15 kostenlose Aktivitäten in Berlin
Suchst du nach kostenlosen Aktivitäten in Berlin? Dank der reichen Geschichte der Stadt gibt es in Berlin praktisch überall etwas Tolles zu entdecken. Glücklicherweise lassen sich viele der beliebtesten Sehenswürdigkeiten der Stadt auch kostenlos erkunden. Von Museen über Musik bis hin zu Märkten – hier findest du unseren Leitfaden, um Berlin kostenlos kennenzulernen.
1. Spaziergang durch den Tiergarten
Mit einer Fläche von 210 Hektar ist dies der zweitgrößte Stadtpark Deutschlands. Im Jahr 1527 wurde dieser Park als Jagdgebiet für den König angelegt. Nach etwa 200 Jahren verlor der neue König das Interesse an der Jagd und stellte den Park der Öffentlichkeit zur Verfügung – komplett mit barocken Labyrinthen, Teichen und unzähligen Blumen. Heute wird das Herz dieses wunderschönen Parks von der Siegessäule dominiert, einer der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Berlins. Der Park wird zudem vom Zoologischen Garten, Botschaften und dem Bundestag flankiert und ist somit ein großartiger Ort, um sich nach einem langen Tag voller Erkundungen auszuruhen.
2. Nehmen Sie an einem kostenlosen Stadtrundgang teil
Sandemans ist legendär für seine großartigen kostenlosen Stadtführungen, und natürlich haben sie Berlin nicht ausgelassen. Wenn du neu in der Stadt bist und noch nicht so recht weißt, wo du anfangen sollst, führt dich diese 3,5-stündige englischsprachige Tour zum Reichstag, zum Checkpoint Charlie, zu Abschnitten der Berliner Mauer, zur Museumsinsel und sogar zu Berlins historischen Kabaretts. Treffpunkt ist täglich um 11 Uhr und 13 Uhr vor dem Starbucks am Brandenburger Tor.
3. Besuchen Sie den Reichstag
Der Reichstag, der ursprünglich 1894 als Sitz des Parlaments erbaut wurde, ist ein absolutes Muss für alle Liebhaber großartiger Architektur. Hier fanden zudem viele historische Ereignisse statt, wie die Ausrufung der ersten deutschen Republik im Jahr 1918, der Brand von 1933, der zu Hitlers Notstandsbefugnissen führte, und die offizielle Wiedervereinigung Deutschlands im Jahr 1990. Nachdem er im 20. Jahrhundert schwer beschädigt worden war, wurde er 1999 restauriert, um erneut Sitz des deutschen Parlaments zu werden. Das Beste daran: Der Besuch ist völlig kostenlos, sowohl von innen als auch von außen. Der wohl beeindruckendste Aspekt des Reichstags ist die riesige Glaskuppel auf dem Dach, von der aus man einen 360°-Blick über Berlin genießen kann. Das sollten Sie auf keinen Fall verpassen; die Aussichtsplattform ist von 8 Uhr morgens bis Mitternacht geöffnet, sodass Sie reichlich Zeit haben, die Aussicht zu genießen.
4. Kostenloser Eintritt in die Museen
Es gibt unglaublich viele wunderbare kostenlose Museen in Berlin – tatsächlich mehr als 10, dazu kommen noch mehrere Museen, die an bestimmten Tagen freien Eintritt bieten. Zu den faszinierendsten kostenlosen Museen gehört das Alliiertenmuseum an der Clayallee, das sich mit dem Kalten Krieg befasst. Außerdem gibt es die Gedenkstätte und das Museum Sachsenhausen, den Standort eines nationalsozialistischen Konzentrationslagers, das Museum der Kuriositäten in der Crellestraße und den Kunstraum Kreuzberg/Bethanien am Mariannenplatz, der zeitgenössische Kunst mit politischem und sozialem Bezug zeigt. Schauen Sie sich auch das Deutsche Guggenheim Berlin an, ein Museum für moderne Kunst, das jeden Montag freien Eintritt bietet; am ersten Sonntag im Monat ist der Eintritt in die Kunstakademie sowohl am Hanseatenweg als auch am Pariser Platz ebenfalls frei.
