7 Tipps, wie man trotz Full-Time-Job um die Welt reisen kann
Immer wieder werde ich gefragt, wie ich trotz Full-Time-Job schaffe, so viel zu reisen. Ich verrate euch hier meine persönlichen Tipps.
Reisen ist nicht immer luxuriös und glamurös, muss es auch nicht sein. Hin und wieder kommt es auch vor, dass man sehr minimalistisch sein muss und es oft sehr anstregend ist. Aber dennoch ist es das Schönste auf der Welt! Nur dann kann man trotz eines Full-Time-Jobs, sehr oft reisen. Man braucht im Alltag viel Geduld und Disziplin. Viel recherchieren, Blogs lesen, sich über Länder informieren, planen (auch mal träumen) und konsequent sowie diszipliniert mit Geld umgehen. Auch wenn man von manchen Leuten hin und wieder dafür belächelt wird. Das sind aber dann zum größenteil Personen, die andere Prioritäten in ihrem Leben haben (Feiern, Luxusgüter etc) und außer vielleicht dem Mittelmeer oder der Nordsee, nichts von der weiten und tollen Welt gesehen haben. Der Lohn für die ganze Planerei, Arbeit und das Gefühl wenn man im Flieger nach Japan sitzt, ist unbezahlbar! 🙂
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1. Auf allgemeine Sparsamkeit im Haushaltsalltag achten
Ich sehe heutzutage viele Leute, die verantwortunglos mit Geld umgehen. Selbst oder gerade im Haushalt, sei es beim Einkauf, bei der Wasch- oder Spülmaschine oder beim sonstigen Stromverbrauch. Ich habe immer eine Liste mit Dingen, die ich im Alltag im Haushalt brauche. Diese gehe ich vor jedem Einkauf durch und schaue genau, was ich brauche, damit ich nicht in Versuchung komme, später irgendwelchen Blödsinn im Laden zu kaufen.
Es sind viele, viele kleine Dinge, an denen man im Haushalt sparen kann. Dinge, wie beispielsweise ein Plus auf der Nebenkostenabrechnung werden euch dann ein Lächeln ins Gesicht zaubern! 😉
2. Seine Finanzen penibelgenau nachhalten
Ich halte meine Einnahmen und Ausgaben stets penibel genau nach und setze mir jeden Monat ein Budget für Lebenshaltungskosten, Ersparnisse für Reisen, Luxusgüter oder für sonstige Freizeitaktivitäten. Von meinem Monatsgehalt ziehe ich alle Fixkosten ab, schaue, was übrig bleibt und teile den Rest dann auf die verschiedenen Kategorien auf (Einkäufe, Reisen, Sparen für die Zukunft, Luxusgüter oder sonstige Freizeitaktivitäten). Um seine Finanzen nachzuhalten, reicht sogar schon das gute alte Microsoft Excel.
Hier einige Tipps:
- Nicht viel Geld in Clubs, Bars und für Partys verschwenden. Früher war ich jedes Wochenende aus, habe oft Nächte durchgefeiert und sehr viel Geld dafür ausgegeben. Keine Frage, es war eine schöne Zeit und ich bereue gar nichts! Aber heutzutage habe ich das nicht mehr nötig. Wenn man Reisen als Priorität im Leben hat, interessiert und reizt es einen nicht mehr in irgendwelche Clubs, Bars oder Schützenfeste zu gehen (es sei denn, es gibt einen wirklich guten Grund!) Man ist auch aus dem Alter raus und man fragt sich, was der Sinn hinter den überteuerten Eintritte, Drinks und dem Kater am nächsten Morgen ist. In meiner Heimatstadt gibt es Clubs, bei denen man 10 € Eintritt zahlen muss (die Getränke natürlich nicht mit einberechnet), um schlechte Musik zu hören und immer die gleichen Gesichter zu sehen. Wer rausgehen möchte und Spaß haben will, der soll es machen! Ich gönne jedem seinen Spaß. Ich brauche es nicht mehr und stecke das Geld lieber in die Reisekasse, außerdem schmeckt der Cocktail in New York City mit Blick auf das Empire State Buildung eh besser, als der in einer der pseudocoolen Cocktailbars in meiner Heimatstadt 😉 Und außerdem, man erzählt doch lieber Stories, die man in Tokio, New York oder Los Angeles erlebt hat.
