malern, Bildhauern und Designern, während das Haus der Photographie mit zwei großen fotografischen Sammlungen und internationalen Wechselausstellungen überzeugt. Beide Teilmuseen befinden sich in historischen Gebäuden mit beeindruckender offenen Stahl- und Glas-Architektur. In Hamburg-Harburg befindet sich die Sammlung Falckenberg mit Einzel- und Themenausstellungen sowie Sammlungspräsentationen und multimedialen Projekten – ein Besuch ist allerdings nur im Rahmen einer Führung und an gesonderten Öffnungstagen möglich.
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Michael

Bucerius Kunst Forum

Am Hamburger Rathausmarkt wartet dieses tolle Ausstellungshaus auf deinen Besuch. Jährlich werden hier drei bis vier Ausstellungen gezeigt, wobei das Themenspektrum sehr breit gefächert ist und von der Antike bis in die Gegenwart reicht. Und das ist noch nicht alles: Neben den Ausstellungen finden hier Konzerte, Lesungen und Vorträge statt.

Hamburger Kunsthalle

In einem Rundgang kannst du hier sieben Jahrhunderte Kunstgeschichte erleben: Die Sammlung reicht vom Mittelalter bis in die Gegenwart und gibt mit den wechselnden Präsentationen neue Einblicke in die unterschiedlichen Epochen. Der Schwerpunkt liegt auf norddeutscher mittelalterlicher Malerei, niederländischer Malerei des 17. Jahrhunderts, deutscher Malerei des 19. Jahrhundert und der Klassischen Moderne. Daneben finden aktuelle zeitgenössische Ausstellungen statt und das Kupferstichkabinett trumpft mit mehr als 100.000 Zeichnungen und Druckgraphiken auf. Auf jeden Fall vorbeischauen!

Rathaus Hamburg

Das Rathaus ist nicht nur Sitz des Senates und der Bürgerschaft, sondern auch Ausstellungsraum und zudem eines der beeindruckendsten Gebäude der Stadt. Der schlossähnliche neoklassizistische Bau verfügt über einen wunderschönen Innenhof und prunkvolle Innenräume. Regelmäßig finden Ausstellungen in der Eingangshalle statt, im Großen Festsaal gibt’s riesige Wandgemälde zu sehen und der Kaisersaal beheimatet Abbildungen ehemaliger Bürgermeister. Neben Führungen auf Deutsch, Englisch und Französisch gibt’s einmal im Monat – gegen Voranmeldung – eine Führung auf Plattdeutsch!
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 Heiko

Ernst Barlach-Haus

Im schönen Jenischpark gelegen werden hier Hauptwerke des expressionistischen Bildhauers Ernst Barlach sowie Sonderausstellungen zur Kunst der Klassischen Moderne und der Gegenwart gezeigt. Außerdem gibt’s Veranstaltungen mit Führungen, Lesungen, Vorträgen und Konzerten. Und danach bietet sich ein Spaziergang durch die grüne Oase an!

Fabrik der Künste

Die Fabrik der Künste ist kein Museum im klassischen Sinn, sondern vielmehr ein Raum für künstlerische Veranstaltungen. In den alten Produktions- und Lagerräumen finden Ausstellungen, Konzerte, Kulturwochen, Lesungen und Schauspielaufführungen statt.

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Das Auswanderermuseum hat es sich zum Ziel gemacht, die Geschichten von Auswanderern  zu erzählen. Das Gebäude wurde vor etwa 100 Jahren von Albert Ballin im Hamburger Hafen gegründet, damals aber als größtes Gasthaus der Welt. In den legendären Auswandererhallen kamen jede Woche tausende von Menschen aus ganz Europa an und warteten auf ihre Weiterreise. Das Museum versucht, ihre Geschichte nachzuzeichnen und gibt mit drei originalgetreu konstruierten Wohn- und Schlafpavillons einen Einblick in die unterschiedlichen Lebenswege von Auswanderern. Daneben wird die Flucht als Thema behandelt und der Neuanfang in Amerika thematisiert. Durch die interaktiven Elemente der Ausstellung und die historischen Dokumente und Ausstellungsstücke taucht man ganz schnell – fast ohne es zu merken – in eine andere Welt ein.

Museum für Kunst und Gewerbe

Das Museum ist eines der beliebtesten in Hamburg und beschäftigt sich mit Kunst- und Kulturgeschichte. Die Bandbreite der Themen reicht von Kunsthandwerk über Design bis hin zu Fotografie und umfasst etwa 500.000 Objekte aus 4000 Jahren. Abgedeckt werden sowohl der europäische als auch der islamische und fernöstliche Kulturraum, was den Besuch besonders spannend macht.