5. Spaziergang entlang der East Side Gallery
Keine Reise nach Berlin wäre vollständig ohne einen Besuch der East Side Gallery, einem erhaltenen Abschnitt der Berliner Mauer, der mit einer unglaublichen Vielfalt an Wandgemälden bedeckt ist, die die Geschichte, Kultur und das Leben Deutschlands darstellen. Sie dient als Denkmal für die Freiheit und ist die größte Freiluftgalerie der Welt. Diese 105 Wandbilder entstanden ursprünglich im Jahr 1990, und obwohl etwa zwei Drittel davon verfallen sind oder mutwillig beschädigt wurden, werden die Wandbilder seit dem Jahr 2000 Stück für Stück restauriert. Das ist lebendige Geschichte vom Feinsten.
6. Besuchen Sie das Denkmal für die ermordeten Juden Europas
Am östlichen Rand des Tiergartens, nur einen Block vom Brandenburger Tor entfernt, befindet sich dieses umstrittene Mahnmal. Es besteht aus 2.711 Betonplatten, die in einem Raster über 19.000 Quadratmeter verteilt sind. Darunter befindet sich ein unterirdisches Informationszentrum mit einer Dauerausstellung und den Namen aller bekannten jüdischen Holocaust-Opfer. Der Besuch ist kostenlos, und es werden sogar kostenlose Führungen angeboten. Wenn Sie dorthin gehen, sollten Sie unbedingt auch an den ebenso eindrucksvollen Gedenkstätten in der Nähe den von den Nazis ermordeten Homosexuellen sowie den Sinti und Roma Ihre Ehrerbietung erweisen.
7. Mach ein Foto am Brandenburger Tor
Das Brandenburger Tor ist wahrscheinlich das bekannteste Wahrzeichen Berlins. Mitten im Herzen der Stadt, in der Nähe des Reichstags und des Tiergartens gelegen, eignet es sich perfekt für Fotos, die auf den ersten Blick erkennbar sind – ganz ähnlich wie der Pariser Triumphbogen oder die Golden Gate Bridge. Das im späten 18. Jahrhundert erbaute Tor wurde im Zweiten Weltkrieg beschädigt und war anschließend jahrzehntelang durch die Berliner Mauer vollständig abgeschnitten. Seit dem Fall der Mauer ist das Tor ein Symbol für das vereinte Deutschland und Berlin – und besonders nachts ist es wunderschön.
8. Entdecke die Kunstgalerien am Hackeschen Markt
Wenn du Lust auf einen Galeriebesuch hast – natürlich kostenlos –, dann mach dich auf den Weg zum Hackeschen Markt. Die Gegend rund um diesen Platz ist voller vielseitiger Kunstgalerien, vor allem in den Seitenstraßen der Auguststraße. Und das Beste daran: Donnerstags gibt es meist die eine oder andere Galerie, die bei einer Vernissage kostenlosen Wein und Snacks anbietet – so kannst du Kultur tanken und dich gleichzeitig stärken!
9. Besuche die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche
Die Gedächtniskirche wurde in den 1890er Jahren erbaut, doch bei einem Luftangriff im Jahr 1943 wurde der größte Teil der Kirche unwiederbringlich zerstört. Übrig blieben lediglich der ikonische Turm und die Eingangshalle. In den 1960er Jahren wurde um diese herum eine neue, moderne Kirche errichtet, doch der erhaltene Teil der ursprünglichen Kirche ist für die Öffentlichkeit kostenlos zugänglich. Er besticht durch wunderschöne Mosaike und Skulpturen mit biblischen Motiven, darunter ein Kreuz aus Nägeln. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall.
10. Besuchen Sie die Gedenkstätte an der Berliner Mauer
Diese kostenlose und umfassende Gedenkstätte befindet sich an der Bernauer Straße entlang des Abschnitts, an dem die Berliner Mauer verlief. Hier kam es zum ersten Todesfall an der Mauer, und der Ort war bekannt dafür, dass ostdeutsche Bewohner aus den nach Westen ausgerichteten Fenstern ihrer Wohnungen in die Freiheit sprangen. Die Anlage verfügt über ein Besucherzentrum mit einem Archiv für mündlich überlieferte Geschichte und einer Buchhandlung, eine Ausstellung zum „Geisterbahnhof“ sowie eine ganzjährig geöffnete Freiluftausstellung.