- Auf viele materielle Dinge verzichten bzw. einfach keine großen Wünsche haben. Falls doch: Prioriäten setzen!
- Ich persönlich habe kein Auto, ich brauche keins und miss es auch nicht. Ich erledige alles mit dem Fahrrad und weiß nicht wieviel Geld ich schon dadurch gespart habe. Natürlich ist meine Wohnlage auch so günstig, dass ich kein Auto benötige. Ich weiß aber auch selbst, dass die meisten Menschen auf ein Auto angewiesen sind.
- Ein weiteres Laster der Gesellschaft ist das Rauchen! Ich rauche nicht und das ist ein riesiger Vorteil im Hinblick auf Finanzen.
- Ich habe immer noch materielle Wünsche und das ist normal. Man wird auch immer welche haben. Nur halten sich meine im finanziellen Rahmen und sprengen diesen nicht. Man kann sich immer was gönnen, nur alles in Maßen!

3. Vor einer Reise einen ausführlichen (Kosten)Plan erstellen, während der Reise sparen und sich dennoch etwas gönnen
Wenn ich eine Reise plane, stelle ich erstmal einen Plan auf. Ich erstelle eine „Must-See und To-do-Liste“, kalkuliere die Dauer meiner Reise, stelle einen groben Zeit- und Ablaufplan oder Rahmen für die Reise auf, weiter …Transfers innerhalb der Reise? Unterkünfte? Ausflüge oder Touren? Kosten für Verpflegung? Sonstige Kosten? (z.B. für ein nötiges Visum, Vergnügen/Luxus, Souvenire etc.)
Im Großen und Ganzen plane ich das Finanzielle bei jeder Reise äußerst konservativ. Ich plane für Flüge, Unterkünfte etc. immer mehr ein, quasi plane ich etwas pessimistischer und spare darauf hin. So ist zum einen die Freude größer und ich habe finanziell mehr Spielraum, wenn ich einen Flug oder ein Hostel dann in der Realität deutlich günstiger bekomme. Man sollte aber nicht bei allem sparen und nur auf Preis schauen. Natürlich versuche ich so wenig möglich auf Langstrecke umzusteigen, dabei aber eine Verbindung für einen angemessenen Preis zu ergattern.
Langstrecken sind schon anstregend genug, aber was hat man davon 100 € gespart zu haben, dafür aber zweimal oder noch öfters umsteigen zu müssen, um dann noch kaputter am Ziel anzukommen? Man muss manchmal den Sinn des Sparens, vorallem beim Flugbuchungen (aber auch bei anderen Dingen), hinterfragen und nicht nur blind auf den günstigsten Preis schauen.
Auch frage ich mich selbst oft, brauche ich diese ganzen Extras bei den Flugbuchungen wirklich? Als Beispiel nenne ich nur die kostenpflichtigen Sitzplatzreservierungen.
Bei Unterkünften achte ich immer darauf, dass ich das Hostel/Hotel kurzfristig noch kostenlos stornieren kann, im Falle, falls sich meine Pläne ändern .Und auch bei Kleinigkeiten, wie Transfers innerhalb der Reiseorte z.B. vom Flughafen in die City kann man sparen. Glaubt mir, es lohnt sich auf den teuren Schnellzug vom Flughafen zu verzichten, eine halbe Stunde länger mit der Regionalbahn oder dem Bus unterwegs zu sein und bis zu 50% des Fahrpreises zu sparen.
Ich schaue immer auf das Geld, vor und auch während meiner Reisen und halte die Ausgaben auch währenddessen nach. Man sollte sich stets ein finanzielles Limit bzw. Tageslimit setzen.
Hin und wieder sind so welche Abende in einer Cocktailbar oder auch ein bisschen Luxus ein Muss auf den Reisen, solange man es nicht übertreibt. Ich habe z.B. immer ein kleinen Teil des Geldes dafür zurückgelegt. Was aber, zumindest bei mir, fast jeden Abend auf einer Reise ein Muss ist…ist das Feierabendbier. Im Pub oder auch aus dem Supermarkt. Cheers! 🙂
4. Eine Reiseliste mit deinen Traumreisezielen und allgemeinen Zielen erstellen
Bis vor 2 ½ Jahren bin ich kaum gereist. Der Wunsch, die Welt zu bereisen und zu entdecken, kam erst im Sommer 2014. Ich habe eine Liste mit Orten erstellt, die ich sehen möchte. Die Liste habe ich mit der Zeit immer weiterentwickelt. Ich habe einen groben Leitfaden, was ich wann sehen will. Aber wie das Leben halt so spielt, klappt es mit einer Reise manchmal aus verschiedenen Gründen nicht. Daher hab ich auch vor einem geplanten Reisezeitraum immer ein Reiseplan B und C, falls es aus irgendwelchen Gründen mit Reiseplan A nicht klappt. Dieser wird dann erstmal aufgeschoben.