Altonaer Museum

Das Altonaer Museum ist eines der wichtigsten Hamburger Museen für die Kulturgeschichte des norddeutschen Raumes. Die kulturhistorische Entwicklung der Region wird nachgezeichnet und mit Ausstellungsstücken aus den Bereichen Malerei und Grafik, Kunsthandwerk, Kulturgeschichte, Fischerei und Schifffahrt greifbar gemacht. Neben spannenden Sonderausstellungen gibt es auch immer wieder Konzerte, Tanzaufführungen, Vorträge und Kinderfeste. Ein Blick ins Veranstaltungsprogramm lohnt sich also!

Internationales Maritimes Museum

Der umgebaute Kaispeicher B in der Speicherstadt ist heute das Zuhause des Museums, das mit etwa 40.000 Ausstellungsstücken das Thema Schifffahrt in den Blick nimmt. Alle möglichen Aspekte werden abgedeckt: Es gibt Schiffsmodelle, Miniaturen, Konstruktionspläne, Gemälde, Grafiken, Uniformen und Waffen, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Wenn du schiffbegeistert bist, nichts wie hin!
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 Roman Pfeiffer

Hamburg Museum

Du wüsstest gerne mehr über die Hansestadt? Dann besuch auf jeden Fall das Hamburg Museum mit der größten stadtgeschichtliche Schausammlung des Landes. Beginnend um das Jahr 800 mit den Anfängen der Stadt bis in die Gegenwart, bekommst du einen Einblick in die Entwicklung der Stadt. Von der Bedeutung des Hafens und der Schifffahrt über Auswanderung und bürgerliche Wohnkultur bis hin zu Mode, Musik- und Theatergeschichte wird hier ein breites Themenspektrum abgedeckt. Eine Teilausstellung widmet sich dem Thema „Juden in Hamburg“. Außerdem gibt es jährliche Sonderausstellungen, Veranstaltungen und Feste.
Teil des Museums ist die nahe der Michaeliskirche gelegene Kramer-Witwen-Wohnung, eine der wenigen erhaltenen Beispiele für eine typisch hamburgische Wohnungsanlage aus dem 17. Jahrhundert. Die Wohnungen, die „Krameramtsstuben“ genannt wurden, wurden für die Witwen der Krameramts-Mitglieder erbaut.

KomponistenQuartier

Hamburg war Geburtsort sowie Wohnort und Arbeitsplatz verschiedener Komponisten. Im KomponistenQuartier wird diesen Musikern Rechnung getragen. Die einzelnen Museen befinden sich in den historisch rekonstruierten Hamburger Bürger- und Kaufmannshäusern in der Peterstraße, wobei jedem der Komponisten ein eigenes kleines Museum gewidmet ist. Vier wurden bereits eröffnet, zwei weitere sind geplant. Während sich Fans der Geschwister Mendelssohn und Gustav Mahlers noch gedulden müssen, können Musikbegeisterte schon die die Museen zu Ehren Johannes Brahms, Georg Philipp Telemanns, Carl Philipp Emanuel Bachs und Johann Adolf Hasses besuchen. Der Schwerpunkt liegt auf dem Leben und Wirken der Komponisten, ausgestellt sind unter anderem Schriftstücke, Fotos, Bühnenbilder und Instrumente.

Miniatur Wunderland

Die weltgrößte Modelleisenbahn zeigt Schauplätze aus der ganzen Welt, die Züge fahren durch Länder wie die USA und Österreich, aber auch die fiktive Stadt Knuffingen wird zum Leben erweckt. Die wohl beliebteste Sehenswürdigkeit der Stadt ist nicht nur etwas für Modellbahnfreunde!

Archäologisches Museum

Der Fokus des Museums liegt auf Funden im norddeutschen Raum aus den letzten 200.000 Jahren – da hat sich natürlich einiges angesammelt ;). Durch interaktive Elemente kann die Kulturgeschichte hautnah erlebt werden. Jeden Sonntag gibt’s Aktionen speziell für Kinder, zum Beispiel werden Musikinstrumente hergestellt oder der Buchdruck ausprobiert.
Eine Außenstelle des Archäologischen Museums ist der Bischofsturm am Domplatz, der in den 60er Jahren entdeckt wurde und dessen ringförmiges, aus dem 12. Jahrhundert stammendes Fundament besichtigt werden kann. Außerdem gibt’s Siedlungsfunde zu sehen, die im Rahmen von Grabungen entdeckt wurden. Der Eintritt ist gratis!