11. Besuchen Sie den Checkpoint Charlie
Wenn Sie sich für die Geschichte des Kalten Krieges interessieren, ist der Checkpoint Charlie ein großartiger Ort, um einen Zwischenstopp einzulegen, ein Foto zu machen und sich vorzustellen, wie die Stadt damals aussah. Dies war der sichtbarste aller Kontrollpunkte an der Berliner Mauer und fungierte während der Teilung als eine Art Symbol für die Trennung zwischen Ost und West. Er tauchte auch in unzähligen Spionageromanen und -filmen auf, darunter in „Octopussy“ aus dem Jahr 1983. Heutzutage kannst du die Friedrichstraße, eine der Hauptverkehrsadern Berlins, entlangschlendern und dir den kleinen Holzschuppen sowie das ikonische Schild ganz kostenlos selbst ansehen.
12. Jazz genießen im A-Trane und im B-Flat
Berlin ist berühmt für sein reichhaltiges Musikangebot, Tag und Nacht, und wenn du Lust auf ein bisschen kostenlosen Jazz hast, bist du hier genau richtig. Die Schwesterclubs A-Trane und B-Flat bieten jeden Mittwoch kostenlose Konzerte und Jam-Sessions an. Dank ihrer Standorte in Charlottenburg und Mitte musst du, egal in welchem Teil der Stadt du dich gerade befindest, nicht weit gehen, um einigen der besten Vertreter des modernen Jazz, der Fusion, des Ethno-Jazz und mehr zu lauschen.
13. Spaziergang auf den Unter den Linden
Dieser wunderschöne, von Bäumen gesäumte Prospekt verläuft mitten durch die Stadt und lädt zu jeder Jahreszeit zu einem herrlichen Spaziergang ein. Er erstreckt sich vom Lustgarten auf der Museumsinsel bis zum Pariser Platz und zum Brandenburger Tor. Gönnen Sie sich einen Kaffee und entspannen Sie sich, während Sie von der breiten Fußgängerzone in der Mitte des Boulevards aus einige der malerischsten Sehenswürdigkeiten der Stadt bewundern.
14. Das Sony Center bestaunen
Erinnern Sie sich noch daran, wie Sie als Kind Science-Fiction-Geschichten über Städte der Zukunft gelesen haben, in denen die Menschen in riesigen, in sich geschlossenen Komplexen lebten, die Wohnungen, Einkaufszentren und Indoor-Parks beherbergten, sodass man gar nicht mehr nach draußen gehen musste? Nun, willkommen im Sony Center. Hier gibt es nicht nur Luxuswohnungen, sondern auch zwei mehrsprachige Kinos, ein Legoland, Büros, Einkaufsmöglichkeiten und eine ganze Reihe von Cafés und Restaurants. Im Zentrum des Ganzen steht das von Tageslicht durchflutete Forum, ein öffentlicher Freiraum, in dem Sie die Atmosphäre dieses 132.500 Quadratmeter großen architektonischen Meisterwerks genießen können.
15. Entdecke die Stadtteile
Das Brandenburger Tor mag zwar das Herz Berlins sein, doch die Stadt selbst hat kein spezifisches Stadtzentrum im eigentlichen Sinne; stattdessen gibt es eine Reihe unterschiedlicher Stadtteile, von denen jeder seine eigene Persönlichkeit und Kulturgeschichte hat. Kreuzberg zum Beispiel ist ein multikulturelles Viertel, das für seine Punkrock- und Hip-Hop-Szene sowie als Zentrum des LGBTQ-Lebens in Berlin bekannt ist. Charlottenburg ist ein wohlhabendes Viertel mit zahlreichen Museen, Theatern, historischen Gebäuden und dem Zoologischen Garten. Wenn Sie auf der Suche nach dem besten Nachtleben der Stadt sind, sollten Sie den Prenzlauer Berg ansteuern, das Zentrum des Berliner Boheme-Lebens. Als Teil Ostberlins war es einst Heimat einer blühenden Gemeinschaft aus Künstlern, Studenten und Intellektuellen; heute ist es ein charmantes Viertel mit kleinen Boutiquen, Cafés und Nachtclubs.
Wenn du also bald nach Berlin reist, vergiss nicht, die tollen kostenlosen Angebote der Stadt zu nutzen. Du wirst es nicht bereuen. Und wenn du schon einmal dort bist, übernachte unbedingt in einem unserer vielen tollenHostels in Berlin.