Meine Liste hab ich in zwei Kategorien angeordnet:
• Große Reisen, für die Urlaub oder ein Sabbatical nötig sind
• Städtetrips in Europa, für die Tage auch paar freie Tage reichen (3-5 Tage)
Diese habe ich wiederum nach Kosten, Priorität, Länge der Reise und Reisezeitraum geordnet.
Ich plane für das Jahr meist 1-2 „große“ Reisen und 2-4 Städtetrips ein. Zudem habe ich mir, verschiedene realisitische Ziele bezüglich des Reisens gesetzt. Was ich z.B. bis wann gesehen haben möchte. Natürlich würde ich am liebsten in den nächsten 2-3 Jahren alles gesehen haben, was auf meiner Travelliste ist, aber leider habe ich den Eurojackpot noch nicht geknackt und muss daher einem Full-Time-Job nachgehen 🙂 Nach dem Motto: „Work, Save, Travel, Repeat“ 🙂
Man muss immer langfristig denken, reisetechnisch wie finanziell! Ansonsten klappt es mit der Erfüllung der Reisen nicht. Man kann nicht alles aufeinmal machen. Viel Geduld und Disziplin sind notwendig.
5. Alleine reisen
Am Anfang konnte ich mir es gar nicht vorstellen, allein irgendwo hinzureisen und habe immer nach Reisebegleitungen gesucht, was ziemlich anstregend war. Der eine hatte keine Zeit, der andere kein Geld und wiederrum andere waren nicht mit meinen Reisezielen kompatibel. Ein Solotrip nach China hat mir dann jegliche Angst genommen und die Lust (und die Sucht) alleine durch die Welt zu reisen, verstärkt. Man lernt einfach, beinahe automatisch, Einheimische und andere Reisende kennen. Man ist an niemanden gebunden, kann machen und sehen was man will.
Wobei man aber auch immer erwähnen sollte, dass man ein Typ fürs Alleinereisen sein muss und das nicht jeder ist.

6. Guter Arbeitgeber der relativ gut bezahlt und viel Zeit zum Reisen ermöglicht
Ich kann mich nicht beklagen, ich arbeite als Gesundheits-und Krankenpfleger und verdiene ganz gutes Geld… Natürlich gibt es Berufsgruppen, die mehr verdienen, auch große Sprünge sind damit nicht drin. Aber durch den sinnvollen Umgang mit Geld, kann man den Traum vom vielen Reisen erfüllen.
Natürlich ermöglicht auch der Schichtdienst einiges an Reisen. Es gibt zwar mal zehn Tage am Stück, an denen man arbeiten muss, aber wiederrum hab ich auch mal 3-5 Tage frei, die man anschließend exzellent für einen Städtetrip in Europa nutzen kann. Es hat alles Vor- und Nachteile. Zudem gibt es neben dem gesetzlichen Urlaub noch die Option des Sabbaticals. Ein Geschenk des Himmels für jeden Reisenden, der noch auf einen Full-Time-Job angewiesen ist.
7. Vorteilhafte Wohnlage
Der letzte Punkt ist die günstige Lage meines Wohnorts. Dieser Punkt war mir lange nicht bewusst. Ich kann Paris, London, Amsterdam oder Brüssel in wenigen Stunden mit dem Thalys, Eurostar oder dem ICE erreichen. Auch diverse Flughäfen wie Köln-Bonn oder Düsseldorf kann ich ohne umzusteigen mit dem Regionalexpress erreichen. Frankfurt mit dem ICE in 1 ½ Std.
Köln-Bonn z.B. ist ein sehr günstiges Tor nach Europa, mit Ryanir kann man schonmal für 20€ Hin- und Zurück nach Berlin, London, Warschau oder Mailand fliegen. Von Düsseldorf z.B. in die USA und von Frankfurt in die ganze Welt. Dies ist wenn man es so sieht, eigentlich auch eine Form von Luxus und das weiß ich jetzt zu schätzen.
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