Museum für Völkerkunde

Hier geht’s mit Funden weiter, diesmal aber aus der ganzen Welt. Rund 600.000 Objekte sind ausgestellt und der Treffpunkt der Kulturen steht im Zentrum. Das Thema Identität zieht sich durch die Ausstellung, was dem Museum eine ganz besondere Faszination verleiht.

Gedenkstätten

In Hamburg gibt es mehrere Orte, die dem Gedenken an die Opfer des Zweiten Weltkrieges gewidmet sind. In der Gedenkstätte Plattenhaus Poppenbüttel gibt’s eine Dauerausstellung zur Zerstörung jüdischen Lebens in Hamburg und der Verfolgung von Frauen im Nationalsozialismus.
Die Gedenkstätte Konzentrationslager und Strafanstalten Fuhlsbüttel 1933-1945 befinden sich im Eingangsgebäude der Justizvollzugsanstalt. Die Ausstellung widmet sich der Geschichte des Konzentrationslagers und dem Schicksal der Gefangenen des sogenannten „Kola-Fu“.
Im Keller der ehemaligen Schule Bullenhuser Damm befindet sich die Gedenkstätte Bullenhuser Damm und Rosengarten, die an 20 jüdische Kinder erinnert, die im April 1945 in eben diesem Keller von SS-Männern ermordet wurden, um die medizinischen Experimente, die an ihnen durchgeführt wurden, zu vertuschen. Die Ausstellung beschäftigt sich mit dem Gebäude als Schule und Außenlager des KZ Neuengamme, den medizinischen Experimenten, den Opfern und Tätern und dem Umgang mit dem Verbrechen nach 1945. Hinter dem ehemaligen Schulhof befindet sich ein Rosengarten, in dem jeder Besucher eine Rose für die Opfer pflanzen kann.
Die KZ-Gedenkstätte Neuengamme gedenkt den Menschen, die im größten KZ in Nordwestdeutschland inhaftiert waren und ist gleichzeitig Ausstellungs-, Begegnungs- und Studienzentrum.
Ein zentraler Ort des Gedenkens stellt das Mahnmal St. Nikolai dar. Von der Kirche ist seit dem Zweiten Weltkrieg nur noch der Kirchturm übrig. Das eindrucksvolle Museum ist definitiv einen Besuch wert. Der Aussichtsturm bietet als Abschluss einen Blick über die Stadt, hier kannst du deine Gedanken in Ruhe schweifen lassen.

Panoptikum

Deutschlands größtes und ältestes Wachsfigurenkabinett ist das Zuhause von mehr als 120 Figuren. Hier geben sich die Beatles, Harry Potter, Queen Elisabeth II. und die Dragqueen Olivia Jones die Ehre. Die mutigen Besucher trauen sich sogar ins Gruselkabinett mit seinen schaurigen Figuren.

Speicherstadtmuseum

Du wolltest schon immer mal wissen, wie Handelsleute gelebt haben? Hier kannst du alles darüber erfahren und einen Einblick in Hamburgs Lagerhausviertel bekommen. Du erfährst, wie die Importgüter einst gelagert und veredelt wurden, erhältst interessante Fakten über den Tee- und Kaffeehandel und die Geschichte der Speicherstadt. Regelmäßig gibt’s Events wie Tee- und Kaffeeverkostungen oder Krimilesungen!
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 Torsten Maue

Spicy’s Gewürzmuseum

In dieser Erlebniswelt dreht sich alles um die Welt der exotischen Gewürze, Düfte und Geschmäcker. Mehr als 900 Ausstellungsstücke aus den letzten fünf Jahrhunderten führen dich in die eher unbekannte Thematik ein. Und du darfst nicht nur Schauen: Die Gewürze dürfen angefasst, „angerochen“ und probiert werden!

Chocoversum

Das Schokoladenmuseum hat sich der sündigen Süßigkeit verschrieben. Hier kannst du  Schokolade und Kakaobohnen erleben und alle Sinne verwöhnen. Das Beste: Es darf auch probiert werden! Neben dem Kennenlernen historischer Originalmaschinen kannst du deine eigene Tafel Schokolade kreieren! Die Führung durch das Chocoversum dauert etwa 90 Minuten, der süße Schokoladengeschmack auf der Zunge hält länger an… J

Bunkermuseum Hamburg

Das Bunkermuseum ist ein Unikat im norddeutschen Raum: Es ist das einzige unterirdische Bunkermuseum. Berichte von Zeitzeugen, Fotos, Fundstücke von Baustellen sowie Bombensplitter und Objekte wie Gasmasken führen dich in die Vergangenheit und bewegen zum Nachdenken.
Welches Museum würdest du am liebsten besuchen? Und welches ist dein ganz persönliches Lieblingsmuseum in Hamburg? Verrat es uns in den Kommentaren! 🙂
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